ADAC lässt die Erstklässler leuchten

(ma)

· Alle 17 Minuten wird auf Deutschlands Straßen ein Kind unter 15 Jahren von einem Auto erfasst. Oft nur deshalb, weil es nicht oder zu spät gesehen wird. Zwar ist die Zahl der im Straßenverkehr Verunglückten tendenziell rückläufig, aber im Jahr 2010 verunglückten noch knapp 29000 Kinder im Straßenverkehr, 104 von ihnen starben. Daher verteilen die ADAC-Stiftung „Gelber Engel“ die BILD-Hilfsorganisation „Ein Herz für Kinder“ und die Deutsche Post AG deutschlandweit wieder fast 800 000 reflektierende Sicherheitswesten an Schulanfänger. In Bayern werden an 2322 Schulen 106 446 Westen an Erstklässler ausgegeben. In der Grundschule Mainburg wurden jetzt 120 Stück von Klaus Fischer vom 1. Motorradclub Mainburg e.V. im ADAC an Rektor Dr. Tobias Barwanietz überreicht. In der jetzt beginnenden dunklen Jahreszeit ist die Gefahr für Kinder im Straßenverkehr zu verunglücken doppelt so hoch wie im Sommer. Trägt ein Kind aber eine reflektierende Sicherheitsweste, wird es von den anderen Verkehrsteilnehmern bereits ab einer Entfernung von 150 Metern und damit sechs Mal früher erkannt. So können Unfälle vermieden und Leben gerettet werden. Die ADAC-Sicherheitswesten „strahlen“ durch einen hohen Anteil an Reflexmaterial. Trotz Schulranzen sind die Erstklässler gut zu sehen. Dafür sorgt unter anderem die Kapuze. Wird sie nicht auf dem Kopf getragen, hängt sie über dem Schulranzen. Schließlich ragen die langen Westen ein gutes Stück unter dem Schulranzen heraus und die Reflexstreifen lassen die Kinder von Weitem leuchten. Ein besonderes Anliegen des ADAC ist es, die ABC-Schützen zu ermuntern die Westen zu ihrem eigenen Schutz auch in der Freizeit beim Spielen, Spazierengehen und auf dem Rad zu tragen. Hier hofft der Automobilclub auf die nachhaltige Unterstützung von Eltern und Erziehern. Doch auch Eltern selbst gehören zur Zielgruppe: Im Programm „Sicher im Auto“ können Väter und Mütter lernen, wie ihr Nachwuchs im Auto richtig gesichert werden muss. Klaus Fischer vom 1. Motorradclub Mainburg im ADAC wünschte letzten Freitag bei der Übergabe der Warnwesten in der Grundschule den Kindern viel Freude beim Tragen der Sicherheitsweste und hoffte, dass sie in der jetzt beginnenden dunklen Jahreszeit stets Schutz und Sicherheit bietet. „Und das nicht nur auf dem Weg zur Schule, sondern auch in der Freizeit beim Spielen, Spazierengehen oder beim Radfahren. Deshalb bitte ich abschließend Eltern und Erzieher aktiv darauf einzuwirken, dass die Kinder ihre Westen immer dann anziehen und tragen, wenn solche Aktivitäten im Freien geplant sind“, so Fischer.

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