Größter Erfolg in der Vereinsgeschichte

Hinten v.l.: Marius May, Franz Fellner, Phillip Wagner, Daniel Thoma, Ralf Forster (Trainer); Mitte v.l.: Lukas Klaus, Markus Ernstberger, Andreas Stephan, Tobias Spenger, Fabian Kuhns; vorne v.l. Florian Möser, Daniel Englbrecht, Marek Slouf, Patrik Scholz, John Ettenhuber, Alex Rauner. Nicht auf dem Bild ist Jindrich Dyk. Foto: ma

(ma)

· Es war das Spiel der weiten Wege und der wenigen Tore - Feldhandball. Der Platz und die Tore so groß wie beim Fußball, erlebte diese Sportart ihre Blütezeit in den 1950er-Jahren, als Deutschland reihenweise Weltmeistertitel absahnte. Auch Mainburg hatte ein Topteam auf dem grünen Rasen stehen, das zur bayerischen Spitze zählte und in der Landesliga um Punkte kämpfte. Doch damals, Ende der Sechziger, war Handball auf dem großen Feld bereits auf dem absteigenden Ast und wurde immer mehr vom Hallenhandball verdrängt. Dessen Stellenwert ist heute nicht mehr mit dem des früheren Feldhandballs zu vergleichen. Und so kann der Meistertitel, den die jetzige Herrenmannschaft nunmehr in trockene Tücher gelegt hat, mit Fug und Recht als der größte Erfolg zumindest in der Geschichte der TSV-Handballabteilung bezeichnet werden. Beim ewigen Donau-Ilm-Rivalen MTV Pfaffenhofem gab’s anstatt der von vielen erwarteten „engen Kiste“ am Samstagabend einen Mainburger Triumphzug mit einem deutlichen 33:26-Sieg. Die Schützenhilfe der SpVgg Altenerding, die tags darauf beim einzigen, noch verbliebenen Verfolger MTV Ingolstadt mit 29:25 gewann, wäre gar nicht mehr nötig gewesen: Vier Punkte Vorsprung auf Platz zwei bei noch einem ausstehenden Spiel reichten den Hallertauern zum vorzeitigen Titelgewinn und zum Aufstieg. Die zahlreich mitgereisten Fans sorgten in Pfaffenhofen für Heimspiel-Atmosphäre und feierten mit ihren Helden danach auf dem TSV-Starkbierfest. Aber die Handball-Feiertage in der Abensstadt gehen weiter: Zunächst am Samstag (19 Uhr, Mittelschulturnhalle) im letzten BOL-Saisonspiel gegen Absteiger VfL Waldkraiburg. Am Freitag, 6. Mai, steigt dann das nächste Highlight - ein Freundschaftsspiel gegen den Bundesligisten TBV Lemgo. Als Beitrag zum 150-jährigen Jubiläum des Hauptvereins gedacht, belohnen sich die Mainburger Handballer mit den Topstars aus Ostwestfalen quasi selbst für ihre Spielzeit der Superlative.

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