Jetzt kann es losgehen:

Für den Naturschutz: Der Förderbescheid für den Biotopverbund Mainburg ist da!

Kelheims Landrat Martin Neumeyer und Mainburgs Bürgermeister Helmut Fichtner
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Kelheims Landrat Martin Neumeyer und Mainburgs Bürgermeister Helmut Fichtner machen gemeinsame Sache - sogar vertraglich fixiert.

Nach knapp drei Jahrzehnten: Vergangenen Donnerstag gab es in Sandelzhausen den langersehnten Startschuss für das Naturschutzprojekt „BiotopverbundMainburg30“.

Knapp drei Jahrzehnte ist es her, als unter Mainburgs Altbürgermeister Josef Egger die erste Biotopverbundplanung bewilligt wurde. Heute besitzt Mainburg in Sandelzhausens Süden ein „Paradebeispiel für funktionierenden, kommunalen Naturschutz, der die langfristige Verbindlichkeit unter Beweis stellt“, so Landrat Martin Neumeyer am vergangenen Donnerstag beim Startschuss zum Naturschutzprojekt „BiotopverbundMainburg30“, das im Rahmen der bayerischen Landschaftspflege- und Naturparkrichtlinien gefördert wird.

Dass dieses Projekt „voll ins Schwarze trifft“ und ein großartiges Vorbild für die Entwicklung und Verbesserung der Biodiversität auf kommunaler Ebene sei“ erklärte Regierungsvizepräsident Dr. Helmut Graf. Dafür bewilligte die Regierung von Niederbayern das Projekt und stellt mit einem Fördersatz von 80 Prozent einen Zuschuss von etwa 195000 Euro zur Verfügung. Ziel ist es, die lebenswerte Umwelt der Stadt Mainburg zu erhalten und das Biotopverbundprojekt als „Generationenauftrag“ weiterzuentwickeln. Mainburgs Erster Bürgermeister Helmut Fichtner ist sich sicher, dass die Fördersumme von knapp 200000 Euro für das Naturschutzprojekt „BiotopverbundMainburg30“ bestens und nachhaltig investiert ist. Immerhin stehe außer Frage, dass in Mainburg noch immer zahlreiche rettungswürdige Strukturen existieren und dieses einzigartige Biotopverbundkonzept fortgeführt werden muss. Aus diesem Grund unterstützt auch die Stadt das Projekt finanziell und organisatorisch.

Weiterer Finanzierungspartner ist der Bund Naturschutz-Landesverband mit der Ortsgruppe Mainburg. „Mitte der Achtzigerjahre entstand ein richtiger Hype und damit der erste Landschaftsplan für die Stadt“, berichtet Mainburgs Dritter Bürgermeister Konrad Pöppel als Vertreter der Ortsgruppe Mainburg. Damals bekam er als erster Natur- und Umweltreferent von Bürgermeister Josef Egger ein Wunsch frei. „Ganz spontan ohne zu Überlegen war es das Biotopverbundsystem“. Im November 1991 wurde ihm dieser Wunsch in der Stadtratssitzung durch einen Beschluss erfüllt. „Ohne dieses Projekt gäbe es viele Biotope, Pflanzen- und Insektenarten im Gemeindegebiet durch die Umnutzung nicht mehr. Robert Hierlmaier vom Landschaftspflegeverband hielt das Gebiet in diesen Jahren vorbildlich instand.“

Die Pechnelke fühlt sich in der Hallertau ganz besonders wohl.

In den vergangenen 30 Jahren folgte die Anlage von 3200 Metern Hecke und 250 Streuobstbäumen. Aktuell werden ca. 30 Flächen mit knapp 20 ha gepflegt, die fachliche Begleitung kommt dafür von der Höheren und Unteren Naturschutzbehörde, dem Wasserwirtschaftsamt Landshut und dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Abensberg. „Was für die praktische Umsetzung sehr wichtig ist, ist die Zusammenarbeit mit den Landwirten und dem Maschinenring“, erläuterte Klaus Amann. Vom Landschaftspflegeverband Kelheim VöF. Als Vertreter waren hier Thomas Obster Bauernverband Kelheim, Theresa Burger vom Maschinenring Mainburg und der Bund Naturschutz mit Edda Hein und Konrad Pöppel vor Ort.

Die 27-jährige Veronika Stiglmaier wird den südlichen Landkreis unter anderem mit diesem Landschaftspflege- und Naturparkrichtlinien-Projekt (LNPR) in den nächsten drei Jahren betreuen. Die Landschaftspflegerin hat ihr Studium mit dem Master in Naturschutz und Landschaftsplanung an der TUM Weihenstephan absolviert und arbeitet seitdem beim Landschaftspflegeverband Kelheim VöF Damit bringt sie das grundlegende „Know-How“ für ihr erstes größeres Projekt mit. Zentrale Aspekte des neuen Biotopverbundprojekts sind neben der Weiterführung der Landschaftspflegearbeiten, Untersuchungen zum heutigen Zustand von Flora und Fauna sowie eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit.

„Wir haben in Mainburg eine einzigartige Bestandsaufnahme für den Naturhaushalt im Jahr 1993 und damit die Chance durch gezielte Untersuchungen Veränderungen in der Natur aufzuzeigen. Zudem wollen wir die Bürgerinnen und Bürger mehr über die Natur vor Ihrer Haustür informieren, für den Biotopverbund sensibilisieren und Möglichkeiten zum Mitmachen anbieten“ so Klaus Amann, Geschäftsführer des Landschaftspflegeverbands Kelheim (VöF). Ziel ist es, die lebenswerte Umwelt der Stadt Mainburg zu erhalten und das Biotopverbundprojekt als „Generationenauftrag“ weiterzuentwickeln.

Victoria Hausler

Auch in Freising wird viel für den Naturschutz getan. So lädt das „Bee Free“ lädt seine Bewohner ab 2023 dazu ein, gemeinschaftliche Gärten zu bewirtschaften und mit auf dem Dach untergebrachten Bienenvölkern zu leben. In Au hingegen hat sich die Familie Rietzscher einer anderes Ziel für den Naturschutz gesteckt. Sie pflegen in ihrem Zuhause Igel.

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