Die Wirklichkeit sieht anders aus

Robert Wäger (Grüne, rechts) und Marcus Mey (CSU) gehen aufeinander zu. Das „Kontraste“-Filmteam hält die Wahrheit im Moos fest. Foto: Mayer

(mm)

· Schwarz-Grün hat in Hallbergmoos keine Berührungsängste. Mit einem Handschlag vor den Kameras des ARD-Kontraste Filmteams führten CSU Fraktionssprecher Marcus Mey und der bislang einzige Grüne im Hallbergmooser Gemeinderat, Robert Wäger, dies auf dem zugigen Rathausplatz vor Augen. Auslöser für den kleinen Auftritt ist ein Fernseh-Beitrag, mit dem ein Cartoon, das derzeit zum Beispiel auf der CSU Homepage im Mediencenter zu sehen ist, als Unsinn demaskiert werden soll. „Ein Männlein steht im Walde, ganz grün und dumm“, heißt es in dem kleinen CSU-Filmchen, in dem die Grünen als Steinwerfer und Chaoten dargestellt werden. Das ARD-Fernsehmagazin „Kontraste“ wollte dagegen zeigen, dass die Zusammenarbeit an der Basis klappt. Die Redaktion fragte bei der Landesgeschäftsstelle der Grünen um Interviewpartner nach und man wurde in Marcus Mey und Robert Wäger fündig. „Unsäglich“ und „absolut lächerlich“ empfindet Mey den Anti-Grünen Werbespot seiner Partei. Die Wirklichkeit sehe anders aus. Auf kommunaler Ebene, sagt Wäger, laufe die Zusammenarbeit ganz unkompliziert und sachorientiert. Man duze sich, treffe sich in Arbeitsgremien und sitze auch mal zusammen am Wirtstisch. Der „Handshake“ auf dem Rathausplatz braucht freilich mehrere Anläufe. Die ersten Male waren die beiden Herren zu schnell aufeinander zugesteuert. Später haben sie sich vor der Kulisse der modernen Hauptschule und im Gewerbepark filmen lassen. Damit sollte der Konsens in Sachen Bildung und Wirtschaftsförderung veranschaulicht werden. Im Gashof „Neuwirt“, im „La Forchetta“ und vor einem Supermarkt war das Aufnahmeteam ebenfalls unterwegs gewesen. Gäste und Passanten, denen der Anti-Grünen-Cartoon gezeigt wurde, hätten meist ungläubig geantwortet „Was soll der Quatsch?“, erzählen die Fernsehleute. Drei Minuten „glossierender Beitrag“ sind voraussichtlich in der Kontraste-Sendung am Donnerstag, 3. Februar (21.45 Uhr) zu sehen.

Quelle: freising-online

Auch interessant:

Meistgelesen

Kinder(t)räume Weihenstephan: kleine Beine - große Kilometer  
Kinder(t)räume Weihenstephan: kleine Beine - große Kilometer  
Stadtwerke Freising schließen 2019 mit 531000 Euro Gewinn ab
Stadtwerke Freising schließen 2019 mit 531000 Euro Gewinn ab
"Freisinger Sommerwunder": Kulturszene der Stadt macht mobil!
"Freisinger Sommerwunder": Kulturszene der Stadt macht mobil!
Warum gerade jetzt die richtige Zeit für Weiterbildung ist
Warum gerade jetzt die richtige Zeit für Weiterbildung ist

Kommentare