Coronavirus trübt das Badevergnügen

Eingeschränkter Freibad-Besuch: Offizielle Eröffnung am kommenden Montag

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Ungetrübter Badespaß wie hier auf unserem Archivfoto ist in Zeiten von Corona leider nicht mehr möglich. 

Viele haben schon sehnsüchtig darauf gewartet, doch ab dem kommenden Montag, 15. Juni, ist es endlich soweit: die Freibäder dürfen wieder öffnen - allerdings unter strengen Auflagen, die das Badevergnügen einschränken. Doch was ist überhaupt noch erlaubt und auf was müssen die Besucher in Zeiten von Corona verzichten? Hans Widmann vom Schwimm- und Erlebnisbad Wolnzach klärt auf.

Wolnzach- Die zweite Ferienwoche ist bereits angelaufen und viele Kinder warten schon sehnsüchtig darauf, die örtlichen Freibäder zu stürmen. Diese konnten wegen der Corona-Pandemie nicht wie sonst im Mai öffnen. Auch wenn das Wetter aktuell nicht mitspielt, sollten am kommenden Montag, 15. Juni, die Freibäder offiziell öffnen - jedoch mit klaren Einschränkungen und Hygienevorschriften. Wer also einen Besuch im Freibad plant, muss dort einige Regeln beachten.

Dies beginne schon beim Eintritt, wie Wolnzachs Schwimmbad-Chef Hans Widmann gegenüber dem FORUM mitteilt: „Jeder, der zu uns ins Schwimmbad kommt, muss sich an der Kasse registrieren und ein Anmeldeformular ausfüllen. Nur mit der genauen Dokumentation des Aufenthaltes ist die Infektionskette wenn nötig genau nachzuvollziehen. Natürlich gilt auch bei uns die Maskenpflicht, sprich beim Betreten und Verlassen des Schwimmbades oder beim Gang zum Kiosk“. 

Ampel-System: Nur eine begrenzte Besucheranzahl möglich

Während die meisten Schwimmbäder einen Schichtbetrieb planen, um den Anforderungen gerecht zu werden, sieht Widmann darin keine Vorteile. Stattdessen setzt das Schwimmbad-Team in Wolnzach auf mehr Personal und „Entzerrung“. So dürfen sich in Schwimmbecken zeitgleich nur 167 Personen aufhalten, während im Außenbereich 380 Personen zugelassen sind. „Insgesamt ist die Anzahl der Besucher aber auf 500 begrenzt“, betont Widmann. 

Darüber hinaus ist täglich eine Reinigungskraft vor Ort, um kritische Flächen wie beispielsweise Haltegriffe gründlich zu desinfizieren und die Toiletten regelmäßig zu reinigen. Damit die Badegäste besser planen können und nicht umsonst anreisen, wird auf der Homepage des Schwimmbades eine digitale „Ampelanlage“ eingerichtet, welche die aktuelle Auslastung des Freibades anzeigt. Das Hygienekonzept sieht außerdem vor, die Inneneinrichtungen zu schließen. 

So sind weder Duschen noch Umkleidekabinen geöffnet. Es wird deshalb empfohlen, die Kaltduschen im Außenbereich vor dem Schwimmen zu benutzen oder bereits geduscht anzukommen. Die Regelungen zum Mindestabstand gelten auch im Schwimmbecken (zwei Meter zum Vordermann), in Warteschlagen oder auf der Liegewiese. Hierfür werden eigens Markierungen am Boden angebracht. Auf der Liegewiese gilt die einfache Abstandsregelung von 1,5 Metern. 

„Mit der großen Liegefläche möchten wir unseren Gästen trotz der ganzen Regeln eine gute Aufenthaltsqualität bieten“, erklärt der Schwimmbad-Chef. Verzichten müssen die Gäste allerdings auf den Strömungskanal, Sprudelanlagen, Massagedüsen und zahlreichen Sportmöglichkeiten wie etwa Volleyball. Private Wasserspielzeuge oder Bälle dürfen nicht mitgebracht werden. Das Rutschen soll aber möglich sein und auch der Spielplatz wird geöffnet. 

„Hier wird aber klar an die Verantwortung der Eltern appelliert“, so Widmann weiter. Geöffnet ist das Schwimm- und Erlebnisbad in Wolnzach täglich von neun bis 20 Uhr. Saisonkarten können hinsichtlich der aktuellen Lage nicht angeboten werden. „Uns ist bewusst, dass durch all diese Einschränkungen das Badevergnügen leidet, aber wir haben keine andere Wahl. Doch wenn sich alle mit gegenseitigem Respekt begegnen und Verständnis aufbringen, können wir alle das Beste aus der aktuelle Situation machen“, meint Hans Widmann. Weitere Informationen gibt es auchhier.

Quelle: freising-online

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