„Hopfareisser“ begeistern Blasmusik-Experten

Bei der Deutschen Meisterschaft in Bamberg hielten die „Holledauer Hopfareisser“ die Fahne des Hopfenlandes hoch und bewiesen mit dem knapp verpassten Titel als Zweiter, dass man sich in der Hallertau auch in punkto böhmisch-mährische Blasmusik nicht verstecken muss. Foto: ma

(ma)

· Die „Holledauer Hopfareisser“ nahmen kürzlich an der dritten Deutschen Meisterschaft der böhmisch-mährischen Blasmusik teil, die anlässlich des 60- jährigen Bestehens der dortigen Don Bosco-Musikanten in Bamberg stattfand. Am Sonntag hieß es, sich gegen sechs Mitbewerber zu behaupten und sich der fachkundigen Jury zu stellen. Diese bestand aus Freek Mestrini, dem langjährigen ersten Flügelhornisten von Ernst Mosch, Klaus Rappl, einem angesehen Komponisten und Dirigenten und Jaromir Vejvoda, Sohn des Komponisten der berühmten „Rosamunde“-Polka und renommierter Jazz-Schlagzeuger. Mit den Stücken „In der Musikscheune“, „Musikantenherz“, „Textilaku“, „Polka Nr. 37“ und „Jehlicka“ erspielten sich die Hallertauer schließlich mit 87 Punkten den zweiten Platz. Lediglich ein Punkt fehlte zum Sieg. Nach Angabe der Jury sei es keine einfache Entscheidung gewesen, wer den Meistertitel verdient habe. Aber auch über dieses Ergebnis freuten sich Rainer Klier und seine Musiker. Die Rhythmusgruppe bildeten Martin Krumbucher an der Tuba, Sebastian Langwieser am Schlagzeug, sowie Magdalena Thumann, Jakob Geisreither und Andreas Stanglmair an den Posaunen. Im hohen Blech spielten Markus Kufer, Sebastian Fichtner, Christoph Weber und Roman Daniel. Die für ihren wohltuenden Klang von der Jury  gelobten Tenorhörner spielten Marco Moosbauer und Christoph Stanglmair und die Klarinetten bliesen Sandra Klier und Barbara Zeilhofer. Diese Formation wurde von der Jury für ihr gutes Polka-Feeling, ihre ausgeglichene Orchesterbalance und ihren wohltuenden Klang in der Bewertung gelobt und so überrascht es kaum, dass sie auch im Vergleich aller Stufen auf Rang fünf kam. Nach dem Wertungsspiel in der Bamberger Kongresshalle musste jede Kapelle im Zelt eine Stunde Program liefern. Bei ihrem Auftritt trafen die Musikanten aus dem Hopfenland dann voll ins Schwarze. Mit hoher Qualität und viel Charme entwickelten sich die „Holledauer Hopfareisser“ zu einem Highlight des ganzen Festes und waren durch ihre sympathische und gesellige Art gern gesehene Gäste und bei allen Festteilnehmern bekannt. Sie bekamen dafür von allen Seiten vollstes Lob und  erhielten auch Einladungen zu weiteren Festivals und angesehenen Festen. Nun also weiß auch nördlich des „Weißwurst-Äquators“ jeder, dass sich die Hallertau auch in punkto böhmisch-mährische Blasmusik nicht zu verstecken braucht und gute junge Leute hat, die mit viel Witz und Charme beste Musik liefern können.

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