Hopfenkönigin 2019/2021

Königin wider Willen: Theresas Amtszeit geht in die Verlängerung

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Vor einem Jahr hat Theresa Hagl den Thron bestiegen - nicht ahnend, dass sie eine große Ausnahme unter den Hopfenköniginnen sein würde.

Hopfenkönigin Theresa Hagl geht in die Verlängerung. Als sie vor ziemlich genau einem Jahr von einer Festversammlung in der bis auf den letzten Platz ausverkauften Halle auf dem Wolnzacher Volksfest auf den Thron gehoben wurde konnte niemand ahnen, wie diese Amtszeit verlaufen werde, dass daraus zwei würden.

Weil das ganze Wolnzacher Volksfest ausgefallen ist, wurde natürlich auch dieser zentrale Programmpunkt abgesagt. Dieser Tage bekam sie offiziell die neue Schärpe mit den Jahreszahlen „2019/2021“ aus der Hand von Wolnzachs Bürgermeister Jens Machold. Amtsverlängerung! „Ich hoffe, dass ich die einzige bleibe mit einer solchen Schärpe“, meint sie bekümmert. „Am Montag wäre die Wahl gewesen, es ist einfach schade.“

Im ersten halben Jahr sei noch richtig was los gewesen. „Da hatte ich 80 Termine.“ Aber dann brach alles ab. Keine Volksfeste, auch keine kleineren Events. Sogar, wie berichtet, Absage der „Wies’n“. Der Terminkalender der Hopfenkönigin sieht genau so traurig aus wie der Festkalender der Schausteller, denen übrigens die Solidarität der Hopfenkönigin gilt. Da macht es fast schon nichts mehr aus, dass sie die zweite Amtsperiode ohne die sonst übliche Vizekönigin bestreiten muss: „Lisa Widmann hat die Amtszeit normal beendet und macht aus Zeitgründen nicht weiter“, wusste sie zu berichten. Sie hoffe jetzt, dass im kommenden Jahr wieder mehr los sein werde.

Dann solle vielleicht auch die Fahrt in die USA nachgeholt werden, die bekanntermaßen auch ausgefallen sei. So jedenfalls habe sie sich ihre Amtszeit nicht vorgestellt, gab sie zu. Dabei erwies sie sich als ungemein engagierte Vertreterin der Hopfenpflanzer. Diese hätten enorm viel Arbeit, sagte sie. Sie müssten jetzt für die bald beginnende Hopfenzupf die Erntehelfer organisieren, was bekanntermaßen in diesen Zeiten ein besonderes Thema sei. Sie gehe aber davon aus, dass es nicht so grob werde wie beim Hopfen-Ausputzen im Mai. Das liege daran, dass alle Beteiligten und damit auch die Fachbehörden einen größeren Vorlauf hätten.

Vor einem Jahr hat Theresa Hagl den Thron bestiegen - nicht ahnend, dass sie eine große Ausnahme unter den Hopfenköniginnen sein würde.

Theresa ist trotzdem voller Optimismus

„Im Mai, da kam das alles recht plötzlich, da waren praktisch alle überfordert“, erinnerte sie sich. Sie rechne mit einer recht guten Hopfenernte, denn die Pflanzer seien von Unwetter wie Sturm oder Hagel verschont geblieben, und auch der Regen im August habe dem Hopfen gut getan. Wörtlich die Hopfenkönigin: „Der Hopfen steht gut!“

Dann allerdings sei natürlich als Folge der ausfallenden Volksfeste der Bierkonsum und damit die Nachfrage nach Hopfen eingebrochen. Glücklicherweise seien 90 Prozent des Hopfens so genannter Vertragshopfen, also solcher, für den schon konkrete Abnahmeverträge vorlägen.

Die verbleibenden zehn Prozent seien freier Hopfen, und für den werden sich nach ihrer Einschätzung heuer wohl kaum die alten Preise erzielen lassen. Was die weitere Entwicklung des Hopfenanbaus angeht, übte die Repräsentantin sich in Optimismus und machte deutlich, dass sie voll hinter den Forschungen zu neuen Züchtungen steht. Das gelte vor allem für die traditionellen Sorten, die durch Züchtungen widerstandsfähiger gemacht werden sollen gegen Klimaschwankungen, Krankheiten und Schädlinge.

Das reduziere den Aufwand bei Pflanzenschutzmitteln, was der Umwelt genau wie dem Geldbeutel der Hopfenbauern gut tue.

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