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Bedeutung des grünes Goldes für die Region

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Das Bild zeigt die grüne Bezirkstagsfraktion mit Vize-Hopfenkönigin Helena Kreitmeier bei der Februarklausur im Deutschen Hopfenmuseum Wolnzach.

Die zweitägige Februarklausur der grünen Bezirkstagsfraktion fand heuer in Wolnzach in den Räumlichkeiten des Deutschen Hopfenmuseums statt. Der Bezirk Oberbayern ist an dem Museum als Mitglied des Zweckverbandes Deutsches Hopfenmuseum finanziell beteiligt.

Der Rundgang und die Diskussion über die Geschichte des Hopfens und die Bedeutung für die Region wurde von Vize-Hopfenkönigin Helena Kreitmair begleitet, die auf Einladung vom Moosburger Bezirksrat Johannes Becher extra nach Wolnzach gekommen war. „Für die Grünen ist der Erhalt der Heimat, der regionalen Strukturen und die Stärkung von regionalen Wirtschaftskreisläufen von großer Bedeutung“, betonte Becher. Dies gelinge allerdings nur im Einklang mit der Natur, denn die Folgen des Klimawandels sind bereits jetzt auch bei den Hopfenpflanzern spürbar. „2015 mussten die Hallertauer Hopfenpflanzer aufgrund der extremen Trockenheit Ernteeinbußen von etwa 30 bis 40 Prozent verkraften. Daher hoffen wir, dass 2015 ein Ausnahmejahr war.“, sagt Kreitmair mit Blick auf die spürbaren Folgen für die Hopfenpflanzer. Ein weiteres wichtiges Thema für die Grünen ist die Reinheit des Grundwassers und hier insbesondere die Belastung durch Nitrat und Rückstände von Pflanzenschutzmitteln. „Aus unserem Grundwasser wird vielerorts Trinkwasser gewonnen und daher ist es, neben den gesetzlichen Vorschriften der EU-Wasserrahmenrichtlinie, eigentlich eine Selbstverständlichkeit, dass wir die Belastung des Grundwassers soweit wie möglich reduzieren sollten“, meint Becher. Die Zahl der Bio-Hopfenpflanzer in Deutschland liegt allerdings mit sieben Betrieben noch immer im einstelligen Bereich, da auch die Nachfrage nach Bio-Hopfen derzeit überschaubar ist. Im Rahmen der Fraktionsklausur beschloss die Fraktion weiterhin auch am Thema Bienenschutz dranzubleiben, damit das von den Grünen beantragte und vom Bezirk jetzt vorsichtig auf den Weg gebrachte Label „Bienenfreundliche Kommune“ tatsächlich umgesetzt wird. Kritisch sehen die Grünen das Verfahren einiger Bauprojekte des Bezirks. „Zweifellos muss am Berufsbildungswerk mit Förderschwerpunkt Hören und Sprache gehandelt werden und dafür werden entweder für die Generalsanierung oder für den Neubau viele Millionen Euro nötig sein. Gerade weil das Projekt so teuer ist, hätte man die Varianten Sanierung oder Neubau wirklich detailliert durchrechnen müssen, bevor man eine Grundsatzentscheidung trifft. Die Mehrheit hat sich aber ohne fundierte Grundlage für die Sanierung entschieden und jetzt soll das Projekt aus Angst vor weiteren Kostensteigerungen an einen Generalübernehmer aus der Hand gegeben werden. „Dieser könnte am Ende doch teurer sein, da die Gefahr von Nachträgen auch durch eine Kostenobergrenze nie ganz ausgeschlossen werden kann. Durch die Kostendeckelung ist auch eine Reduzierung der Bauqualität zu befürchten, die bald wieder neue Sanierungen nach sich zieht“, betont Fraktionssprecher Joachim Siebler. Bei sämtlichen Bauprojekten gilt für die Grünen, dass in Zeiten klammer Kassen der Kommunen bei der Planung die zwingende Notwendigkeit zur Kosteneffizienz im Vordergrund stehen muss, denn schließlich finanzieren die Landkreise die Bezirke über die Bezirksumlage. Nach zwei Tagen erfolgreicher und harmonischer Arbeit im Hopfenmuseum genoss die grüne Fraktion auf Einladung von Gemeinderätin Barbara Prügl ein gutes regionales Bier in der Schlossbrauerei Au in der Hallertau.

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