90 Jahre in 90 Minuten ertanzt

Mit den „Chicago-Showgirls“ aus den 20er-Jahren startete die tänzerische Zeitreise durch neun Jahrzehnte. „Es war einfach super“, feierten die Zuschauer am Ende nicht nur diese Gruppe. Foto: ma

(ma)

· Mit einer fast 90-minütigen Nonstop-Revue präsentierte sich die Tanz- und Schauspiel-Werkstatt Nathalie Greiner (TSW) ihrem Publikum in der Stadthalle Mainburg. Unter dem Motto „Ein bunter Reigen - eine tänzerische Zeitreise von den 20ern bis heute“ zeigten die Schülerinnen das Gelernte des vergangenen Ausbildungsjahres. Für jedes tänzerische Jahrzehnt wurde zeitgenössische Musik ausgewählt und passende Choreographie ausgearbeitet. Die Revue startete in den 20er Jahren mit den Chicago-Showgirls. Die Kleinsten tanzten dann das Märchen der dicken roten Rübe. Die 30er und 40er waren erfüllt mit Kompositionen von Charly Chaplin und die Ballettmädchen präsentierten „Das bunte kleine Hühnchen“. John Travolta ließ aus den 50ern grüßen, gefolgt von den Mini-Jazz-Dance Kids, die mit „Die Grille und die Ameisen“ eine Fabel von Jean de la Fontaine vertanzten. Mit „Love & Peace“ und Klängen aus dem Musical „Hair’“ waren die 60er vertreten. Bei „Die Elfe und das Taschentuch“ spielten dann die Ballettmädchen die Geschichte einer Elfe, die heute ihre Flügel bekommen sollte. In den 70ern durfte „Disco“ nicht fehlen und bei so manchen weckten vielleicht die Songs von „ABBA“ und den „BeeGees“ schöne Erinnerungen. Anschließend verirrte sich Gretel allein im Wald und hatte ordentlich mit Geistern zu tun. Typisch für die 80er Jahre war natürlich die „Neue Deutsche Welle“ und so tanzten die Frauen und Mädchen „Herz and Herz“ mit „Major Tom“ durch dieses Jahrzehnt. Es folgte eine Gruppe „Touristen“ (Ballett), die sich in einem magischen Labyrinth verirrte, an viele Orte gezaubert wurde und dabei jede Menge erlebte. Mit flotter Popmusik aus den 90ern bis heute ging es dann Richtung Finale. Natürlich trugen die Kinder, Teenager und Erwachsene immer das passende Kostüm zum entsprechenden Tanz und Jahrzehnt. Das Publikum, überwiegend die Eltern, Großeltern, Geschwister und Freunde der Akteure, hatte kaum Zeit zum Atemholen, denn das Programm lief in einem Stück durch. Während die Zuschauer also die Darbietung genossen, war hinter der Bühne ein hektisches Umziehen und Vorbereiten auf den nächsten Tanz im Gange. Am Ende gab es dann den wohlverdienten, tosenden Applaus. Fazit vieler Zuschauer: „Es war einfach super!“

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