Bis Mitte 2021 soll Neuausrichtung feststehen

Die ÖDP will beständig nachbohren: Geht was weiter bei der kassenfinanzierten Kur?

Drei Männer stehen vor einem Werbeplakat
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Das Bild zeigt v.l.: ÖDP-Kreisrat und 3. Bürgermeister Ferdinand Hackelsperger, ÖDP-Bezirksrat Urban Mangold und Bürgermeister Dr. Benedikt Grünewald vor der Kaiser-Therme. Die Kommunalpolitiker wollen, dass wieder mehr ärztlich verordnete kassenfinanzierte Kuren möglich sind.

Alle drei Monate will Bezirksrat Urban Mangold im Bezirkstag nachfragen, wie weit das Verfahren zur Wiedereinführung der kassenfinanzierten Kur schon ist. „Die bloße Vorlage eines Gesetzentwurfs reicht uns nicht. Da muss schon vor der Bundestagswahl was Konkretes passieren“, fordert der ÖDP-Politiker.

Ohnehin wird im Bezirkstag, der für die Thermalbäder zuständig ist, derzeit über deren künftige Struktur diskutiert. Bis Mitte 2021 soll die Neuausrichtung feststehen. Dem ÖDP-Bezirksrat geht die Debatte nicht weit genug. Er meint: „Jetzt in der Krise ist der richtige Zeitpunkt, um eine größere staatliche Wertschätzung für die präventive und therapeutische Wirkung der in den Heil- und Thermalbädern angebotenen Kuren einzufordern. Es sollen wieder mehr ärztlich verordnete kassenfinanzierte Kuren möglich sein“.

Der Bezirkstag hat den Bezirkstagspräsidenten auf Initiative von Urban Mangold Anfang Dezember gebeten, sich hierzu an Minister Spahn und Ministerpräsident Söder zu wenden, berichtet die ÖDP. „Auch das ist bereits geschehen. Nun kommt es darauf an, dass die notwendigen gesetzlichen Änderungen tatsächlich abgeschlossen werden“, sagt Mangold. 

Jetzt müssen auch Taten folgen

Genau beobachten will der ÖDP-Bezirksrat deshalb, ob den Ankündigungen auch Taten folgen. „Ich werde jetzt im Bezirkstag, der für die Bäder zuständig ist, beständig nachhaken, was der Stand der Dinge ist. Nicht, dass dann nach der Wahl der Gesetzentwurf vergessen ist!“.

ÖDP-Kreisrat Ferdinand Hackelsperger, zugleich 3. Bürgermeister in Bad Abbach, will auch im Kreistag regelmäßig nachfragen, da ja auch der Landkreis und die Gemeinde an der Kaiser-Therme in Bad Abbach beteiligt sind und die aufzubringenden Umlagen erheblich steigen. Auch Bürgermeister Dr. Benedikt Grünewald ist es ein Anliegen, dass die erhoffte Gesetzesänderung kommt. Deshalb war er beim Besuch des ÖDP-Bezirksrats am Freitag dabei.

Die Therapien in den Heil- und Thermalbädern haben nach Ansicht der drei Kommunalpolitiker eine gesamtgesellschaftlich und volkswirtschaftlich positive Wirkung, beispielsweise im Zusammenhang mit der betrieblichen Gesundheitsförderung: „Kuren reduzieren Behandlungskosten an anderer Stelle und erhalten die Arbeitskraft. Die Gesundheitsreform der 90er Jahre mit ihrem Kahlschlag bei den Kuren war übertrieben und viel zu weitgehend. Deshalb sollen die Kurorte nach Ansicht der ÖDP wieder eine zentralere Rolle im Gesundheitssystem spielen“.

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