Windrad

Die Beteiligungen laufen super an

Das Interesse am kontroversen Thema Windrad war enorm.

Im Großeisenbacher Gasthaus Fischer hörten die Besucher interessiert dem Vortrag von Franz Alt zum Thema „Sonnenseite – Warum uns die Energiewende zu Gewinnern macht“ zum Thema Windrad zu. „Entweder lernen wir den Umstieg auf Erneuerbare Energien oder es wird zu spät sein. Ich möchte nicht mein Enkel sein und in dieser Welt leben müssen,“ erklärte Journalist und Autor Franz Alt

Seit Dienstag vergangener Woche können sich alle Bürger an dem Bürger-Windrad Kammerberg beteiligen. Nach der Auftaktveranstaltung mit Franz Alt läuft die Bürger-Beteiligung sehr gut an, auch wenn acht Mitglieder der Bürgerinitiative „Gegenwind“ ihrem Unmut mit Plakaten und Tafeln vor der Tür Luft machten. Alt wandte sich auch an die Gegner: „Proteste gab es immer. Und so, wie wir heute über die Einwendungen der Gegner der Eisenbahn lachen, die behaupteten, dass Kühe von der mit 28 Stundenkilometern vorbei rasenden Bahn schwindsüchtig würden, so würden in 100 Jahren unsere Nachfolger über unsere Einwendungen bei der Windkraft lachen“. Eine Gesundheitsgefährdung könne nirgends nachgewiesen werden. In der anschließenden Diskussion meldeten sich wieder die Gegner zu Wort: Wie kommt es, dass der Windatlas Bayern mit viel geringeren Zahlen rechnet, als es die beiden Gutachten der BEG zu verstehen geben? Warum wurde nicht ein Jahr an Ort und Stelle der Wind gemessen, sondern mit Gutachten gearbeitet? Was passiert mit den Darlehensanteilen der Zeichner, wenn das Windrad nicht gebaut wird – immerhin stünden noch zwei Klagen aus? Andreas Henze, Vorstandsmitglied der BEG antwortete: Der Windatlas Bayern würde viel weniger Messpunkte berücksichtigen wie ihr Gutachten, sodass hier natürlich geringere Ertragszahlen entstehen würden. Die Unsicherheit eines Gutachtens gegenüber einer Windmessung sei so geringfügig höher, dass die Mehrkosten für eine Messung nicht in Relation stünden. So betrage die Unsicherheit eines Gutachtens etwa 15 Prozent, die Unsicherheit einer Messung läge bei zwölf Prozent. Die Entscheidung über die beiden Klagen fällt am 24. Februar. „Wir gehen aber davon aus, dass das Windrad gebaut wird“, sagte er. Im Falle eines Nicht-Baus bekommen die Anleger natürlich ihr Geld zurück. Schon zwei Tage nach Zeichnungsbeginn konnte die Bürger Energie Genossenschaft - Freisinger Land eG, die Bauherrin und Betreiberin des Bürger-Windrad Kammerberg ist, einen Eingang von Zeichnungswünschen über 850000 Euro verzeichnen. Die gesamte Zeichnungssumme beträgt zwischen 1,39 Millionen und zwei Millionen Euro. Alle Bürger – insbesondere alle Bewohner der Nachbargemeinden Fahrenzhausen, Petershausen, Vierkirchen, Hohenkammer und Kranzberg – sind eingeladen sich am Bau des Bürger-Windrades zu beteiligen. Die Bürger Energie Genossenschaft – Freisinger Land hat sich im April 2013 vor knapp zwei Jahren gegründet mit dem Ziel, die Energiewende im Landkreis Freising voran zu bringen. Da insbesondere das Thema Energie sehr schnell auch größere finanzielle und organisatorische Formen annimmt, die der Einzelne so nicht mehr stemmen kann, bietet sich dafür die Form der Genossenschaft an, denn die Genossenschaft kann die Beteiligung vieler bündeln und so große Projekte schultern. Der Weg zur Beteiligung: 1. Zur Beteiligung am Bürger Windrad Kammerberg ist die Mitgliedschaft in der Bürger Energie Genossenschaft – Freisinger Land Voraussetzung. Dazu muss mindestens eins Geschäftsanteil á 250 Euro erworben werden. Bei dem Geschäftsanteil handelt es sich um eine Einlage, die beim Verlassen der Genossenschaft wieder ausgezahlt wird. 2. Die Genossenschaft nimmt von Ihren (jetzigen oder neuen) Mitgliedern Darlehen auf. Jedes Mitglied kann sich mit bis zu dem zehnfachen seiner Geschäftsanteile über die Darlehen am Bürger-Windrad Kammerberg beteiligen. Die Laufzeit beträgt 20 Jahre. Fünf Jahre davon sind tilgungsfrei. Weitere Einzelheiten und Details dazu entnehmen Sie bitte dem Flyer im Anhang. 3. Es gibt eine feste Verzinsung von drei und eine Mehrertragsbeteiligung von einem Prozent nachträglich, wenn das Bürger-Windrad im Durchschnitt über die 20 Jahre Laufzeit mehr als 6,2 Millionen KIlowattstunden Strom pro Jahr produziert hat. 4. Die Zeichnungssumme beträgt zwischen 1,39 und zwei Millionen Euro. 5. Die Beteiligung ist seit vergangenem Dienstag bis Ende Februar möglich. 6. Zeichnungsvorrang für die Bürger vor Ort: 75 Prozent der gesamten Zeichnungssumme werden bis zum Mitte Februar exklusiv den Bürgern der Anliegergemeinden: Fahrenzhausen, Petershausen, Vierkirchen, Hohenkammer und Kranzberg angeboten. Das übrige Viertel wird Bürgern außerhalb der fünf Gemeinden bis zum 15. Februar freigehalten. Ab dem 16. Februar gibt es keinen Zeichnungsvorrang mehr und die gesamte Summe steht allen Bürgern zur Zeichnung bis zum Ende Februar zur Verfügung. Weitere Einzelheiten finden Sie auch unter www.beg-fs.de.

Quelle: freising-online

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