Zweite Spritze für Heimbewohner

Impfungen im Landkreis Freising: Die Pandemiebekämpfung läuft auf Hochtouren

Mehrere Menschen und ein Container des BRK
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Damit die Bürger nicht draußen in der Kälte warten müssen, wurden beheizte Container als zusätzlichen Warteraum zur Verfügung gestellt.

Drei Wochen nach Impfstart haben im Landkreis Freising bereits rund 2600 Menschen die Impfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 erhalten.

Anfang der Woche fahren die mobilen Impfteams noch zu einigen Einrichtungen der Lebenshilfe, dann sind alle Alten- und Pflegeheime im Landkreis mit der ersten Impfung versorgt. Ebenfalls zu Wochenbeginn brechen die mobilen Teams nun zur nächsten Runde auf, denn für eine erfolgreiche Immunisierung ist eine zweite Impfung etwa 21 Tagen nach der ersten notwendig. Impfstart in den Alten- und Pflegeheimen des Landkreises war am 27. Dezember.

Impfzentrum seit einer Woche in Betrieb

Seit dem 9. Januar sind die Kräfte des BRK Freising und der Johanniter aus Allershausen außerdem im Impfzentrum an der General-von-Stein-Straße im Einsatz. Hier erhalten derzeit alle über 80-Jährigen aus dem Landkreis die Impfung, wenn sie sich dafür angemeldet haben. Etwa 600 Impfungen konnten die Einsatzkräfte hier in der ersten Woche verabreichen. Hinweis: Über 80-jährige Bürger, die nach ihrer Anmeldung für die Impfung noch nicht kontaktiert wurden, werden noch um etwas Geduld gebeten. Sie werden ihren Termin in jedem Fall in den kommenden Wochen erhalten. Täglich treffen Hunderte von Briefen mit Anmeldungen ein, die von den Einsatzkräften bearbeitet werden. Das BRK hat hierzu extra ein Callcenter eingerichtet, in dem Mitarbeiter die Briefe sichten und sich anschließend telefonisch bei den über 80-Jährigen melden.

Zusätzlicher Warteraum vor Impfzentrum

In den ersten Tagen nach Betriebsaufnahme im Impfzentrum hatte sich gezeigt, dass viele Bürgerinnen und Bürger wesentlich zu früh zu ihrem Termin erscheinen. Damit sie nicht draußen in der Kälte warten müssen, hat das Landratsamt schnell Abhilfe geschaffen und einen beheizten Container organisiert, der nun vor dem Impfzentrum als zusätzlicher Warteraum dient. Das Landratsamt bedankt sich herzlich beim BRK Freising, das den Container zur Verfügung gestellt, sowie beim THW Freising, das bei der Platzierung geholfen hat. So hoben die THW-Kräfte den Container mit einem Kran am 12. Januar über die Mauer des ehemaligen Stabsgebäudes.

Impfbereitschaft im medizinischen Bereich

Im medizinischen Bereich ist die Impfbereitschaft mittlerweile durchaus zufriedenstellend. Bisher haben sich aus diesem Bereich fast 900 Menschen, darunter Mitarbeiter des Freisinger Klinikums, des Rettungsdienstes sowie Pflegekräfte, impfen lassen. Diese Gruppe genießt nach der Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums bei der Impfung ebenfalls höchste Priorität. „Ich mache nicht die Erfahrung, dass die Impfbereitschaft bei Pflegekräften in unserem Landkreis so niedrig ist, wie es zunächst hieß“, sagt auch BRK-Rettungsdienstleiter Hubert Böck. Es kämen auch immer wieder Anfragen von Seniorenzentren, in denen sich nun noch weitere Mitarbeiter impfen lassen wollen.

Mit der Initiative „EIN STICH – FÜR DICH UND MICH“ klärt der Landkreis Freising über die Impfung gegen COVID-19 auf. Auf der Webseite www.ein-stich.de sind Antworten auf viele Fragen sowie Infos zum Freisinger Impfzentrum zu finden.

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