Dorfplatzgestaltung

Hopfenhaus als Vorzeigeprojekt

So soll es einmal aussehen, das „Hopfenhaus Steinbach“ mit dem integrierten Feuerwehrhaus auf der linken Seite.

Dorfgemeinschaft und Feuerwehr werden die Ärmel hochkrempeln müssen, um das Großprojekt „Dorfplatzgestaltung“ stemmen zu können. Genauer gesagt geht es um die Errichtung des „Steinbacher Hopfenhauses“ und eines Feuerwehrhauses in Eigenleistung.

Für den Bau des „Hopfenhauses“ wurde im September letzten Jahres eine LEADER-Förderung, das sind EU-Mittel zur Entwicklung und Unterstützung des ländlichen Raumes, in Höhe von 50 Prozent der zuschussfähigen Ausgaben, höchstens jedoch von 192434 Euro genehmigt. Für die Errichtung des Feuerwehrgerätehauses in Steinbach liegt seit August 2012 ein Förderbescheid von der Regierung von Niederbayern über 46500 Euro vor. In seiner letzten Sitzung, nach Verabschiedung des Haushalts, hat der Stadtrat grünes Licht für den Kommunalzuschuss gegeben. Der Dorfgemeinschaft Steinbach, bestehend aus dem „Kultur- und Förderverein Hopfenhalle“ und der Freiwilligen Feuerwehr, wurde die Errichtung des Hopfenhauses und des Feuerwehrhauses in Eigenregie nach den genehmigten Plänen und entsprechend den Bestimmungen der Zuwendungsbescheide übertragen; Bauherr und Eigentümer ist bzw. wird die Stadt Mainburg. Der Kostenanteil der Stadt ist gedeckelt, und zwar beim Hopfenhaus bis maximal 200000 Euro und für das neue Domizil der Floriansjünger bis maximal 100000 Euro. Weiter legte der Stadtrat fest, dass für den Betrieb des „Hopfenhauses“ dem Kultur- und Förderverein jener Gebäudeteil kostenlos zur Verfügung gestellt. Den laufenden Unterhalt und die Nebenkosten dieses Gebäudeteils hat dann der Verein zu tragen. Während das Feuerwehrhaus als Pflichtaufgabe der Kommune von der Sache her nicht strittig war, bedurfte es beim Hopfenhaus eines harten Ringens um die letztendlich getroffene Entscheidung. Die Stadtratsreferentin für Landwirtschaft und Hopfen, Marianne Huber, selbst Steinbacherin brach für das Vorhaben nochmals eine Lanze. Das „Hopfenhaus“ dürfe nicht als Projekt eines einzelnen Dorfes gesehen werden, sondern als touristisches Projekt der Stadt. Bedingt durch das Alleinstellungsmerkmal Hopfen habe sich Steinbach herausgebildet. Ziel des Projektes sei es, die dörfliche Kultur zu pflegen und den Hopfen erlebbar zu machen. Die vielen Dorfvereine, die ihren Zusammenhalt schon oft bewiesen hätten, würden die Halle mit Leben erfüllen. Der Platz in der Dorfmitte sei als Dorfplatz ideal, um das Gesamtbild des Dorfes zu heben. Die Steinbacher Dorfgemeinschaft stehe hinter dem Projekt und werde tatkräftig den Bau unterstützen und später für den Unterhalt sorgen. Das „Hopfenhaus“ sei ein Vorzeigeprojekt der Stadt, das es nur einmal im ganzen Umkreis gebe. 18 ihrer Ratskollegen schlossen sich dieser Überlegung an, vier Stadtratsmitglieder stimmten dagegen.

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