Doppelausstellung zum Thema Heimat

Esther Gajek ist eine der beiden Ausstellungsmacherinnen rund um das Thema "Heimat".

(ma)

· Gleich zwei Ausstellungen nebeneinander zeigt das Deutsche Hopfenmuseum Wolnzach heuer in seinem Winterprogramm. Zentrales Thema dieser Doppelschau ist „Heimat“. Während der Historische Cirkel Wolnzach „200 Jahre Wolnzach - Ein Rückblick“ präsentiert, betrachtet die Ausstellung „Heimat im Koffer, Heimat auf dem Teller, Heimat im Herzen“ der Regensburger Ausstellungsmacherinnen Esther Gajek (unser Bild) und Carola Grüninger-Schmitz das Thema von einer ungewöhnlichen, sinnlichen Seite. Heimat – was ist das eigentlich? Der Ort, an dem man geboren wurde, wo man zu Hause ist? Oder ist Heimat doch eher ein Gefühl? In Zeiten, in denen die Welt als „global village“ bezeichnet wird und Ungebundenheit und Mehrsprachigkeit als Basis beruflichen Erfolges gefordert werden, scheinen Heimweh, Heimatsprache und Heimatgebundenheit überholt, werden zunehmend zum Luxus. Tatsächlich aber - so fanden Psychologen und Philosophen heraus - garantiert gerade das Kennen und Pflegen dieser „Wurzeln“ die Möglichkeit, aus der Heimat (gestärkt) in die Fremde zu gehen. Ein so vielschichtiges Thema wie „Heimat“ braucht eine besondere Präsentation. Daraus entstand beim Deutschen Hopfenmuseum die Idee, zwei nebeneinander laufende, völlig unabhängige Ausstellungen zu zeigen. Der Historische Cirkel Wolnzach nähert sich dem Thema in „200 Jahre Wolnzach - Ein Rückblick“ durch den lokalen Blickwinkel. Mit einer Fülle bisher noch nicht gezeigter Exponate - darunter das große Modell einer Hopfenpflückmaschine aus Belgien und Reste des vor gut 200 Jahren geschleiften Wolnzacher Schlosses – zeigt die Ausstellung am Beispiel der Hallertauer Hopfenmetropole, wie sehr die scheinbar unveränderliche „Heimat“ im Laufe der Zeit dem Wandel unterworfen ist und welche äußeren Einflüsse verändernd wirken. Zu „Heimat im Koffer, Heimat auf dem Teller, Heimat im Herzen“ haben Studierende aus verschiedenen europäischen Nationen nach „Heimat“ gesucht und dabei viele Menschen befragt. Unter der Regie der Regensburger Ausstellungsmacherinnen Esther Gajek und Carola Grüninger-Schmitz entstand eine Ausstellung, die Heimat als eine sehr sinnliche und persönliche Angelegenheit präsentiert. Was hat ein alter Ledergürtel mit Heimat zu tun? Welche Heimat riecht nach Sonnenmilch? Warum löst Radiorauschen Heimatgefühle aus? Der Besucher soll selbst entdecken, wo das Heimatgefühl zu suchen ist und sich dabei auf die Suche nach seiner ganz eigenen, persönlichen Heimat begeben. Zwei kleine feine Ausstellungen, die ihre Besucher so schnell nicht mehr loslassen, nachdenklich machen, ein bisschen wehmütig und auch ein bisschen beschwingt. Die Doppelausstellung „200 Jahre Wolnazach - Ein Rückblick“ und „Heimat im Koffer, Heimat auf dem Teller, Heimat im Herzen“ ist von Samstag, 27. November 2010, bis Sonntag, 30. Januar 2011, jeweils von 10 bis 17 Uhr im Deutschen Hopfenmuseum in Wolnzach geöffnet. Der Eintritt: beträgt einen Euro.

Quelle: freising-online

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