„Freuen uns, dass es endlich wieder losgeht“

Mainburger Handballer: nach langer Pause erster Heimspieltag vor Zuschauern

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Entscheidender Faktor für den Erfolg wird der Mittelblock um May, Schmargendorf, Klaus und Berndl sein.

Die Handballer des TSV Mainburg hatten in den vergangenen Wochen und Monaten einiges um die Ohren: Neben dem üblichen Vorbereitungsstress auf die kommende Spielzeit war ein Thema ständiger Begleiter und wer in den Lagern des Landesligisten das Wort „Hygienekonzept“ in den Mund nahm, brauchte definitiv nicht mit Freudengesang als Reaktion rechnen. Trotz anfänglicher Umsetzungsschwierigkeiten und diverser Auslegungsmöglichkeiten der vom BHV und BLSV vorgeschriebenen Regeln konnte man sich in enger Zusammenarbeit mit der Stadt auf ein Konzept einigen, bei dem die Anforderungen aller Beteiligten erfüllt sind.

Mainburg - „Wir möchten uns an dieser Stelle nochmals bei der Stadt Mainburg, insbesondere dem ersten Bürgermeister Helmut Fichtner und seinen Kollegen Christian Winklmaier und Josef Limmer für die tolle Unterstützung bedanken. An der hervorragenden und kooperativen Zuarbeit aus dem Rathaus erkennt man, welchen Stellenwert der Handball in Mainburg hat und wir freuen uns von Herzen, dass uns Helmut und Kollegen diese Chance geben.“, so Marius May, einer der beiden „Neuen“ im Führungsduo der Handballer. Nach mehreren Vorschlägen und reger Diskussion über die Umsetzungsmöglichkeiten konnte man sich dann zur großen Freude in der Handballabteilung auf ein Konzept einigen, bei dem ganz klar die Sicherheit im Vordergrund steht, aber trotzdem ein Großteil der, sonst immer rappelvollen Hallertauer Mittelschulturnhalle (MS), besetzt werden kann. 

„Das wichtigste ist, dass sich unsere Zuschauer innovativ zeigen“ 

„Dass in Corona-Zeiten bei größeren Veranstaltungen auch eine deutlich größere Anzahl an Regeln und Beschränkungen gelten, daran haben sich die meisten Menschen nach mehr als einem halben Jahr mit dem Virus gewöhnt und genau so wird es in der Turnhalle der Mittelschule auch sein. Das wichtigste ist, dass sich unsere Zuschauer innovativ zeigen und einfach mehr Verständnis mitbringen, wenn so manches in den Abläufen vor und während des Spiels etwas anders ist, als sonst.“, so May weiter. 

Mit Nicolai von Horst, „hauptberuflich“ Torhüter im Landesligateam, haben die TSV-Handballer einen sehr zuverlässigen und kreativen Kopf zum „Hygienebeauftragten“ der Abteilung ernannt und so entstand ein Konzept, das eine Kombination aus Maske und Abstand (Vorgabe der Stadt Mainburg) vorsieht: „Die Ränge der MS-Turnhalle sind mit festen Sitzplätzen markiert und jeder Besucher bekommt seinen Platz am Eingang zugewiesen, dadurch schaffen wir zum einen eine optimale Nachverfolgbarkeit im Ernstfall (Infektion), zum anderen können wir die Kapazitäten in der Halle optimal ausnutzen. Maskenpflicht gilt in der gesamten Halle, auch während des Spiels und trotz Abständen zwischen den Sitzplätzen – das war die Vorgabe der Stadt Mainburg und daran halten wir uns natürlich“, so von Horst über die Pläne bei den Heimspielen der Herren

Der Optimalfall wäre, wenn Freunde, die eh zusammen sitzen wollen, auch gemeinsam zur Halle kommen, desto größer die einzelnen Zuschauergruppen, desto weniger Platz ginge verloren, so von Horst weiter und es sei auch schwierig, nachträglich Sitzplätze neben bereits „verplanten“ Gruppen zu generieren, da die Abstände sonst nicht mehr stimmen. Die Handballer haben dafür extra eine Reservierungsmöglichkeit eingerichtet, sodass ein Besucher gleich mehrere Sitzplätze „buchen“ kann. Dauerkartenbesitzer könnten sogar einen saisonlangen, festen Sitzplatz hinterlegen lassen. 

Vorfreude überwiegt 

„Wir freuen uns, dass es endlich wieder losgeht. Die letzten Wochen waren unglaublich anstrengend, aber wenn ich daran denke, dass wir Samstagabend endlich wieder mit unseren Handballfreunden bei den Spielen der Damen, Herren und der Kinder in der Halle sein dürfen, dann hat sich der Aufwand definitiv schon gelohnt.“, so der, ebenfalls neu-gewählte Abteilungsleiter Fabian Kuhns.

Hochklassige Gegner zum Heimspielstart 

Das Heimspielwochenende der Handballer könnte auch sportlich nicht besser starten: So eröffnen mit der männlichen B-Jugend und der ersten Herrenmannschaft gleich zwei Landesligamannschaften den ersten Heimspieltag der Saison und den Abschluss bilden dann die Handballdamen, die sich nach einer großartigen Saison 2019/20 auch wieder als Bezirksoberligist bezeichnen dürfen. 

Herren eins müssen Auftaktpleite wiedergutmachen 

Bei der ersten Herrenmannschaft ist das Ziel klar definiert: Da weitermachen, wo man im ersten Spiel in Simbach nach ungefähr 40 Minuten aufgehört hatte. Aus einer hervorragenden Abwehrarbeit heraus mit zwei schnellen Pässen zum Gegenstoß ansetzen und den Gegner so überrumpeln. „Leider hat uns die rote Karte von Lukas in der 35. Minute letzte Woche komplett aus dem Konzept geworfen, was für meine Jungs wirklich sehr schade war, da sie bis dahin eine wirklich erstklassige Leistung gezeigt hatten. Trotzdem dürfen wir nach so einer Entscheidung nicht dermaßen unter die Räder kommen.“, resümiert Chefcoach Hadzidulbic die Auftaktpleite seiner Schützlinge. 

Am heutigen Samstag kommt mit der zweiten Mannschaft der HT München eine wahre „Wundertüte“ nach Mainburg, da die beiden Teams noch nie aufeinandergetroffen sind, ist auch die Vorbereitung auf den Gegner deutlich schwieriger als sonst: „Wir schauen nur auf unser Spiel. Wir wissen genau, was wir können und dass, wenn wir an der Leistung aus der ersten Halbzeit letzte Woche anknüpfen, niemand Punkte aus der „Hölle Hallertau“ mit nach Hause nimmt.“, so der Bosnier selbstbewusst. Anpfiff bei den Herren ist um 18 Uhr, davor spielt die männliche B-Jugend um 16 Uhr und danach die BOL-Damen um 20 Uhr. 

Handballer empfehlen Zuschauern, frühzeitig an der Halle zu sein 

„Da wir aufgrund der Auflagen deutlich weniger Sitzplätze haben als sonst, bitten wir alle Fans, so früh wie möglich an der Halle zu sein, um noch einen Platz zu ergattern und, wenn möglich, den Kontaktverfolgungszettel bereits vorab auszufüllen, dadurch vermeiden wir lange Schlagen am Eingang.“, so von Horst über die Abläufe beim Einlass in die Halle. Den Nachweis zur Kontaktverfolgung gibt es zum Download auf der Homepage.

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