Die Kinder haben Vorfahrt

"Abenteuerland" wird eingeweiht 

Farbenfroh zeigt sich der neue Kindergarten am Gabis mit Blick von der Gartenseite aus.

Als Anfang Oktober die ersten Gruppen in den neuen städtischen Kindergarten „Abenteuerland“ einzogen, brachte Bürgermeister Josef Reiser seine Freude über das gelungene Werk mit dem Satz zum Ausdruck: „Bei uns haben die Kinder Vorfahrt“.

Mit dem „uns“ wollte er den Stadtrat verstanden wissen, der sich im Februar 2010 für den Neubau am Standort „Am Gabis“ entschieden hatte und im Dezember des gleichen Jahres die Vorentwürfe für eine viergruppige Kita abgesegnete. Nachdem auch die Regierung von Niederbayern grünes Licht für die Zuschussgewährung gegeben hatte, konnte im Herbst 2012 mit den Rohbauarbeiten begonnen werden. Der früh einsetzende und lange andauernde Winter machte den planenden Architekten Max und Gerhard Bortenschlager gehörig zu schaffen. Und kaum hatte man die zeitlichen Verzögerungen aufgeholt, machte Anfang Juni dieses Jahres das Abens-Hochwasser erneut einen Strich durch den Bauablaufplan. So war der ursprüngliche Fertigstellungszeitpunkt 1. September 2013 nicht mehr zu halten. Doch in der Woche nach dem Gallimarkt konnten schließlich auch die Räumlichkeiten im Erdgeschoss bezogen werden. 

In dem 2,6 Millionen teuren Bauwerk, für das 410.000 Euro staatliche Zuwendungen bewilligt sind, sind auf 1.000 Quadratmeter Nutzfläche vier Gruppen untergebracht. Das großzügige Raumprogramm umfasst neben den vier Gruppenräumen mit je einem Nebenraum, auch einen großen Mehrzweckraum, eine Küche mit Speiseraum, einen Werkraum, einen Snoezelen-Raum und Personalräume. Für das Spielen im Freien steht den Kindern das weitläufige Freigelände des bestehenden Kindergarten zur Verfügung, das nach Beseitigung der beiden Container noch erweitert werden wird.

Der Neubau sticht nicht nur mit seiner architektonisch ansprechenden Außenfassade ins Auge, auch im Innenbereich ist er hell, freundlich und funktionell gestaltet. Nicht zu vergessen die Energiestandards. Das Gebäude ist innen und außen in ökologischer Ziegelbauweise mit Kalk-, bzw. Kalkzementputz errichtet, die Gebäudehülle – mit Mobilfunkabschirmung – ist hochgedämmt und zur Optimierung der Raumluftqualität ist eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung installiert. Das regenerative Heizsystem über Grundwasser ist mit einer Wasser-Wärmepumpe für den Alt- und Neubau ausgestattet und mit der bestehenden Gas-Brennwerttherme zur Abdeckung der Spitzenleistung kombiniert. Und schließlich werden 60 Prozent des Regenwassers vor Ort in Rigolen wieder versickert. Was die Architekten und die Stadt als Bauherrin besonders freut, ist die Tatsache, dass viele örtliche Unternehmen am Bau beteiligt waren, die allesamt ausgezeichnete handwerkliche Arbeit leisteten, so Architekt Max Bortenschlager. 

Bürgermeister Josef Reiser, dem das Provisorium der Container-Unterbringung immer ein Dorn im Auge war, hat zusammen mit dem Stadtrat und der Verwaltung sein Versprechen, das er bei seiner Amtsübernahme gegeben hatte, eingelöst: „Das ist doch kein Dauerzustand. Die Kinder müssen so bald wie möglich da raus und deshalb bauen wir jetzt einen Kindergarten.“ Gesagt, getan, am kommenden Samstag wird das Schmuckstück eingeweiht und kann von der Bevölkerung beim „Tag der offenen Tür“ von 15 bis 18 Uhr besichtigt werden.

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