23:23 gegen TV Roßtal

Unentschieden beim letzten Handball Heimspiel

+
Max Heim wird immer wichtiger für das Mainburger Spiel. 

Den Negativlauf mit den Niederlagen zuhause gegen Erlangen und in Stadeln konnten die Mainburger Landesligahandballer nur teilweise stoppen. Nach dem leistungsgerechten 23:23 Unentschieden im letzten Heimspiel des Jahres war man sich auf TSV Seite aber nicht sicher ob man sich über den Punkt gegen den Tabellendritten aus Roßtal freuen oder sich wegen des verpassten möglichen Sieges ärgern sollte.

Letztendlich waren sich aber alle Akteure und Verantwortlichen einig, dass über den gesamten Spielverlauf gesehen, ein Remis das gerechte Ergebnis war. Alle Mainburger Spieler und Verantwortlichen freuten sich schon lange auf die Partie gegen die Jungs aus der mittelfränkischen Marktgemeinde, denn seit dem diesjährigen Handballer Starkbierfest, an dem ein Teil der Roßtaler Mannschaft als Gäste dabei waren, verbindet beide Teams eine freundschaftliche Beziehung. Und diese bewiesen die Gäste dann auch vor der Partie, als man den TSVlern als Gastgeschenk einen Korb voller Glühweinflaschen überreichte. Aber sofort nach Anpfiff durch den alleine leitenden Schiedsrichter aus München, der das Spiel sehr gut leitete, war es vorbei mit den Gastgeschenken der Roßtaler. Denn die Gäste legten gleich los, in den ersten zehn Minuten wirkten die TSVler als wären sie mit ihren Gedanken völlig woanders, sowohl in der Abwehr als auch im Angriff produzierte man Fehler am Fließband, die die Gäste gnadenlos ausnutzten und mit 6:1 in Front brachten. 

Auf den wieder einmal annähernd voll besetzten Rängen in der Mainburger MS-Halle befürchtete man schon einen ähnlichen Spielverlauf wie bei der letzten Heimniederlage gegen Erlangen-Bruck. Aber der Mainburger Coach reagierte und nahm schon früh seine erste Auszeit, die auch sofort Wirkung zeigte. Er stellte seine Abwehr um und beorderte Christoph Würfl auf die vorgezogene Position und das verlieh der Abwehr um den wieder einmal sehr starken Hannes Möser im Tor, die notwendige Stabilität. Mit vier Torerfolgen in Folge waren die Mainburger dann innerhalb von fünf Minuten wieder im Spiel. Im weiteren Verlauf der ersten 30 Minuten liefen sie trotzdem immer einem Rückstand hinterher. Obwohl die TSVler in der Abwehr gewohnt sicher und aggressiv agierten, produzierten sie im Angriff zu viele Fehler, hinzu kamen dann noch ein paar unnötige Zeitstrafen von zwei Minuten, so dass sie die Fehler der Gäste mehrmals nicht nutzen konnten und mit einem knappen 10:11 Rückstand in die Pause gingen. 

Zu Beginn der zweiten Hälfte schien es, als würde sich das Blatt jetzt zu Gunsten der Hopfenstädter wenden, denn jetzt legten sie einen fulminanten Start hin und machten ihrerseits mit einem 6:1 Lauf aus dem 10:11 Rückstand bis zur 40. Minute eine 16:12 Führung. Aber exakt wie in der ersten Hälfte nahm jetzt der Roßtaler Trainer seine Auszeit und auch diese zeigte Wirkung. Kurz zuvor kassierte Mainburgs Abwehrchef Lukas Schmargendorf seine dritte Zeitstrafe und war somit raus und diese Schwächung nutzen die Gäste um ihren routinierten Kapitän Sebastian Schuh. Sie verkürzten den Rückstand und blieben im weiteren Verlauf immer in Schlagdistanz. Zwar lagen die Jungs um Kapitän Marius May immer mit einem oder zwei Treffern in Front, aber sie konnten sich nicht absetzen. Hinzu kamen dann weiterhin leichte individuelle Fehler, die den Gästen zu leichten Torerfolgen verhalfen sowie unnötige Zeitstrafen (Strafenverhältnis 7:2 gegen Mainburg), so dass die 23:21 Führung nach 54 Minuten in der 56. Minute von den Gästen ausgeglichen werden konnte. In den letzten Minuten hatten beide Teams noch die Möglichkeit, das Spiel für sich zu entscheiden, aber letztendlich trennte man sich friedlich mit dem 23:23 und dieses Remis war dann auch für den weiteren Verlauf des Abends förderlich, an dem die TSVler ihr traditionelles „Weihnachtsspecial“ bei Freibier und Glühwein zelebrierten und die Freundschaft zum Roßtaler Team weiter verfestigt wurde. 

„Wichtig war es, dass wir dieses Spiel nicht verloren haben und unseren Fans zumindest einen Teilerfolg bescheren konnten, wir haben im gesamten Jahr 2019 saisonübergreifend nur zwei Heimspiele verloren und stehen aktuell mit 14:8 Punkten weiterhin sehr gut in der Tabelle. Jetzt heißt es kommenden Sonntag das letzte Spiel vor Weihnachten in Bayreuth erfolgreich zu gestalten um dann in der kurzen Winterpause zu regenerieren und mit voller Kraft in eine erfolgreiche Rückrunde starten“, so der zufriedene Mainburger Spartenchef Markus Ernstberger.

Quelle: freising-online

Auch interessant:

Meistgelesen

Theater-Donnerstag startet mit Claudia Pichler
Theater-Donnerstag startet mit Claudia Pichler
Staatsminister Hubert Aiwanger zu Besuch
Staatsminister Hubert Aiwanger zu Besuch
Mainburger Handballer müssen beim Tabellenzweiten ran
Mainburger Handballer müssen beim Tabellenzweiten ran
Einigkeit beim Wahlkampfauftakt der Stand-Land-Union
Einigkeit beim Wahlkampfauftakt der Stand-Land-Union

Kommentare