Mainburger Lions starten Direkthilfe für Haiti

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burg (ma) · Haiti - eines der ärmsten Länder der Welt, liegt in Schutt und Asche. Mitten drinnen, in einem Stadtteil der Hauptstadt Port-au-Prince, gibt es eine Schule, da wissen die Kinder, dass es in Europa eine Stadt mit dem Namen Mainburg gibt. Und genau so gibt es hier Menschen, denen eben diese Kinder am Herzen liegen und die Helfen wollen. Hans Bachner, im Lions Club Mainburg-Hallertau für die Haiti-Projekte zuständig, ist fassungslos: „Ein Land, seit jeher geprägt von sozialer Ungerechtigkeit und grenzenloser Armut, durchlebt die Hölle. Jetzt ist es wichtig beim Wiederaufbau zu helfen und das werden wir, der Lions Club tun!“ Hans Bachner weiß von was er spricht. Bereits bei seinem ersten Besuch auf der Insel hatte ihn die Armut in diesem Land betroffen gemacht und er reiste nach Hause mit dem Ziel zu helfen. Damals in eigener Mission, besuchte er seine Adoptiv-Töchter. Vor über einem Jahr durfte er die Mädchen dann nach Deutschland holen. Auch diesen Besuch auf Haiti nutzte Hans Bachner, um für Hilfsaktionen des Lions Clubs Mainburg Hallertau Kontakte zu knüpfen und den Bedarf zu ermitteln. Der zweifache Vater ist unendlich dankbar und glücklich seine Mädchen in Sicherheit und in seinen Armen zu wissen. Doch gerade durch das Engagement des Lions Clubs vor Ort kennt Hans Bachner die vielen Mädchen und Jungen jedes Alters, die jetzt Hilfe brauchen. „Zwischenzeitlich verbindet den Lions Club Mainburg Hallertau und Haiti zwei Projekt „Schulen / Brillen für Haiti“ und viele intensive Freundschaften mit Menschen, die vor Ort ihr möglichstes leisten, um neue Perspektiven zu schaffen.“ berichtet der Mainburger. Hans Bachner steht mit diesen Menschen, soweit telefonisch erreichbar, in direktem Kontakt. Natascha, die Schulleiterin hat das Beben überlebt und kämpft jetzt um das Überleben und die Sicherheit der Kinder. Vor der Katastrophe fing die Schule über 200 Kinder auf und versorgte sie mit Bildung und Nahrung. Jetzt dient der solide gebaute Schulanbau, durch den Lions Club realisiert und erst im September eingeweiht, als Zufluchtsstelle für Kinder aus der Region. Das zweistöckige Haupthaus hingegen hat es schlimm erwischt und kann bis auf weiteres nicht genutzt werden. Glück im Unglück ist, dass das Gebäude nach wie vor steht und somit die gut gefüllten Trink-Wassertanks auf dem Dach und das Pumpensystem das Beben heil überstanden haben. Das dazugehörige Waisenhaus muss wegen Einsturzgefahr aufgegeben werden und die Zukunft ist ungewiss. Die Kinder konnten aber in Sicherheit gebracht werden. Schule soll wieder aufgebaut werden Die Meldung, die Hans Bachner in unregelmäßigen Abständen bekommt, sind nicht die besten, aber sie sind Anlass nicht ganz zu verzagen: „Die Zustände vor Ort sind nach wie vor chaotisch und tagelang wussten wir nicht, wer das Beben überlebt hat. Neuesten Meldungen zufolge hat die Schule gute Chancen wieder aufgebaut zu werden und wir, der Lions Club Mainburg und hoffentlich ganz viele Menschen aus Mainburg werden das möglich machen!“ sagt Hans Bachner und auch in seinen Augen sieht man bei aller Traurigkeit auch die Hoffnung aufblitzen. Tatsächlich hat das Beben den Stadtteil der Schule in Port-au-Prince arg erwischt. Viele Häuser sind zerstört und es gibt viele Tote. Es kann im Augenblick nicht gesagt werden, wie viele Lehrer und Schüler, die zwischenzeitlich nicht bei der Schule aufgetaucht sind, überlebt haben. Viele Familien haben die Gegend auf der Suche nach Verwandten und Freunden verlassen. „Diese Meldungen, die chaotischen Zustände, die Verzweiflung der Menschen, die eingeschränkten Versorgungs- und Hilfsmöglichkeiten machen und besonderes traurig.“ so Hans Bachner. Doch tatenlos Zusehen, dass ist für die Mainburger Lions keine Option. Sofort wurde geprüft, welche direkte Hilfe möglich ist. Dabei wurde schnell klar, dass die chaotischen Zustände prompte Aktionen unmöglich machen. Durch die zuständige Organisation „HaitiCare“ ist die Lebensmittel-Versorgung der Schule fürs erste gesichert. Viel wichtiger ist es jetzt, so schnell wie möglich bei dem Wiederaufbau zu helfen. „Desto schneller die Infrastruktur der Schule wieder hergestellt wird, um so schneller können die Kinder wieder in einen geregelten Ablauf einsteigen und vielleicht ein wenig vergessen, was sie durch ihre jungen Augen sehen, erleben und ertragen mussten.“ hofft Hans Bachner und bittet im Namen vom Lions Club Mainburg-Hallertau um Spenden: Spendenkonto für Haiti Lions Hilfswerk e.V. Konto: 200 22 89 90, BLZ: 701 696 93 Raiffeisenbank Hallertau e.G. Verwendung: „Erdbebenhilfe Haiti“ Auf der Internetseite www.lions-projekt-haiti.de werden die neuesten Meldungen tagesaktuell veröffentlicht.

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