Muss bezahlbar sein

Der Landshuter OB Hans Rampf (2. v. l.) war heuer Ehrengast des CSU-Familienfestes in Leibersdorf, worüber sich CSU-Kreischef MdL Martin Neumeyer, Ortsvorsitzende Petra Högl, Mainburgs 2. Bürgermeisterin Hannelore Langwieser und Vize-Ortsvorsitzender Werner Schranner (v.l.) freuten. Foto: ma

Morasch: Energiewende schon vollzogen

Albert Morasch zeigte sich in seinem Grußwort erfreut, den Oberbürgermeister der niederbayerischen Regierungshauptstadt Landshut in der Gemeinde Volkenschwand zu Besuch zu haben. Er berichtete, dass viele Bürger zum Einkaufen, aber auch zum Arbeiten nach Landshut fahren, da vielen Landshut näher liegt. Ebenfalls konnte das Gemeindeoberhaupt eine positive Energieentwicklung in der Gemeinde Volkenschwand aufzeigen. „Die Gemeinde Volkenschwand hat die Energiewende bereits vollzogen“, so Albert Morasch in seinem Grußwort. Der Landtagsabgeordnete Martin Neumeyer sprach in seinem Referat den unschönen Umgang der Startbahngegner mit Alexander Dobrindt an. „Wenn man nicht einmal miteinander reden kann und anstatt Worte Tomaten auf den Kopf bekommt, ist das sehr bedenklich und unakzeptabel“, so Neumeyer. Er sagte auch, dass man gerne unterschiedlicher Meinung sein kann, damit habe er kein Problem. Es sollte aber möglich sein, sich sachlich mit den Themen auseinander zu setzen. „Deutschland hat unendlich viel Energie“ Da pflichtete ihm auch der Oberbürgermeister der Stadt Landshut bei. Hans Rampf, der vor seiner Wahl zum OB im Jahre 2004 25 Jahre lang erfolgreicher Unternehmer in Landshut war, stellte auch eine zunehmende verbale Aggression fest. Mit vielen Bürgern sei eine normale Diskussion zu Themen wie etwa Westtangente möglich, aber mit vielen eben auch nicht. Dies fände er sehr schade und trage nicht zum Demokratieverständnis bei. Beim Thema Energieversorgung der Zukunft wies er daraufhin, dass Deutschland unendlich viel Energie hat, aber trotzdem dreiviertel der hietzulande genutzten Energie importiert. Für zukunftsfähig hält er einen Energiemix aus Wind-, Solar-, Wasser-, Bioenergie und Geothermie. Diese Energieformen stehen weltweit unendlich zur Verfügung. Ihr Potenzial ist bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Rampf weiter: „Bei den erneuerbaren Energien haben wir die Chance, die Ausgaben zumindest weitgehend in der Region zu halten. Somit werden lokale Wirtschaftskreise geschlossen und die Wertschöpfung und die Arbeitsplätze bleiben in der Region.“ Dabei beachte die Stadt Landshut drei Schwerpunkte, wobei ein wichtiges Augenmerk auf der sozialen Verantwortung liege. Denn der Ausstieg aus der Atomenergie dürfe nicht nur für die Betuchteren, sondern für alle und jedermann möglich sein. Ein wichtiger Baustein in der zukünftigen Energieversorgung der Stadt Landshut sei der Umbau der Müllverbrennungsanlage in ein Biomasseheizkraftwerk. Dazu wurde bereits ein Brennstoffversuch durchgeführt, wobei die geltenden Grenzwerte eingehalten werden konnten. Darüber hinaus ist der Aufbau eines Fernwärmenetzes geplant. Ein weiterer Aspekt sind auch die Umrüstungsüberlegungen zur Eigen-Stromerzeugung der Stadtwerke. Rampf: „Es kommt ein Puzzle zum anderen, so dass die Stadt Landshut das Ziel, bis 2037 energieautark zu sein, nicht aus den Augen verliert.“ Petra Högl bedankte sich mit einem Präsent für die mutigen und auffordernden Worte des Oberbürgermeisters und wünschte noch allen Besuchern schöne Stunden in Leibersdorf. Der Dank galt allen Helfern, insbesondre Rudi Stadler, Werner Schranner und Reinhard Linseisen. Die Musikanten spielten Holledauer Lieder auf, die Randlkofers verwöhnten die Gäste mit herzhaften Schmankerln und der Elternbeirat des Kindergartens „St. Maria“ Großgundertshausen verkaufte leckere, selbstgebackene Kuchen zu einem wohltätigen Zweck. So war das Familienfest eine gelungene, runde Veranstaltung, die auch bei Temperaturen um 17 Grad durch die erfrischende Rede des Oberbürgermeisters Hans Rampf die Herzen erwärmte.

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