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Schwieriger Sommer für Pendler

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Die Autobahnbauer haben ihre Baustellendepots entlang der A 9 zwischen Wolnzach und Schweitenkirchen bereits eingerichtet und sitzen in den Startlöchern.

Während sich die ICE-Trasse im Gemeindebereich on Wolnzach und Schweitenkirchen überwiegend von Nord nach Süd vorarbeitet, macht es die die Autobahn genau umgekehrt. Diesen Sommer treffen sich beide in der Mitte. Allerdings sind auf diesem Teilstück von der Bahnseite nicht so viele Unannehmlichkeiten zu erwarten wie bei der Autobahn. Hier müssen nämlich gleich zwei Autobahnanschlüsse gesperrt werden, wenn auch nicht gleichzeitig.

Während es sich bei der Anschlusstelle Pfaffenhofen nur um eine Schließung von einer knappen Woche dreht, muss Geisenhausen mit einer Komplettsperrung der Autobahnein- und ausfahrt in Richtung Nürnberg zwei ganze Monate ausharren und das genau zur Urlaubszeit.

Der Dienststellenleiter der Autobahndirektion Süd, Johann Schmid, und Sachgebietsleiter Thomas Förg informieren zur Zeit alle zuständigen Behörden und Gremien über die geplante Seitenstreifenfreigabe.

Erste Baustellen- und Rettungszufahrten kann man ebenso schon sehen wie die mobile Asphaltmischanlage der Firma Max Bögl auf der Höhe von Niederthann.

Geplant ist zunächst ein neuer Belag für die linke und mittlere Fahrspur in Richtung Nürnberg, wobei der Verkehr mit einer Spur auf der Gegenfahrbahn und mit zwei weiteren auf dem Seitenstreifen vorbeigeleitet werden soll. Im Anschluss wird dann der Verkehr auf die frisch mit Flüsterteer asphaltierten Straße geleitet und der der eigentliche Ausbau des Seitenstreifens kann beginnen. Dabei werden die Anschlussstellenrampen angepasst, die Beschleunigungs- und Verzögerungsstreifen verlegt und Nothaltebuchten gebaut. Die Brücken sollten verstärkt und repariert werden. Auch an Entwässerung, Schutzeinrichtungen und Lärmschutzanlagen sowie Telematik-Anlagen hat man dabei gedacht.

Da die Autobahnbrücke über die Staatsstraße zwischen Schweitenkirchen und Pfaffenhofen verbreitert werden muss, wird diese Ende Juli bis Anfang August für sechs Tage gesperrt. Hier kann es dann auch auf der Straße zu Einschränkungen kommen. „Wenn man zeitweise niemanden an dieser Baustelle sieht, liegt das daran, dass der Beton gut aushärten muss.“, erklärt Schmid. Fertiggestellt wird die Brücke dann aber hauptsächlich nachts, damit der Verkehr tagsüber nicht so stark beeinträchtigt wird.

Noch schlimmer aber trifft es den Schweitenkirchener Ortsteil Geisenhausen. Hier lässt die Verkehrssicherheit keinen Verkehr während der Bauphase zu. Das bedeutet eine Sperrung von zwei Monaten im August und September. In der Haupturlaubszeit kann dies für viele Betriebe eine Existenzgefährdung darstellen. Aber der Dienststellenleiter verwies auf das Alter und die Länge der Brücke. Der Abbau der Verkehrsführung ist für Mitte Oktober angesetzt. Die Verbreiterung der Brücke mit der lokalen Verkehrsführung ohne die Spurreduktion kann im Nachlauf erledigt werden.

Im Bairischen gibt es ein Sprichwort: „Selten ein Schaden, wo nicht auch ein Nutzen dabei ist.“ Auch hier ist das so - es gibt nämlich gute Neuigkeiten für Lärmgeplagte: Im Zuge des Ausbaus soll die gesamte Länge der Fahrbahn mit einem Flüsterbelag überzogen werden. Außerdem wird die Lärmschutzwand bei der Talbrücke Holledau um die statisch maximal machbaren 50 Zentimeter erhöht.

Wer sich genauer über die Maßnahmen informieren möchte, kann dies auf der Homepage www.A9.bayern.de tun.

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