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Mehr Attraktivität durch verbesserte Infrastruktur

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Hinsichtlich Mainburgs Infrastruktur gibt es noch Handlungsbedarf - da sind sich (v. l.) Schriftführer Max Gruber, Vorstand Josef Beck und Kassier Martin Czekalla vom Bund der Selbständigen - Ortsverband Mainburg einig.  Fotos (2): Zimmer

Mit der Infrastruktur Mainburgs soll es bergauf gehen. Wo gibt es Verbesserungsbedarf, wo muss unbedingt gehandelt werden? Die Vertreter vom Bund der Selbständigen setzten sich mit diesen wichtigen Fragen intensiv auseinander und stellten Ende April einen Antrag an die Stadt Mainburg. Im Rahmen eines zweiten Pressegesprächs erläuterte Vorstand Johannes Beck (Foto) die Gründe für den unabdingbaren Ausbau der Mainburger Infrastruktur.

„Die Mainburger Infrastruktur funktionsfähig machen“ – so formulierte der BDS Mainburg das übergeordnete Ziel in dem am 27. April erstellten Schreiben an Bürgermeister Josef Reiser und den Stadträten. Trotz steigender Anforderungen der zunehmenden Bevölkerung würde die Mainburger Infrastruktur nicht laufend angepasst, wie in dem Antrag zu lesen ist. Deshalb sei ein Ausbau der Infrastruktur unabdingbar, wie Vorstand Johannes Beck, Schriftführer Max Gruber und Kassier Martin Czekalla beim Pressegespräch am vergangenen Freitag deutlich machten. Als erster Punkt wurden die unzureichend ausgewiesenen Gewerbegebiete genannt. Während beispielsweise die Nachbargemeinde Au derzeit 3,5 Hektar Gewerbegebiet zusätzlich ausweist, könne in Mainburg die Nachfrage bereits seit Jahren nicht ausreichend bedient werden, wie Beck betonte: „In den vergangenen Jahren mussten drei Anfragen von Gewerbetreibenden abgelehnt werden, weil es derzeit keine verfügbaren Gebiete gibt. Dadurch verliert die Stadt Arbeitsplätze“. So hätten vergleichbare Kommunen etwa 2000 Arbeitsplätze mehr. Zum Vergleich nannte Beck die Stadt Pfaffenhofen. Während dort der Anteil der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten bei guten 50 Prozent liegt, befinde sich Mainburg mit „nur“ 34 Prozent deutlich dahinter. Hier müssten laut Beck die Weichen gestellt werden: „Wir müssen vor Ort Arbeitsplätze anbieten können, denn nur so wird die Stadt auch für Gewerbetreibende attraktiv“. Handlungsbedarf bestehe Beck zufolge auch bei der Verkehrserschließung. So müssten die Planungen zur Umfahrung Mainburg/Puttenhausen durch die Stadt Mainburg aktiv begleitet werden. „Der Durchgangsverkehr steigert die Aufenthaltsqualität einer Stadt nicht. Die B301 ist derzeit schwer befahrbar, eine gut ausgebaute Straße steigert die Wertigkeit und Attraktivität für die Besucher“, betonte Beck. Ebenfalls sei laut Beck das „hausgemachte Problem“ des Rückstaus am Badkreisel noch immer nicht gelöst: „Hier wurde entgegen der fachplanerischen Empfehlung während des Baus der Köglmühle Straße die Einmündung der Abensberger Straße zu nahe an den Kreisel herangerückt“, erklärte der Vorsitzende weiter. Bis heute nur stückweise umgesetzt sind Infrastrukturmaßnahmen aus der Alstadtplanung TOPOS aus dem Jahr 1984. Diese Maßnahmen hätten laut Beschluss des Stadtrates nach maximal zehn bis 20 Jahren, also bereits bis zum Jahr 2004, realisiert werden müssen. Als weiteres Problem wurde das Defizit von etwa 770 Parkplätzen in der Innenstadt genannt. So hätten laut TOPOS Planung aus dem Jahr 2012 zusätzliche Parkplätze am Griesplatz geschaffen werden müssen. „In Mainburg ist die Stellplatzsituation sehr ungünstig verteilt. Die 170 Plätze am Griesplatz reichen einfach nicht aus und sind mit einer Fußstrecke von 100 Metern für eine einzelhandelsgerechte Bedienung der Altstadt einfach nicht geeignet. Damit Mainburg ein attraktives Ziel bleibt und auch der Einzelhandel davon profitiert, müssen dringend mehr Stellplätze errichtet werden. Die Parkplätze müssen in naher Entfernung und bequem zu erreichen sein. Die beste Distanz liegt bei null bis maximal 100 Metern Entfernung zum Zielgeschäft“, betonte Beck. Auch wenn es um die Internetversorgung geht, gehöre die Hopfenstadt nicht gerade zu den Spitzenreitern, wie Kassier Martin Czekalla berichtete. So hätte der Markt Nandlstadt den Breitbandausbau bereits abgeschlossen und in Betrieb genommen. Trotz Glasfaser gebe es in Mainburg noch verheerende Versorgungslücken, mit denen insbesondere Home-Office Betriebe zu kämpfen hätten. „Es würde uns gefallen, wenn wir mit Nandlstadt gleichziehen und danach gleich die nächsten wären“, so Schriftführer Max Gruber. Obwohl für den BDS Mainburg noch viel Handlungsbedarf besteht, möchten Beck, Gruber und Czekalla nicht nur Kritik üben, denn sie wissen die Stärken der Stadt Mainburg durchaus zu schätzen und sehen großes Potenzial. „Mit allen Schulzügen, Krippen und Ärzten hat Mainburg bereits eine sehr gute Infrastruktur. Es ist eine liebenswerte Stadt mit einem sehr großen Potenzial. Wir möchten uns dafür einsetzen, dass dieses jetzt auch optimal genutzt wird“, betonte Johannes Beck.

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