"Kunst am Bau" in Au

In Memoriam an Helmut Münch

Kulturreferent Klaus Stuhlreiter stellte das neue alte Kunstwerk in der Halle vor und wusste auch eine Menge über den Maler Münch selbst

Die Hopfenlandhalle ging 2011 in Betrieb, und jetzt gibt es auch hier endlich „Kunst am Bau“, wie es bei öffentlichen Gebäuden gewünscht ist. „Und sie hat nicht einmal was gekostet“, stellte beim Neujahrsempfang des Marktes Au Bürgermeister Karl Ecker mit deutlich sichtbarem Grinsen fest.

Was jetzt den Neubau schmückt, ist gewissermaßen die Zweitverwendung von einer ganzen Serie von Bildern, die einmal in der Auer Schule hingen, jetzt aber dort nicht mehr gebraucht werden, weil der Landkreis dort bekanntlich eine Realschule einrichtet. Kulturreferent Klaus Stuhlreiter stellte die Werke vor, als würden sie zum ersten Mal gezeigt, und es dürften sicher einige unter den Gästen gewesen sein, die sie zum ersten Mal bewusst wahr genommen haben: Helmut Münch, „der Maler der Hallertau“ (1926-2008) hat sie 1976 für den damaligen alten Schulverband geschaffen: Wunderschöne Ansichten von Gemeinden aus eben diesem Schulverband mit Au in der Mitte, damals noch ohne Marktplatz, aber mit der alten Eisdiele. Dass zum 90. Geburtstag des Malers diese Bilder wieder zu Ehren kommen, freute den Kulturreferent besonders. Als die Bilder plötzlich zur Disposition standen, sei er tätig geworden, berichtete er: „Ich habe vom Karl den bürgermeisterlichen Auftrag bekommen, mich der Sache anzunehmen.“ Das Ergebnis hängt jetzt in der Halle, ausgeführt von einem Team des Bauhofs unter der Leitung von Günter Bauer. „Wir wollten es nicht auseinander reißen“, sagte Stuhlreiter zu dem Ensemble aus einem großen Bild und zehn weitern kleineren Darstellungen, alle auf Holztafeln gemalt. Zu der Frage, ob diese Aufhängung den Bildern nicht schadet, weil immerhin Sonnenlicht dran kommt, habe sich die Gemeinde einer Sachverständigen bedient. Was die Bilder darstellen, darüber begann in der großen Runde ein fröhliches Rätselraten, zumal auch der Kulturreferent hier gewisse Unsicherheiten zeigte. Aber er wusste, dass Bilder von Münch auch an anderen Stellen im Markt Au hängen: Im Café Zintl, im Rathaus, in der Gartenstraße eine Wandgestaltung, die Giebelgestaltung am Leichenhaus in Haslach, und einige Stellen mehr. Er freue sich, dass mit dieser neuen Präsentation der Tendenz, diesen Maler in Vergessenheit geraten zu lassen, entgegen gewirkt werden könne.

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