Faltermeier würdigt neue Ortsdurchfahrt

"Die Geduld hat sich gelohnt"

Als ein gelungenes Werk sieht der frühere Bürgermeister Matthäus Faltermeier den Ausbau der Elsendorfer Ortsdurchfahrt, die kürzlich nach fast achtmonatiger Bauzeit wieder für den Verkehr freigegeben wurde.

Es war eines der letzten großen Projekte, die Matthäus Faltermeier in seiner 18-jährigen Amtszeit als Bürgermeister der Gemeinde Elsendorf in Angriff genommen hat, ehe er Ende April aus dem Amt schied. Die Ortsdurchfahrt mit dem ökologischen Ausbau des Bachlaufs ist so etwas wie sein Vermächtnis, das er den nachfolgenden Generationen mit auf auf den Weg gibt.

Zum Abschluss der Baumaßnahme meldete sich das Gemeindeoberhaupt im Ruhestand noch einmal zu Wort, um die Maßnahme zu rekapitulieren. Sein Fazit: „Die Geduld hat sich gelohnt.“

Intensive Bürgerbeteiligung Faltermeier erinnert in seinem Statement gegenüber dem FORUM an den Einstieg in die Planungen im Jahre 2010, die „unter intensiver Beteiligung der Bürger“ stattfanden und ergänzt: „Außerordentlich gefreut habe ich mich, dass dieses Engagement auch prämiert wurde.“ Der Spatenstich für die Bauarbeiten zum ökologischen Ausbau des Elsendorfer Baches in der Ortsmitte ging Anfang April vorigen Jahres über die Bühne (das FORUM berichtete). Als damaliger Bürgermeister konnte Faltermeier Projektleiterin Maria Stuhlfelner vom Amt für ländliche Entwicklung Niederbayern (ALE), Harald Hillebrand vom Abensberger Büro für Landschaftsarchitektur und Stadtplanung „FreiraumSpektrum“ sowie Vertreter der Baufirma Pritsch und Pfarrer Albert Vogl und Adolf Gerzer als direkt anliegende Nachbarn begrüßen.

Etwas holprige Vorbereitung Bis zum Start verliefen die Vorbereitungen zu diesem Großprojekt ein wenig holprig, denn im Vorfeld musste die Ausschreibung auf Empfehlung des Planungsbüros zweimal aufgehoben werden. Faltermeier betont in diesem Zusammenhang: „Das war zwar ungewöhnlich, aber die Gemeinde hat sich gegenüber der ersten Ausschreibung durch eine Verlängerung der Bauzeit etwa 365.000 Euro gespart.“ Das hat sich in den Augen des Ex-Bürgermeisters also allemal gelohnt. Der Kostenrahmen sei eingehalten worden, was Faltermeier als einen „Erfolg für Planer, Bauherr und letztlich den Steuerzahler“ bezeichnet.

Anlieger brauchten viel Geduld Da auch die angrenzende Staatsstraße voll ausgebaut wurde, musste der Streckenabschnitt von der Einmündung der Ratzenhofener Straße bis zur Glaserstraße für die Dauer der Baumaßnahme voll gesperrt werden, erläutert der frühere Rathauschef. Daher dankte er den Anliegern für ihr Ausharren trotz der unvermeidbaren Belastungen. „Die Anmerkung einzelner Anlieger, dass sie seit Jahren nicht mehr so gut geschlafen haben, weil nachts kein Verkehr mehr durchrollte, mag dabei für einige nur ein Trostpflaster sein.“

Gesamtkosten rund 900.000 Euro Die Gesamtkosten beziffert der Bürgermeister a.D. auf rund 900.000 Euro, die sich drei Bauherren teilen: Die Gemeinde Elsendorf, das ALE und das staatliche Bauamt Landshut. Dafür verschwand das alte, morsche Holzgeländer und wurde durch eine transparente Metallkonstruktion ersetzt, wurden die einsturzgefährdeten Mauern erneuert und der Bachlauf in dem möglichen Rahmen naturnäher ausgebaut. Dadurch werde der Bach in der Ortsmitte erlebbar und begehbar.

„Dorfzentrum deutlich aufgewertet“ Faltermeiers Fazit: „Es hat sich in jeder Hinsicht ausgezahlt, Durchhaltevermögen zu zeigen und die Bürger einzubeziehen. Der Kostenrahmen wurde eingehalten und das Dorfzentrum deutlich aufgewertet.“ Bei aller Kritik stehe er nach wie vor zu diesem im Gemeinderat einstimmig beschlossenen Projekt. Nun hofft der Bürgermeister a.D., „dass sich mit dem Abschluss der Bauarbeiten die Gemüter wieder beruhigen und das Resultat Gefallen findet.“ Einer der direkten Anlieger habe ihm Ende November in einem persönlichen Gespräch bestätigt, dass ihn die Baustelle nicht gestört habe. Faltermeier denkt, auch solche positiven Reaktionen sollten weitergegeben werden.

Quelle: freising-online

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