Her mit den alten Brillen!

Mainburg (ma)

– Brillen sind in Deutschland kein Luxus, aber in Haiti? Jährlich werden bei uns Millionen Altbrillen einfach weg geworfen oder in Schubladen gesammelt. Haiti, eines ärmsten Länder der Welt, könnte damit im Gesundheitswesen aber geholfen werden. Durch den persönlichen Kontakt und das Wissen, dass Hilfemaßnahmen auch wirklich ankommen, ruft der Lions Club Mainburg-Hallertau zu einer Brillen-Spenden-Aktion auf. Zu diesem Zweck wurde jetzt die erste Spendenbox von den Lions-Mitgliedern Hans Bachner und Joachim Gehde im Vorzimmer des Bürgermeisters Josef Reiser aufgestellt. Ein Sehschwäche zu haben ist nervig, aber sie behindert uns Deutsche nicht in der Lebensqualität oder Erwerbsfähigkeit. Ein sehr gut funktionierendes Gesundheitssystem bietet uns die Sehhilfen, die wir brauchen und das zu jeder Zeit. Die Versorgung in Haiti, soweit überhaupt vorhanden, ist absolut desolat und die meisten Menschen haben keinen Zugang zu einer medizinischen Versorgung. Das trifft auch auf die Behandlung von weit verbreiteten Augenkrankheiten zu. Für über sieben Millionen Einwohner gibt es nur wenige Augenärzte, so gut wie keine Optiker, geschweige denn Sehhilfen und wenn, dann sehr teuer. Eine neue Brille kostet einen Haitianer etwa ein halbes Jahreseinkommen. In armen Ländern dieser Erde gibt es viele Menschen, die eine Brille dringend brauchen. So wurde die Idee geboren, Altbrillen zu sammeln und in Länder der Dritten Welt zu schicken. Vor Ort unterstützt durch ein Mitglied des Lions Club Bremen Hanse, werden seit 1988 auch Brillen für Haiti gesammelt. Bisher konnten 35.000 Menschen in Haiti mit einer passende Brille wieder ein Stück Lebensqualität erlangen. Im Rahmen des Projektes wurde die Augenklinik in Port-au-Prince wieder aufgebaut und es entstanden 30 neue Arbeitsplätze. Der Lions Club Mainburg-Hallertau möchte das Projekt jetzt aktiv unterstützen. Zu diesem Zweck werden in dem Zeitraum August bis Oktober an entsprechenden Stellen, wie Ärzten, Optikern und Apotheken, Geschäften und öffentlichen Gebäuden, wie zum Beispiel das Rathaus, Brillenboxen aufgestellt. Bürgermeister Josef Reiser zeigte sich von dieser Aktion begeistert: „Es ist unsere Verantwortung, ein Stück unserer Lebensqualität mit anderen Menschen zu teilen und das soziale Engagement der Lions bereichert unsere Stadt!“ Dabei versprach der Rathauschef auch bei sich zu prüfen, ob nicht noch die ein oder andere Brille zu finden ist. Lions-Mitglied Hans Bachner weiß aus persönlicher Erfahrung, dass die Spenden auch wirklich ankommen und wie sehr sie vor Ort gebraucht werden. Bereits im Oktober ist eine weitere Reise nach Haiti geplant. Da sollen dann bereits erste Spenden abgeben werden und die erste Schule aus dem zweiten Lions-Projekt „Schulen für Haiti“ eingeweiht werden. Welche Brillen werden benötigt? Besonders Altbrillen mit Metallgestellen und Kinderbrillen, am besten mit einem Etui geschützt, werden gebraucht. Da eine Reparatur in Haiti nicht möglich ist, können nur intakte Brillen angenommen werden. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten werden Spenden rar, aber eine Brille, die keiner mehr braucht, kann in Haiti Menschen glücklich machen. Für weitere Informationen hierzu und für Spendenanfragen steht Hans Bachner zur Verfügung: hans@bachner.de.

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