Deutliche Niederlage gegen Bayernliga-Reserve aus Bayreuth

Handballer finden nicht in Erfolgsspur

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Trotz einiger Paraden konnte auch Hannes Möser nichts gegen die Niederlage machen. 

Den vergangenen Sonntag hätten sich die Mainburger Landesligahandballer definitiv anders vorgestellt: Nach dreistündiger Anreise zur zweiten Mannschaft der HaSpo Bayreuth wurden die TSVler gehörig in die Schranken gewiesen und mussten damit die dritte Niederlage im vierten Spiel verbuchen.

 Bereits vor Anpfiff der Partie standen die Zeichen für das Team um Lukas Schmargendorf und Co. nicht sonderlich gut: Da parallel zum Spiel der ersten Mannschaft ebenfalls die Reserve auswärts gefordert war, konnte Chefcoach Hadzidulbic auf keinen seiner „Youngsters“, wie Ludwig Kallmünzer oder Lukas Sentjurc, zurückgreifen und so traten die Mainburger die Reise ins Frankenland mit gerade einmal sieben einsatzfähigen Feldspielern und zwei Torhütern an.  Der, wie im Vorbericht bereits erwähnte, längerfristige Ausfall von Kapitän Marius May (Schultersehnenanriss) tat sein Übriges zu einem bereits im Vorhinein absehbaren, sehr gebrauchten Tag. Und so stand die Mainburger Rumpfmannschaft einer, von Anfang an, hoch motivierten und am Rande ihrer Möglichkeiten kämpfenden, Bayreuther Reservetruppe gegenüber. Das junge Team um ihren Toptorjäger Daniel Kroh (sieben Tore) war den Mainburgern im Angriff körperlich klar unterlegen und die Abwehrreihen der Hallertauer standen in der ersten Hälfte auch hervorragend, gerade einmal sechs Gegentore ließen die Mainburger zu. Aber was das Team um Spielmacher Dominik Abeltshauser im Angriff zeigte, war, um es mit den Worten eines Mainburger Zuschauers zu sagen, „alles, aber kein Landesliga-Niveau“.

Wie bereits in den vergangenen Begegnungen, war der Spielwitz des TSV irgendwie verloren gegangen. Gegen die sehr offensiv deckende Bayreuther Abwehrreihen fanden die Mainburger Handballer absolut kein Mittel und so war das Spiel geprägt von voreiligen und völlig überhasteten Abschlüssen, reihenweise Fehlpässen und technischen Fehlern, wie man sie von so manchem, doch sehr erfahrenen Spieler, nicht erwarten würde. So wechselte man beim Halbzeitstand von 6:7, noch zu Gunsten der Gäste, die Seiten und in der Halbzeitansprache definierte Chefcoach Hadzidulbic klar, dass man im Angriff deutlich mehr Bewegung von jedem einzelnen Spieler erwarten und das Spiel besser verlagern müsse. Doch die zweite Halbzeit bot zu Beginn das gleiche Bild auf, wie es in der erste Hälfte geendet hatte: Die Abwehr stand zwar weiterhin sicher, aber im Angriff ging, im wahrsten Sinne, „Null-Komma-Nichts“ auf Seiten der Hopfenstädter. Hadzidulbic versuchte händeringend, eine Lösung zu finden, um sein Team wieder ins Spiel zu bringen und stellte im Angriff diverse Male seine Formation neu auf, um den hochmotivierten Bayreuther Nachwuchsspielern Paroli zu bieten, aber selbst bei der Herausnahme des Torhüters für einen siebten Feldspieler, fanden die Mainburger keinerlei Lücken im flinken Abwehrverband des Gegners.  Und so kam es wie es kommen musste, die, bereits erwähnten, technischen Fehler häuften sich in Halbzeit Zwei sogar noch und durch leichte Ballverluste lud man den Gegner schon fast auf ein heiteres „Weitwurftraining“, auf das leere Tor der Mainburger, ein.

„Momentan ist einfach der Wurm drin im Angriff. Die vergangenen Wochen waren für uns alle nicht einfach, wir hatten keine einzige Trainingseinheit, in der wir vollzählig gewesen wären, um an den Schwächen der letzten Spiele arbeiten zu können und ich hoffe, dass sich das zum neuen Jahr mit der Rückkehr von Jan Klaus und unserem Neuzugang, Moritz Berndl wieder ändert. Was mich aber heute vehement gestört hat, war die Körpersprache der Mannschaft, vor allem bei einigen Führungsspielern erwarte ich mir eine deutlich positivere Einstellung, vor allem in solch schwierigen Partien ist es wichtig, dass unsere erfahrenen Leute die Führung übernehmen“, so der sichtlich enttäuschte Übungsleiter des TSV Mainburg. Nun heißt es Mund abwischen, die zweiwöchige Weihnachtspause zur Regeneration nutzen und danach, in der Rückrunde, wieder Vollgas geben. Die Tore: Möser, Florian (2), Joekel, Dominik (1), Würfl, Christoph (2), Covic, Boris (5), Heim, Maximilian (1), Abeltshauser, Dominik (6/4) Deutlich erfolgreicher waren sowohl die Damen II, als auch die Herren II, die ihre Auswärtsspiele beide deutlich gewinnen konnten. Die zweite Damenmannschaft war in Landau mit 21:15 klar überlegen und auch die Landesliga-Reserve konnte gegen Manching ein deutliches 28:23 einfahren, lediglich die weibliche B-Jugend ist beim Eichenauer SV mit 21:4 deutlich unter die Räder gekommen.

Quelle: freising-online

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