Stadt Mainburg verleiht den Umweltpreis

Gewinner ist das Projekt „Bienen bei Wolf“

Die Stadt Mainburg verleiht jedes Jahr den Umweltpreis, der mit 1000 Euro dotiert ist. Heuer geht dieser an die Firma Wolf mit ihrem Projekt „Bienen bei Wolf“ .

Das Landwirt-Ehepaar Wengermeier hat einen Vogel, genauer: Mauersegler und Rauchschwalben. Für ihre Förderung dieser Mückenvertilger gab es jetzt den Preis des Umweltreferenten Pöppel (links).
  • Stadt Mainburg verleiht Umweltpreis
  • Gewinner ist das Projekt „Bienen bei Wolf“
  • Sonderpreis für das Ehepaar Margarete und Alois Wengermeier

Die Träger des Mainburger Umweltpreises stehen fest: Es ist in der Hauptsache die Firma Wolf mit ihrem 2019 gestarteten Projekt „Bienen bei Wolf“, das Eva Gaudlitz initiiert hat, und von dem der Vorsitzende der Geschäftsleitung, Dr. Thomas Kneip, in seiner Antwort auf die Laudatio feststellte, dass das weit mehr sei als bloß ein PR-Gag.

In der Tat: Schulklassen waren schon bei Wolf zu Gast, Gruppen aus der Belegschaft natürlich, aber auch andere Interessierte aus der Öffentlichkeit, die sich von Imker Heinz Mehringer, der die 60000 Bienen betreut, alles zeigen lassen. Das Unternehmen stellt dabei sogar Imker-Schutzkleidung. Kneip setzt bewusst auf eine Breitenwirkung, und genau die war es wohl auch, die die Jury überzeugt hat.

Die Raiffeisen-Bank in Mainburg mit Vorstand Florian Maier sponsert den Mainburger Umweltpreis und setzt damit ebenfalls ein kraftvolles Zeichen. 1000 Euro beträgt das Preisgeld, und das Unternehmen wird diese Summe zur Anlage von Blühflächen einsetzen. Diese sind ja mächtig im Schwange, und damit war man auch schon bei einer Beobachtung von Bürgermeister Helmut Fichtner, der in seiner Laudatio nicht nur die Öffentlichkeitswirkung des Projektes würdigte, sondern auch heraus arbeitete, dass die Preise immer an solche gegangen seien, die sich brandaktuellen Themen widmen.

Blühflächen sind das ganz sicher. Und es sei, so Fichtner weiter, eine enorme Bandbreite, von Schulklassen über Bauprojekte, Fair Trade bis hin eben zu solchen, die sich mit Bienen befassen. Die Firma Wolf sei übrigens der zweite Preisträger mit den überaus nützlichen gelben Brummern. Honig stand bereit, warmer Kaffee. Schließlich traf man sich coronabedingt bei frischen Temperaturen draußen.

Da stand aber auch das Ehepaar Margarete und Alois Wengermeier aus Aufhausen, die Träger des Sonderpreises des Umweltreferenten. Die Landwirte haben sich verdient gemacht um den Erhalt der Population von Mauerseglern und Rauchschwalben, so Konrad Pöppel, nicht nur Umweltreferent, sondern auch dritter Bürgermeister und Vorsitzender des Bund Naturschutz. Er zeigte sich ausgezeichnet vorbereitet und berichtete, dass die Wengermeiers sogar schon ein Nest in ihrem Hausflur gehabt hätten, weil sie vergessen hätten, ein Fenster zu schließen.

Bedrohte Arten stehen im Mittelpunkt

Der Sonderpreis, der ebenfalls von der Jury vergeben und nicht etwa vom Referenten allein zugeteilt wird, richtet sich vor allem an solche Initiativen, die im Kleinen etwas Nachamenswertes im Bereich des Artenschutzes bewirken.

Bedrohte Arten, so Pöppel, stünden hier im Mittelpunkt. Was diese Landwirte tun nannte er „absolut preiswürdig.“ Hier werde ein ganzheitlicher Ansatz sichtbar, schließlich setze sich die Grundhaltung auch bei der Viehhaltung fort.

Der Mainburger Umweltpreis ist geschaffen worden, um solches Engagement zu würdigen. Beide Preisträger bezeichneten in ihren kurzen Dankesworten die Preise als Ermutigung.

Rubriklistenbild: © Kuhn

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