Für die Betriebe kein leichtes Unterfangen:

Hopfenpflanzung im Frühjahr: Das Dilemma der Saisonarbeitskräfte

Evelyn Rosenberg auf dem Feld
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Evelyn Rosenberger gab in der Hallertau die „Saison-Arbeitskraft“ bei ihrer Verwandtschaft: Sonst ist sie Gemeinderätin (SPD) in Ottenhofen (Kreis Erding) an der Kreisgrenze zum Kreis Ebersberg.

Es hat in der Summe besser geklappt als gedacht: Auch in der Pandemie haben die Hopfenpflanzer mit Saison-Arbeitskräften aus dem Ausland arbeiten können.

Präsident Adolf Schapfl nannte hier vor allem den stellvertretenden Geschäftsführer Gabriel Krieglmeier, der enorm viel gearbeitet habe, um die Betriebe auf dem Laufenden zu halten. „Die Vorgaben waren ja wöchentlich andere.“ Der Einsatz habe sich gelohnt: Es habe praktisch keine Beanstandungen durch die Gesundheitsämter gegeben. „Das freut uns besonders.“ Einzelne Betriebe haben darauf verzichtet, und zwar mit der Begründung, dass es einfach zu kompliziert sei.

Die Redaktion hat Hopfenpflanzerfamilien erlebt, wo schlicht auch der Freund der Tochter des Hauses ran musste und dann bei leichtem Nieselregen und mäßigen Temperaturen Hopfen ausgeputzt hat, zusammen mit der ganzen Familie, die dafür teilweise aus dem hintersten Ende des Nachbarkreises angereist ist. Das geht nur von Hand, weil es dafür technisch keine Maschinen geben kann. Wieder andere haben sich zusammen getan und gemeinsam über eine Agentur die Saison-Arbeitskräfte ins Land geholt. Das aber war, wie zu erfahren war, auch nicht so ganz problemlos.

Und die Bäuerin stand in der Küche, kochte für über 20 Personen, um sie alle bei Laune und bei Kräften zu halten. Hier regelt übrigens der Markt sehr viel: Wer „seine“ Saison-Arbeiter vernünftig behandelt und bezahlt kann sicher sein, dass diese wieder kommen. Der Verband unterstützte die Mitglieder durch ständig aktualisierte Informationen zum Download, und das Angebot ist auch genützt worden. Unter dem Strich, so die Bilanz des Verbandes, hätten die Frühjahrsarbeiten „fast in gewohnter Weise“ durchgeführt werden können.

Dennoch stehen die Prognosen gut dieses Jahr: Deutschlandweit rechnet der Verband der Hopfenpflanzer mit einer Ernte von 47845 Tonnen Hopfen.

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