TSV Mainburg gegen HT München II

Handball: Mainburger mit Sieg in der letzten Sekunde

Mit einfachen Pinseln entstehen ganze Bilderwelten. Neben dem handwerklichen Können und der künstlerischen Idee nimmt auch das Werkzeug eines Künstlers eine wichtige Rolle ein. Foto: Chr. Heinzinger

40 Minuten Top Handball reichen den Hausherren nicht aus, um zwei wertvolle Punkte in der Hallertau zu behalten. Die Vorfreude bei den Spielern, dem Trainer und allen Zuschauern war gigantisch.

Nach über acht Monaten Handball-Zwangsentzug, fand am Samstag wieder ein Heimspiel in der Hallertauer Mittelschule vor Zuschauern statt. Wochenlang standen die Handballer im Austausch mit der Stadt Mainburg sowie dem TSV Mainburg und arbeiteten ein Hygienekonzept aus, um auch in Corona-Zeiten die Hölle Hallertau wieder aufleben zu lassen. 

Kurzum, es war alles für einen perfekten Handballtag angerichtet. Getragen von der Stimmung der Fans, erwischten die Mainburger Herren ein Auftakt nach Maß. Bereits nach zehn Minuten hatten sich die Hadzidulbic - Schützlinge über eine kompakte Abwehr und das konsequente Ausspielen der Überzahl einen 6:2 Vorsprung erarbeitet. Doch nach und nach kämpften sich die Gäste aus München, die in den Anfangsminuten bereits einige zwei-Minuten-Zeitstrafen auf ihrem Konto hatten und mehrfach in Unterzahl spielen mussten, zurück. Ein stark aufspielender Hannes Möser im Mainburger Tor und durch Torjäger Moritz Berndl, der an diesem Abend acht Mal einnetzte, konnten die Hausherren den vier-Tore-Vorsprung bis kurz vor der Pause aufrechterhalten. Kurz vor der Halbzeit jedoch sah Christoph Würfl für eine unglückliche Aktion die rote Karte. Eine überharte Entscheidung und genau wie bereits im ersten Saisonspiel in Simbach, gingen die Mainburger dezimiert in die Halbzeit. 

Anpfiff der zweiten Halbzeit

In der zweiten Halbzeit wurde die offensive Abwehr der Münchner noch offensiver, mit dem Ziel jeweils zwei Rückraumspieler so eng zu verteidigen, dass die Heimmannschaft nicht ihren Spielfluss entfalten kann. Jedoch fanden die Männer um Kapitän Marius May auch in den Anfangsminuten der zweiten Halbzeit dafür die passende Antwort und bauten den Vorsprung auf 21:16 aus. 40 Minuten lang überzeugten die Mainburger auf ganzer Linie – dann jedoch kam es wie schon vor Wochenfrist zum Knick im Spiel der Hopfenstädter. Plötzlich gelang den Mainburgern im Angriff als auch in der Abwehr fast nichts mehr und die Münchner holten Tor um Tor auf. So gelang den Gästen in der 50. Minute der 27:27 Ausgleich ehe sie im Folgeangriff erstmals in Führung gingen. Nachdem sich Kapitän May und der Münchner Peifer über die ganze Spielzeit ein körperbetontes Spiel führten, war nach Urteil der Schiedsrichter für beide Spieler eine Zeitstrafe notwendig. Nur für beide Spieler war es die jeweils Dritte, die mit einer roten Karte gleichzusetzen ist. Somit standen die Hausherren für die restlichen zehn Minuten ohne etatmäßigen Kreisläufer auf der Platte. 

Angespornt von der zweiten roten Karte gingen die Mainburger über Tore durch Michael Fischbäck, Lukas Schmargendorf und Moritz Berndl mit 30:28 in Führung. Doch wie schon zuvor kämpften sich die Münchner zurück und gingen erneut mit 30:31 in Führung. Mit seinem sechsten Treffer an diesem Abend konnte Boris Covic per 7m-Strafwurf nochmal ausgleichen. Jedoch besaßen die Münchner in der letzten Spielminute den Ball und konnten sich durch einen nahezu unhaltbaren Wurf den Sieg sichern. 

„Sowohl in der Offensive als auch in der Defensive haben wir wie gegen Simbach zu viele Dummheiten gemacht“, analysierte ein sichtlich enttäuschter Semir Hadizdulbic. „Wenn wir uns die zwei Punkte verdienen wollen, müssen wir über 60 Minuten konstant spielen. Da reichen eben in einer ausgeglichenen Liga 40 Minuten nicht aus“, führt der erfahrene Trainer fort. 

Ende der Partie

Erfreulich ist, dass sowohl die Stadt Mainburg in Person von Bürgermeister Helmut Fichtner und Abteilungsleiter des TSV Mainburg Alexander Hauf in der Mittelschulhalle zu Gast waren und sich von der Umsetzung des Hygienekonzepts zu überzeugen. Sowohl der Bürgermeister Fichtner und TSV Vorstand Hauf waren von unserem Konzept vollends überzeugt. „Daher freuen wir uns euch auch in den kommenden Heimspielen, im Rahmen der Hygieneauflagen, in der Hölle Hallertau begrüßen zu dürfen“, so Abteilungsleiter Fabian Kuhns. Nächste Woche geht es für die Herren nach Dietmannsried, wo endlich der erste Sieg eingefahren werden soll.

Einen völlig verdienten Sieg fuhr hingegen die männliche B-Jugend gegen den HC Erlangen ein. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten kämpfte sich die Mannschaft von Trainer Tobias Senger zurück und konnten den hart erkämpften Sieg mit einigen schönen Spielzügen krönen. 

Mit dem zweiten Sieg aus zwei Spielen geht es für die Jungs nächste Woche zur HG Ansbach. „Ansbach ist für mich eine Wundertüte. Sie haben ihr erstes Spiel überzeugend gewonnen, jedoch das Zweite eindeutig verloren haben“, schätzt Tobias Senger seinen nächsten Gegner ein. Unterstützung erhält die Truppe von Rückkehrer Donik Lladrovci, der von der TG Landshut zurück zum TSV Mainburg wechselt. Spielbeginn in Ansbach ist am Samstag um 14 Uhr.

Quelle: freising-online

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