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Was brennt den Bürgern auf den Nägeln?

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Annette Peter (links) und Judith Kriegel verantworten die Sendung „jetzt red I Europa“ inhaltlich. Sie trafen sich zu einer intensiven Vorbesprechung mit denen, die Fragen an die Politiker stellen wollen. © kuhn

Der Marktgemeinde Au steht ein großes Ereignis bevor, denn dort wird die bekannte Bürgersendung "Jetzt red i - Europa" am Mittwoch, 27. Januar, live aus dem Sudhaus im Schlossbräukeller ausgestrahlt. Doch bevor es so weit ist, fand am vergangenen Montag eine Vorbesprechung im Auer Rathaus statt.

Die Sendung wird spannend, und rund 80 Gäste können im Schlossbräukeller am kommenden Mittwoch, 27. Januar, ab 19.30 Uhr live dabei sein. Sendebeginn für die, die beim Einwohnermeldeamt im Rathaus Au keine Karten mehr haben bekommen können, ist um 20.15 Uhr, und um 21 Uhr ist schon wieder Schluss. Damit möglichst viele eine Chance haben, eine Karte zu bekommen, ist das Kontingent auf zwei Karten pro Abholer begrenzt. Annette Peter und Judith Kriegel verantworten die Sendung „Jetzt red I Europa“ inhaltlich, und sie trafen sich mit denen, die Fragen an den früheren Bundesumweltminister Klaus Töpfer (CDU) und Florian Pronold (SPD) stellen wollen, zu einer Vorbesprechung, in der sie zugeben mussten, dass es ganz sicher interessant wird. Und sie ermunterten die Fragesteller schon mal: „Lassen sie sich nicht die Butter vom Brot nehmen.“ Darum solle auch die Möglichkeit weiterer Rückfragen gegeben werden. Und dann gingen die beiden auf Themensuche. Die Runde derer, die schon mal vorab ausgesucht worden waren, erwies sich als ausgezeichnet vorbereitet. Da war vor allem der Unternehmer Siegfried Janzon, der sich mit dem Freihandelsabkommen gar nicht anfreunden konnte. Er warf den Regierenden in Europa vor, sich den USA hörig gemacht zu haben und konnte anhand konkreter Beispiele nachweisen, dass das TTIP-Abkommen dem Mittelstand in Deutschland massiv schaden kann. Franz Asbeck von der Bürgerinitiative Au, aber nicht nur ihm, war das Thema „Verteilung der Flüchtlinge und Sicherung der Außengrenzen Europas“ ein Anliegen. Hier wurde auch der Bezug zur gastgebenden Gemeinde deutlich. Es sollen betroffene Flüchtlinge auch eingeladen werden, zu kommen. Warum gibt es in Europa keine einheitlichen TÜV-Bestimmungen für Autos? Das war auch so eine Frage angesichts der Rostlauben mit ausländischen Kennzeichen, die dann auch prompt immer wieder in den Unfallberichten bei der Polizei auftauchen. Gelten die bürokratischen Vorschriften für die Landwirtschaft wirklich auch in Süditalien? Wieder ein anderer äußerte hier massive Zweifel. Weil es aber an konkreten Beweisen mangelt dürfte das Thema, so ärgerlich es gerade für die Landwirtschaft ist, schwierig werden. Konkreter dagegen ist die unterschiedliche Besteuerung im Bereich der Gastronomie: Dass in Deutschland 19, in anderen europäischen Ländern aber gerade mal zehn Prozent Mehrwertsteuer fällig werden ist für den Gastwirt Josef Siebler beispielsweise ein massives Ärgernis. Fünf bis sechs Themen werden jetzt ausgewählt. Wer noch etwas hat, der darf sich gern an die verantwortliche Annette Peter unter Telefon 0171/4878319 wenden, sie lud dazu ausdrücklich ein. Einen Tag vor der Sendung wird noch einmal eine Vorbesprechung beim Rosenwirt abgehalten, bei der dann die, die zu Wort kommen sollen, auch mit dem Moderator der Sendung in Kontakt kommen. Der muss natürlich mit den Fragen ein Gesicht verbinden können, erläuterte Judith Kriegel. Bürgermeister Karl Ecker hielt sich bei alledem sehr zurück. Es ist schließlich ausdrücklich eine „Bürgersendung“ und keine Bürgermeistersendung.

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