Ein Facelifting für die Trauerhalle

Würdig und pietätvoll wurde die neue Trauerhalle gestaltet.

Das

ehrwürdige Leichenhaus aus dem Jahr 1892 auf dem Auer Friedhof hat in den vergangenen Jahren enorm unter der Feuchte- und Salzbelastung gelitten. Und der Dachstuhl war von Würmern zerfressen, so dass die Statik nicht mehr gewährleistet war. Während Untersuchungen ergaben, dass das Gebäude mittels eines Druckinjektionsverfahrens und das Aufbringen eines Spezialputzes saniert werden kann, musste der Dachstuhl komplett ersetzt werden.  Die Arbeiten mit einem Investitionsvolumen von 170000 Euro begannen im vergangenen Mai und sind nun abgeschlossen, so dass die Trauerhalle nun im neuen Glanz erstrahlt. Die durchgeführten Arbeiten waren umfangreich, wie Architektin Sonya Goldbrunner aus Au/Hallertau beschreibt: Sowohl der komplette Bodenaufbau als auch die Innenwände wurden komplett entfernt, eine Stahlbetonbodenplatte mit entsprechendem Unterbau bietet nun festen Untergrund. Ein neuer Estrichbelag mit Abdichtung und Dämmung wurde eingebracht, dazu im kompletten Haus neue Fliesen verlegt. Diese Sanierung bot natürlich die ideale Gelegenheit, den Aufbahrungsraum deutlich zu vergrößern und zu modernisieren - so ist das Gebäude nun sowohl mit neuen Innentüren als auch mit einer abgehängten Decke mit integrierter Klima-, Licht- und Tontechnik ausgestattet. Eine neue Rückenwand mit Säulen schmückt den Raum überdies. Und bevor alle Innen- und Außenwände mit einem neuen Anstrich geweißelt wurden, wurde auch Sorge getragen, dass die Feuchtigkeit keine Chance mehr hat: Die Mauern wurden durch ein Druckinjektionsverfahren trocken gelegt, das Mauerwerk außen sogar bis auf 80 Zentimeter Tiefe aufgegraben und sicher abgedichtet. Im Anschluss wurde eine Drainage verlegt. Den neuen Blickfang von außen istellt aber der neue Dachstuhl dar. Das komplette Dach wurde abgerissen und wieder aufgebaut, zudem ein Ringanker esretllt.

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