Wahl der Hopfenkönigin 2019

Theresa Hagl hat die Krone auf

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Sitzt und steht den neuen Regentinnen: Theresa Hagl (l.) und Lisa Widmann bei der Krönungszeremonie. 

1179 Stimmen erhielt die Siegerin Theresa Hagl aus Oberhornbach, 834 Stimmen entfielen auf die Zweitplatzierte Lisa Widmann aus Hüll - das sind sie - die neuen Hopfenregentinnen! Die Stimmung bei der großen Wahl war großartig, Moderator Alexander Nadler machte einen großartigen Job, vor allem aber verstand er es, es spannend zu machen. An den Tischen war immer wieder von einem Heimvorteil gemunkelt worden.

Die, die so redeten, waren nach dieser Wahl eines Besseren belehrt. Theresa Hagl studiert soziale Arbeit in Landshut und engagiert sich in der Landjugend, spielt Querflöte und reitet gern. Nebenbei ist sie auch noch in der Lage, sich ihr Dirndl selber zu nähen. Lisa Widmann spielt in der Marktkapelle Wolnzach mit, ist gerade dabei, an der Berufsoberschule ihr Abitur nachzumachen und spielt Fußball beim FC Geisenfeld. In ihren Vorstellungen machten beide die Lage der Landwirtschaft allgemein und die der Hopfenpflanzer im besonderen zum Thema. Beide Kandidatinnen erwiesen sich übrigens auch als ausgesprochen musikalisch: Während die spätere Siegerin vorführte, dass sie sogar singen kann griff die spätere Vize-Hopfenkönigin sich ein Instrument aus der Marktkapelle, und blies ihrer Konkurrentin, wenn auch letztlich ohne den gewünschten Erfolg, buchstäblich den Marsch. 

Beide konnten nicht zuletzt durch gezielte Fragen des Moderators auch das aktuelle Thema Natur- und Umweltschutz nicht auslassen. Hier kamen allerdings leichte Unterschiede zum Vorschein: Während die spätere Siegerin die Auffassung vertrat, dass die Landwirtschaft hier einiges beizutragen habe meinte die spätere Vize-Hopfenkönigin, dass hier vor allem andere Wirtschaftszweige gefragt seien. Die Landwirtschaft jedenfalls lebe von der Natur und habe schon deshalb kein Interesse daran, sie zu zerstören. Die große Einigkeit der beiden Kandidatinnen in zentralen Sachfragen ließ schon während der Vorstellungsrunde deutlich werden, dass beide wohl an die Tradition, die ihre Vorgängerinnen Katharina Maier und Maria Kirzinger begründet hatten, fortsetzen werden. Tatsächlich wuchsen die beiden Kandidatinnen auf der Bühne spürbar zusammen, sodass Alexander Nadler vor der Wahl verkünden konnte: „Sie werden es zusammen machen!“ 

Wolnzach Bürgermeister Jens Machold hatte erkennbar große Freude an dieser Großveranstaltung: „Das Herz des Bürgermeisters lacht wie noch mal was!“ Bisher habe die Hopfenregion mit den Hopfenköniginnen immer großes Glück gehabt. „Treffen Sie eine gute Wahl!“ Gegen Schluss der Vorstellungsrunde stand fest, dass die weit über 2000 Stimmberechtigten im Grunde es gar nicht falsch machen konnten. Dabei sind die Fußstapfen, in die die beiden treten sehr groß. Das wurde bei der Verabschiedung der bisherigen Amtsinhaberrinnen durchaus deutlich. Das ging sogar so weit, dass die bisherige Hopfenkönigin bei der Wahl eine Stimme bekam, obwohl sie natürlich nicht wieder antreten durfte. Mehrere stellten dabei allerdings auch die Frage, warum es im Zuge der Gleichberechtigung eigentlich nur Hopfenköniginnen und keine Hopfenkönige gebe. Hierbei verkörperte sich sogar der ansonsten ausgesprochen unterhaltsame Moderator: Einmal fand er das ganz gut, dass es nur Frauen sein, einmal bedauerte er das ein wenig. 

Unter tosendem Applaus wurde sehr bald nach der Auszählung der Stimmen von den bisherigen Amtsinhaberrinnen feierlich der Krönungsakt vorgenommen, bevor Bürgermeister und Hopfenpflanzerverbands-Vertreter mit den übrigen Insignien der Macht wie etwa die Schärpe anrückten. Die Marktkapelle Wolnzach unter der Leitung von Hans Rainer Bettinger hatte alle Hände voll zu tun, vor allem natürlich, als nach der Wahlentscheidung die gesamte „Hopfengemeinde“ aufstand, um die Bayern-Hymne zu singen. Die Hopfenkönigin wirkt nicht nur nach außen als Sympathie- und Werbeträger für das wichtigste Produkt der Hallertau, sondern auch nach innen. 

Das machten nicht nur die beiden Kandidatinnen, sondern auch andere Redner deutlich. Es geht um den Zusammenhalt innerhalb der Branche, der Familienbetriebe, und natürlich der Landwirtschaft insgesamt. Immer wieder wurde dieses Thema in wechselnden Schwerpunkten ventiliert. Dazu kommt, dass die Hopfengärten ein landschaftsbestimmendes Element in der Hallertau sind, weshalb der Bürgermeister der gastgebenden Gemeinde die Hallertau auch den schönsten Fleck auf der ganzen Welt nannte.

Quelle: freising-online

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