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Mainburg: ÖDP fordert weiterhin die Stilllegung des Atomkraftwerkes Isar 2

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Von: Lena Hepting

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Unser Foto zeigt von links nach rechts während des Parteitages in Landshut: Gertrud Evrard, Tobias Ruff, Agnes Becker, Bernd Wimmer, Walter Gabriel und Waltraud Brombierstäudl.
Unser Foto zeigt von links nach rechts während des Parteitages in Landshut: Gertrud Evrard, Tobias Ruff, Agnes Becker, Bernd Wimmer, Walter Gabriel und Waltraud Brombierstäudl. © Raschke

Am vergangenen Samstag fand in Landshut der Landesparteitag der ÖDP statt. Klar wurde: Die Partei fordert weiterhin die Stilllegung des Atomkraftwerkes Isar 2.

Am vergangenen Samstag nahmen Mainburgs ÖDP-Ortsvorsitzender Bernd Wimmer gemeinsam mit seinem Ortverbandskollegen Walter Gabriel am Landesparteitag der ÖDP in Landshut teil. Gertrud Evrard und Waltraud Brombierstäudl aus Bad Abbach komplettierten die Delegierten aus dem ÖDP-Kreisverband Kelheim.

Mainburg: ÖDP fordert mehr Sicherheit für Zwischenlager

Agnes Becker, Initiatorin des erfolgreichen Artenvielfalt-Volksbegehrens „Rettet die Bienen“ und Tobias Ruff, Vorsitzender der ÖDP-Fraktion im Münchner Stadtrat sind die neuen Parteichefs. Erstmals gibt es somit eine Doppelspitze. Die rund 250 Delegierten aus den bayerischen Kreisverbänden haben das Duo am Samstag in Landshut ohne Gegenkandidaten mit 94 Prozent (Becker) und 95 Prozent (Ruff) gewählt.

Die ÖDP verzeichnet im Freistaat Bayern einen kontinuierlichen Zuwachs auf inzwischen fast 5000 Mitglieder und will 2023 den Einzug in den Landtag schaffen. In einer Resolution forderten die Delegierten die bayerische Staatsregierung auf, die geplante Stilllegung des Atomkraftwerkes Isar 2 zum Jahresende nicht länger in Frage zu stellen und die Sicherheit der bestehenden Zwischenlager vor dem Hintergrund einer veränderten sicherheitspolitischen Lage zu verbessern.

Mainburg: ÖDP kritisiert das „Atomkraftabenteuer“

Die Atomkraftrisiken wurden durch die beiden GAUs in Tschernobyl und Fukushima offensichtlich. „Das Atomkraftabenteuer muss endlich beendet werden. Mainburg liegt nur 30 Kilometer Luftlinie von Landshut entfernt,“ erläuterte Bernd Wimmer. Die Delegierten aus den Kreisverbänden verurteilten zudem den völkerrechtswidrigen Angriff gegen die Ukraine auf das Schärfste und drückten ihre Solidarität mit den Opfern dieses Krieges aus.

Weiter heißt es in der Resolution: „Mit unserem aktiven, jahrzehntelangen Einsatz für eine nachhaltige und dezentrale Energiewirtschaft haben wir als ÖDP immer daran gearbeitet, unseren Beitrag zur Friedenssicherung in Europa zu leisten.“ Die ÖDP lehnt bekanntlich fossile Energieträger ab und wendet sich gegen die Finanzierung von autokratisch regierten Staaten mittles Öl-, Kohle- oder Gasimporten.

ÖDP-Ortsvorsitzender Bernd Wimmer wurde auf dem Landesparteitag als einer von nur 20 bayerischen ÖDP-Mitgliedern in den Bundeshauptausschuss gewählt. „Dieser Vertrauensbeweis freut mich sehr und ist eine Bestätigung meiner politischen Arbeit vor Ort,“ erklärte Wimmer.

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