Vhs Mainburg

Ein buntes Programm auf 128 Seiten

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Hannelore Langwieser überreicht VHS-Geschäftsführer Matthias Bendl einen selbst gemachten Hopfenkranz.

Gefeiert wird später, 2020, aber dann richtig. 40 Jahre VHS Mainburg, das war für die Verantwortlichen mit der Vorsitzenden Hannelore Langwieser und dem Geschäftsführer Matthias Bendl an der Spitze bei der Vorstellung des neuen Programms mit 128 Seiten Stärke zunächst Auftrag und Aufbruch.

Das wurde in der Feierstunde mit offiziellen Gästen vom Landrat über den Bürgermeister, Behörden- und Wirtschaftsvertretern bis zu vielen Dozentinnen und Dozenten am vergangenen Donnerstag deutlich. Und Arbeit gibt es wahrlich genug, hat doch die VHS Mainburg den Start in das Programm „Alpha Kooperativ“ begonnen, eine Sache, die bisher in der Bevölkerung unterschätzt wird. Es geht um Menschen – Bendl nannte einen Prozentsatz im unteren zweistelligen Bereich – die zwar einigermaßen lesen und schreiben können, beim Ausfüllen von Formularen aber schon auf ernsthafte Probleme stoßen.

Scham, Unwissenheit über Hilfen, kommen hinzu. Jetzt wird auf diesem Feld der Alphabetisierung zusammen gearbeitet: „Lebensweltliche Alphabetisierung“ nannte Bendl das in seiner kurzen Rede. „Wir holen die Leute da ab, wo sie stehen.“ Dabei arbeitet die VHS mit der AOK zusammen, deren Vertreter Norbert Wasner sich wohl nicht lange hat bitten lassen und die AOK eher als Dienstleister sah, aber auch mit dem Landratsamt, für das Andreas Altmann sprach und deutlich machte: „Das mit den Formularen, das ist bei uns im Landratsamt auffällig.“ Zunächst aber muss die VHS hier selbst Kompetenzen aufbauen: „Wir sind im ersten Drittel“, sagte Bendl zum Stand der Schulungen. Bendl nutzte die Gelegenheit aber auch, Dank zu sagen, etwa an die Adresse der Sponsoren aus der heimischen Wirtschaft, aber auch an die der öffentlichen Zuschussgeber.

Der Platz wurde knapp im Saal der VHS, als Matthias Bendl (am Pult) das neue Programm der VHS Mainburg erstmals in der Öffentlichkeit präsentierte.

Bürgermeister Josef Reiser zeigte sich stolz auf die VHS in Mainburg, und Landrat Martin Neumeyer gratulierte der Stadt zu dieser Erwachsenenbildungseinrichtung, die nach den Worten von Matthias Bendl so viele Stunden leistet wie eine zweizügige Grundschule. Unterschied: „Die meisten kommen freiwillig.“ Und sie entrichten auch noch Kursgebühren. Zahlen fielen in dieser Runde natürlich nicht, wohl aber gibt es neue Aufgabenfelder, mit denen sich die VHS an eine Generation wendet, die noch nicht zum klassischen VHS-Publikum gehört: Mit Berufseinstiegsbegleitung, die von Mainburg aus für den ganzen Landkreis organisiert wird, nachdem die VHS sich hier wohl in einem Wettbewerb durchgesetzt hat.

Mit der Business-Akademie Hallertau wendet sich die VHS gezielt an Geschäftskunden. Auch hier wird aktuell aufgebaut. Mit Yoga und einer von der VHS angestellten Lehrkraft geht die VHS auch im Bereich „Gesundheitssport“ neue Wege, wie Bendl weiter ausführte. Verstärkung gibt es neuerdings vom Bundesfreiwilligendienst. Seit dem ersten September ist hier eine Freiwillige in der VHS zu Gange und fiel später, im gemütlichen Teil, vor allem durch die kulinarischen Beiträge angenehm auf. Vorher aber gab es Geschenke von der Vorsitzenden, wobei Hannelore Langwieser auch an die Familien der Verantwortlichen dachte: Das selbst gemachte Hopfenkranzl für Matthias Bendl war dabei ganz sicher gerade in der Zeit der Hopfenzupf eine der nettesten Ideen.

Die musikalische Begleitung übernahmen wie in den Vorjahren „Mare und Miche“, die sich auch ein Lied auf die VHS hatten einfallen lassen: „Bei der VHS, da is‘ was los, da wird die Freud‘ am lernen geschrieben ganz groß!

Quelle: freising-online

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