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Das Ehrenamt hat viele Gesichter

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Ein Hoch auf das Ehrenamt: Karl Ecker hatte wieder zum Neujahrsempfang für die Freiwilligen in der Gemeinde eingeladen. Fotos (2): Kuhn

Gerappelt voll bis auf den letzten Platz war´s am vergangenen Freitag in der Hopfenlandhalle beim Neujahrsempfang des Marktes Au/Hallertau. Für 240 geladene Gäste wurde der Saal festlich geschmückt, ein Buffet aufgebaut, eine Musik engagiert und der Landrat eingeladen. Neben den offiziellen Gästen durfte Bürgermeister Karl Ecker (Foto) vor allem auch viele Ehrenamtliche begrüßen.

Es war der Tag des Ehrenamtes für Au. Für 240 Menschen hatte der Markt Au die Hopfenlandhalle festlich geschmückt und ein Buffet aufgebaut, eine Musik engagiert, und den Landrat eingeladen. Es war für Bürgermeister Karl Ecker der angemessene Anlass, all denen zu danken die eben etwas mehr tun als nur das, was sie tun müssen egenüber dem FORUM machte Bürgeram Rand auch deutlich, warum er an diesem Tag darauf verzichtet, irgendwelche Ehrungen vorzunehmen: „Ich weiß, dass manche Kollegen das machen, und es wäre auch ein angemessener Rahmen. Ich habe aber die Sorge, dass ich dann den einen oder anderen vergesse. Das soll ein Abend für alle Ehrenamtlichen sein, und darum machen wir das so.“ Er machte es kurz, verzichtete auf eine Ansprache zum Sektempfang im Foyer, sondern lud gleich in den Saal ein. „Das Ehrenamt in Au hat viele Namen und viele Gesichter. Das schöne an dieser Aufzählung ist: Der Vielfältigkeit des Ehrenamtes sind keine Grenzen gesetzt.“ Ecker rechnete vor, dass die hier eingeladenen zu den 31 Millionen Menschen in Deutschland gehören, die sich ehrenamtlich engagieren. „Menschen also, denen es nicht egal ist, wie es in ihrer Gemeinde aussieht, die selbst anpacken.“ Er stellte aber auch das Ehrenamt in einen größeren gesellschaftlichen Zusammenhang: „Der Glaube an die Allmacht und Allzuständigkeit des Staates war schon immer ein schlechter Ratgeber“, formulierte er, warnte aber sofort: „Das bedeutet allerdings nicht, dass engagierte Bürgerinnen und Bürger die Lückenbüßer für den Staat werden sollen. Die Bürgerschaft ist kein Reparaturbetrieb für den Staat.“ Er forderte vielmehr ein, dass es eine Balance zwischen staatlichem und bürgerlichem Handeln geben müsse. Landrat Josef Hauner schloss sich den Worten des Bürgermeisters an, konnte aber nach der Rede Trumps den Ausflug in die Politik nicht lassen. Er erntete Beifall, als er Europa als Friedensprojekt bezeichnete und orakelte, dass die Bedeutung Europas jetzt wohl steigen werde. Was der Markt Au veranstalte bezeichnete der Kreischef als „mit die wichtigste Veranstaltung einer Gemeinde im Laufe eines Jahres“ und meinte das gerade mit Blick auf die Zielgruppe der Ehrenamtlichen. Er wusste wo er war, erinnerte an die Errichtung der Realschule in Au, kündigte für 2019 den Erweiterungsbau an, und rief die Auer auf, noch einen passenden Namen für die Realschule zu finden. „Wir sind empfänglich für Vorschläge“, so der Kreis-Chef, der ansonsten die ausgezeichnete Zusammenarbeit zwischen Markt Au und Kreisverwaltung lobte und den Markt Au nebenbei „vorn dran“ sah etwa bei der Kinderbetreuung. 200 Plätze oder 32 Prozent der Kinderzahl in dem Alter, das sei „bedarfsgerecht.“ Die musikalische Umrahmung besorgte die neu gegründete Formation „D’Ohrnwuzler“.

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