Auszeichnung

Gemeindebücherei Au: Ein goldenes Siegel belegt die hohe Qualität

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Stolz auf die Auszeichnung: Büchereileiterin Astrid Hötte und Bürgermeister Hans Sailer bei einem Pressetermin in der Einrichtung.

Astrid Hötte kann stolz sein: „Ihre“ Gemeindebücherei Au hat das goldene Bibliothekssiegel des Michaelsbundes erhalten. Allerdings sei das, betonte sie bei einem Pressetermin in der Einrichtung, hauptsächlich das Verdienst ihrer Vorgängerin Claudia Auer.

Wie zuvor schon Nandlstadt hat auch die Bücherei der Marktgemeinde Au/Hallertau mit 14 von 15 möglichen Punkten das goldene Büchereisiegel des Michaelsbundes bekommen, das für zwei Jahre gilt. Öffnungszeiten und ihre Streuung, Veranstaltungen, Medienbestand und seine Ergänzung, Öffentlichkeitsarbeit und Erreichbarkeit, alles das sind Kriterien für die Vergabe, und die hat das ehrenamtliche Team abgearbeitet. Bürgermeister Hans Sailer erhielt daraufhin ein Glückwunschschreiben des Verbandes.

In der Tat ist der Markt Au in der Bücherei mit ihren über 9500 Medieneinheiten überdurchschnittlich stark engagiert: Der Etat für die Beschaffung neuer Medien liegt bei 5000 Euro, und darüber hinaus übernimmt der Markt Au die Miete für die Räumlichkeiten, die nicht nur gut erreichbar, sondern auch ausreichend groß sind. 30 Stunden ehrenamtliche Arbeit pro Woche investiert das zwölfköpfige Leitungsteam unter der Führung von Astrid Hötte, die sich für die Zukunft noch eine Menge vorgenommen hat.

Mit Veranstaltungen sieht es augenblicklich nicht besonders gut aus, denn für diese ist der Raum dann doch zu klein, weil die Abstände nicht einzuhalten sind. 23 Veranstaltungen stehen für die Bücherei im vergangenen Jahr – Basis für die Bewertung – zu Buche. 341 Stunden war die Bücherei geöffnet. Das sind Werte, mit denen die Bücherei hat punkten können.

Einstieg in den Bereich "E-Books" steht noch bevor

Bürgermeister Hans Sailer war der erste Gratulant, und er weiß aus eigener Anschauung, was hier geleistet wird für die Allgemeinheit: Er selbst gehört zu den weit über 400 aktiven Lesern und ist regelmäßig hier.

Wenn wahr wird, was das Team plant, könnte die Zahl der Nutzer weiter nach oben gehen, denn der Einstieg in den Bereich „E-Books“ steht nach den Worten von Astrid Hötte bevor. Dafür werde es, deutete sie bei dem Pressetermin an, eine Anschubfinanzierung durch den Markt Au geben müssen. Hernach, wenn die ersten attraktiven Angebote mal in den virtuellen Regalen stehen, werde es mit Sicherheit günstiger werden. Die ersten Infrastrukturen dafür wie etwa ein Rechner, sind dem Bericht der Leiterin zufolge bereits beschafft.

Die ersten Andeutungen, dass es in diese Richtung gehen werde, seien schon bei den letzten Etatberatungen gemacht worden, der Marktgemeinderat sei also im Bilde, deutete sie an. Einzig zwei Leitungswechsel hätten den Einstieg in diese moderne Form des Ausleiheverkehrs bisher verzögert: Im Rathaus und in der Bücherei. Sailer hörte sich das alles mit wohlwollender Mine an.

Veranstaltungen will die Bücherei dennoch durchführen: Dazu schielt das Team – und wohl nicht nur das! – auf die neue Aula der Grundschule, die Sailer ausdrücklich als dafür nutzbar und geeignet ansah.

Quelle: freising-online

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