Einfach mal ab- oder ausschalten

Corona-Krise: Medienkonsum ohne Panikmache

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Nur nicht aus der Ruhe bringen lassen – die Zeitung auch mal bewusst weglegen, wenn es zu viel wird. 

In der Corona-Krise ist es die Pflicht jedes Einzelnen sich möglichst täglich über den aktuellen Stand zu informieren, um sich selbst und andere richtig zu schützen. Doch wie beziehungsweise wo informiert man sich am besten, ohne dabei Falschmeldungen, sogenannte „Fake News“, aufzuliegen? Wann wird der Informationsfluss zu einem reißenden Strom, der einen in Panik verfallen lässt?

Kelheim- Es empfiehlt sich gezielt auszuwählen, woher Informationen bezogen werden. Eine seriöse Nachrichtenerstattung ist zum Beispiel von den öffentlich-rechtlichen Sendern oder von anerkannten Wissenschaftlern zu erwarten: die Tagesschau von der ARD, die Sendung Heute im ZDF, der Radiosender B5 Aktuell oder etwa im Internet über das Robert-Koch-Institut. Gleichzeitig kursieren tausende Falschmeldungen in den Medien, oder auch Panik verbreitende Berichterstattungen. Diese sind nicht hilfreich, sondern potentiell schädlich!

Wie wäre es mit Medienfasten?

Sollte manchen Menschen aus gesundheitlichen Gründen, oder weil sie kein entsprechendes Medium besitzen, die Informationsbeschaffung aus TV oder Internet nicht möglich sein, sollten Angehörige oder Nachbarn diese Personengruppe auf dem Laufenden halten. Dazu ist kein enger Kontakt nötig und die geltenden Hygienevorschriften können eingehalten werden. Der Appell richtet sich an alle Bürger aus dem Landkreis, wonach diese die Initiative ergreifen, und Angehörige, Bekannte, aber auch den Nachbarn und allgemein die Mitmenschen auf dem Laufenden halten mögen.

Doch bei all der notwendigen Information ist es genauso wichtig zu erkennen, wann es zu viel wird. Gerade in die erst kürzlich vergangene Fastenzeit passt der Begriff „Medienfasten“ ganz gut. Wann wird der Medienkonsum zum Thema Corona zu viel? Wenn Unbehagen oder gar Panik ausgelöst wird, sollte ganz bewusst aus- oder abgeschaltet werden. Solch eine schwere Krisenzeit kann psychisch nur dann gut überstanden werden, wenn Gedanken auch immer wieder auf Positives gelenkt werden. Im übertragenen Sinne sind „Corona-Scheuklappen“ dann eine gute Alternative, um sich auf das wunderbare Wetter und die blühende Natur zu konzentrieren. Auch ein „Nein, ich möchte jetzt nicht über Corona sprechen!“ kann aus Gründen der Selbstfürsorge eine gute Strategie sein.

Auch weiterhin ist der Sozialpsychiatrische Dienst der Kelheimer Caritas-Beratungsstelle für seelische Gesundheit für seine Klienten zu erreichen. Im Moment lediglich, aber zuverlässig, über die Telefonnummer 09441/50 07 26 oder über spdi@caritas-kelheim.de. Hier können auch Themen im Umgang mit den Auswirkungen der Corona-Krise besprochen werden.

Quelle: freising-online

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