Musikkabarett mit Matthias Ningel

Was man halt so alles (nicht) braucht

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Der Nachwuchskabarettist Matthias Ningel geht vergnüglich der Frage nach, was man zum Leben braucht - und was man nicht braucht. Er ergründet witzig, geistreich und originell die gegenwärtige Hochkonjunktur von Beißschienen und unterscheidet Geiz von Sparsamkeit. 

Singend und Klavierspielend - ein philosophisches, „meenzerisches“ Musikkabarett, das Spaß macht. Das erwartet die Besucher beim „Theater Donnerstag“ im Monat Februar. Auf dem Programm am 21. Februar, um 20 Uhr im LSK-Theatersaal, steht „Kann man davon leben?“ von und mit Matthias Ningel.

Jüngst mit dem „Fohlen von Niedersachsen“ ausgezeichnet, sinnniert er in seinem aktuellen Bühnenprogramm vergnüglich über das Leben und die Frage, was man zum Leben braucht. In der Begründung der Jury für den begehrten Nachwuchspreis für Kabarettisten heißt es: „Matthias Ningels mitreißendes verbales und musikalisches Spiel ist witzig, geistreich und originell. Auf der Bühne schafft er Unglaubliches an Ideen, Songs und Klavierbegleitung.“ Das Publikum der Mainburger Kleinkunstreihe darf sich also auf freche Kritik freuen, ohne jedoch im Pessimismus zu ertrinken. 

Wo andere Kabarettisten den Zeigefinger erheben (einige sogar eher den Mittelfinger), hebt Matthias Ningel den Daumen und lenkt den Fokus weg von denen, die ohnehin viel zu viel Aufmerksamkeit bekommen, hin zu denen, die mit ihren Ideen als Vorbild dienen können. Er verklappt keinen Missmut in den Köpfen seiner Zuschauer, sondern pflanzt zarte Sprösslinge der Zuversicht, huldigt zeitlosen Tugenden und entwirft kleine Utopien. Er erlaubt es sich und seinem Publikum zu träumen: Träume von einer Welt mit Skandalmangel, liebevollen Deine-Mudda-Sprüchen, aber auch von Strip-Trivial Pursuit und ungewöhnlichen aber erfolgreichen Flirt-Strategien. Und davon kann man Leben?

Offensichtlich! Der mit zahlreichen Preisen dekorierte Künstler präsentiert qucklebendig, singend und klavierspielend philosophisches Musikkabarett, das Spaß macht und eine schöne Erkenntnis bereithält: Deine Mudda kann gut kochen! Oder um es mit den Worten eines Zuschauers zu sagen: Das einzige, das den zu tiefen Blick in den Spiegel verstellte, den Matthias uns vorgehalten hat, waren die Lachtränen. Für die Vorstellung im LSK-Theatersaal, gab es bei Redaktionsschluss noch einige Restkarte. Eine Nachfrage im Kulturreferat der Stadtverwaltung (08751/70423) oder an der Abendkasse, ob Karten zurückgegangen sind, lohnt also allemal.

Quelle: freising-online

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