Bürgerinitiativen „Hallertau Stop 5g!“

„Die Bequemlichkeitsfalle“: Städte und Gemeinden gut informiert durch Mobilfunkkonzerne?

2 Männer halten eine Infobroschüre in die Kamera
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Aiglsbachs Bürgermeister Leonhard Berger (links) und Prof. R. M. Huber, Sprecher der Bürgerinitiative Hallertau-Aiglsbach STOP 5G!.


Mit großer Sorge nehmen die Bürgerinitiativen „Hallertau STOP 5G!“ die einseitige Information der Städte und Gemeinden durch Mobilfunkkonzerne zur Kenntnis. 

„Wenn man davon ausgeht, dass dem auch so ist, was bei entsprechenden Informationsveranstaltungen zum Teil als „alternativlos“ dargestellt wird, ist das ja für die Städte und Gemeinden auch erst einmal entlastend, da anscheinend kein Handlungsbedarf besteht“, so Juliane Cenhorsky-Lücke von der BI Mainburg.

Mittlerweile haben sich immer mehr Bürgerinitiativen gegründet: „Hallertau-Mainburg STOP5G!“ „Hallertau-Aiglsbach STOP5G! Hallertau-Wildenberg STOP5G!“ „Hallertau-Volkenschwand STOP5G!“

Gesundheitliche Gefahren durch 5G

Diese Menschen bezeichnen sich nicht als technikfeindlich, aber ihnen ist bekannt, dass 230 Ärzte und Wissenschaftler ein Moratorium, ein Aussetzen des Ausbaus, von 5G fordern, weil die gesundheitlichen Folgen ihrer Meinung nach nicht hinreichend untersucht wären. Sie wissen um die zahlreichen Studien, die einen Zusammenhang nahelegen mit Symptomen, wie etwa Schlafstörungen, Erschöpfung, Kopfschmerzen, depressive Verstimmungen, Konzentrationsschwäche, Tinitus, Gleichgewichtsstörungen, Veränderung des Erinnerungsvermögens, Unruhe, Anspannung, Angst, Stress, Erregung und Reizbarkeit. Und sie wissen, dass das Bundesamt für Strahlenschutz die „tumorbeschleunigende Wirkung“ hochfrequenter Strahlung inzwischen als gesichert ansieht (diese Quellen können gerne bei der BI erfragt werden). Sie wissen um die Grenzwerte, die in Deutschland 100-mal so hoch sind als beispielsweise in der Schweiz, Italien, Polen Ungarn, Belgien China oder Russland! „Wir finden es beschämend, dass selbst die EU und das Bundesamt für Strahlenschutz von einem „5G-Feldversuch“ sprechen“, sagt Juliane Cernhorsky-Lücke im Auftrag aller Bürgerinitiativen STOP 5G!.

Die Bürgerinitiativen STOP 5G! nehmen es ernst, wenn die Präsidentin des Bundesamts für Strahlenschutz sagt, dass beim Ausbau von 5G die Orte, in denen sich „sensible Personengruppen wie Kinder, Kranke und Alte“ aufhalten, „von 5G erst einmal ausgenommen werden sollten.“ Betrifft das etwa nicht die Wohnorte?

Infobroschüre für Aiglsbachs Bürgermeister Leonhard Berger

„Demnach sind unsere Städte- und Gemeinderäte dazu aufgefordert, unseren Lebensraum zu schützen! Auch wenn die Mobilfunkkonzerne sie nicht darüber informiert haben mögen, ist es mit einem Mobilfunkvorsorgekonzept zur Gefahrenabwehr möglich, sich für ein Moratorium für 5G zu entscheiden. In Ravensburg werden sogar Schutzzonen für elektrosensible Menschen ausgewiesen. Städte und Gemeinden sollten sich darüber im Klaren sein, dass die Ausbaupflicht der Mobilfunkkonzerne nur LTE umfasst und nicht 5G! Im Übrigen hat die Telekom den Auftrag, Kabel/Glasfaser nicht nur bis zum Verteilerkasten, sondern bis zum Haus zu verlegen, was die Übertragungsrate auch beschleunigt - bei gleichzeitiger Minimierung von Elektrosmog!“, betont Cernhorsky-Lücke.

Die Broschüre „Kommunale Handlungsfelder“ zeigt auf, von welchen Rechten die Kommunen zur Gefahrenminimierung und Vorsorge bei der Mobilfunkausstattung Gebrauch machen können. „Wir freuen uns über die Aufgeschlossenheit des Bürgermeisters von Aiglsbach, Leonhard Berger, die Informationsbroschüre entgegen zu nehmen. Sie unterstützt ein selbstbewusstes und verantwortliches Handeln in den Gemeinden, das in erster Linie dem Wohlergehen der Menschen in einer gesunden Umwelt dient und nicht ausschließlich den Interessen der Mobilfunkindustrie“, so Cernohorsky-Lücke weiter.

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