Michael Senger

Auf die Profistraße eingebogen

Das ganze Dorf Walkertshofen ist stolz auf Michael Senger.

Der überraschende Abstieg des FC Ingolstadt aus der 2. Bundesliga hatte auch für die 2. Mannschaft der Schanzer enorme Auswirkung. Sie musste, obwohl man in der Regionalliga Bayern einen guten Mittelfeldplatz belegte, zwangsabsteigen, und spielt nun in der neuen Saison in der Bayernliga Süd (5. Liga).

Dadurch erhielten die vielen talentierten Spieler Angebote aus der dritten und vierten Liga. So wagte der Ergoldsbacher Paul Grauschopf den Sprung in die 3. Bundesliga und spielt fortan bei der SpVgg Unterhaching. Auch zwei weitere Spieler aus der Region wollten nicht in der 5. Liga in Ingolstadt bleiben. So unterschrieben der Nandlstädter Lukas Gerlspeck und der Walkertshofener Michael Senger einen Profivertrag beim VfR Aalen. Die Aalener stiegen im Sommer von der 3. Bundesliga ab und wollen mit jungen, talentierten Spielern die Rückkehr in die 3. Liga schaffen. Unter dem neuen Trainer Roland Seitz wird unter absoluten Profibedingungen gearbeitet. Nach acht Spieltagen liegt man aber in der Regionalliga Süd-West hinter den Traditionsvereinen 1. FC Saarbrücken, Kickers Offenbach oder dem SSV Ulm im Mittelfeld der Tabelle. 

Neuzugang Michael Senger findet sich im neuen Umfeld schnell zurecht und wurde bisher in allen acht Punktspielen eingesetzt. Beim 0:0 gegen den Tabellenzweiten TSV Steinbach-Haiger zählte er über 90 Minuten auf seiner Lieblingsposition „Linkes Mittelfeld“ zu den auffälligsten Spielern. Der inzwischen 21-jährige stammt aus einer fußballbegeisterten Familie. Sein Opa war einst eine wichtige Stütze in der Gründungsmannschaft des FC Walkertshofen. Sein Vater war dann in den 80er bzw. 90er Jahren eine feste Größe bei seinem Heimatverein. So ist es nicht verwunderlich, dass der dritte Michael Senger sich bereits mit sieben Jahren der F-Jugend der SG Attenhofen/Walkertshofen anschloss.

Nach drei Jahren wechselte sein Trainer und Förderer Roy Deharde von Attenhofen zum FC Mainburg und nahm seine drei besten Spieler gleich mit. Dies waren Lukas Bergermeier, Yanick Deharde und eben Michael Senger. Beim FC Mainburg spielte Senger drei Jahre. Gleichzeitig trainierte der ehrgeizige und talentierte Mittelfeldspieler im Stützpunkt Schierling mit. 2011 wurde dann der FC Ingolstadt auf das 13-jährige Talent aufmerksam. Ab der Saison 2011/12 wechselte er zu den Schanzern und durchlief von der U14 bis zur U19 (Bundesliga) sämtliche Juniorenteams. 2017 bekam er dann seinen ersten Profivertrag. Das erste Jahr im Herrenbereich kam er auf 15 Einsätze und im vergangenen Jahr beim Regionalligisten FC Ingolstadt II wurde er Stammspieler und war 30mal im Einsatz. 

Nun wagte er das „Abenteuer VfR Aalen“ und kommt nur noch selten nach Hause. Er, der immer noch der bescheidene und bodenständige Junge ist, weiß, dass er seinen Eltern viel zu verdanken hat. Seine Mutter Sabine war es meist, die ihn erst nach Attenhofen, dann in unzähligen Trainingsabende und Spiele nach Mainburg, Schierling und Ingolstadt fuhr. Nicht nur seine Eltern, sondern das ganze „fußballverrückte“ Dorf Walkertshofen ist stolz auf „seinen“ Fußballprofi. Alle werden die weitere Karriere gespannt verfolgen und ihm die Daumen drücken!

Quelle: freising-online

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