Das Windrad spaltet eine Gemeinde

Hans Daniel hofft in erster Linie auf faireren Umgang miteinander.

Fast

zwei Jahre musste Johann Gasteiger aus Johanneck bei Paunzhausen warten, bis er vor kurzem vom Landratsamt Freising die emissionsschutzrechtliche Genehmigung zum Bau einer Windkraftanlage erhielt. Mit der Genehmigung sind aber auch einige Auflagen verbunden, die Gasteiger nicht nur zusätzliches Geld kosten, sondern dem Landratsamt jederzeit die Möglichkeit geben, den Betrieb der Windkraftanlage bei Nichteinhaltung der Auflagen entweder einzuschränken oder aber sogar zu untersagen. Von Anfang an blies Johann Gasteiger auch ein kräftiger Wind der Bürgerinitiative „Windrad 180“ entgegen, die mit allen Mitteln versuchen, die Anlage zu verhindern. Die Nähe zu den nächsten Wohnbebauungen und der damit einhergehende Schalldruckpegel der Anlage sind ihre Hauptargumente. Dass mit der Windkraftanlage umweltfreundliche und regenerative Energie ganz im Sinne der Energiewende der Bundesregierung gewonnen wird, scheint sie dabei nicht zu interessieren. Und dass bei den Streitereien auch der Dorffrieden vor die Hunde geht, ist den beteiligten Parteien ebenfalls völlig egal. Landrat Michael Schwaiger: "Da von Seiten des Antragstellers alle gesetzlichen Vorgaben erfüllt waren, musste das Landratsamt als zuständige Behörde die emissionsschutzrechtliche Genehmigung zum Bau einer Windkraftanlage in Johanneck bei Paunzhausen erteilen. Das war keine Frage des Wollens oder Nichtwollens. Ich persönlich freue mich darüber, da ich den Bau dieser Windkraftanlage, die die erste dieser Art im Landkreis sein wird, als Meilenstein für die vom Kreistag beschlossene Energiewende bis zum Jahr 2035 sehe." Bürgermeister Hans Daniel, Gemeinde Paunzhausen: "Der Gemeinderat hat in seinen Sitzungen vom 4. Oktober 2011 und 15. Dezember 2011 das gemeindliche Einvernehmen zum Bau der beantragten Windkraftanlage nicht erteilt. Die Gründe dafür waren vor allem, dass zum damaligen Zeitpunkt mit einem weiteren Antrag zum Bau einer 180 Meter hohen Windkraftanlage zirka 650 Meter südlich von der jetzt genehmigten Anlage zu rechnen war. Sorgen mache ich mich aber als Bürgermeister vor allem darüber, dass der Dorffrieden gefährdet ist. Deshalb bitte ich Befürworter und Gegner der Windkraftanlage um Besonnenheit und Fairness".

Quelle: freising-online

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