Landtagsabgeordnete Petra Högl stellt sich den Fragen

„Ohne die Verwaltungsangestellten an den Schulen läuft gar nichts“

MdL Petra Högl (2.v.l.) im Austausch mit den Verwaltungsangestellten der Grund- und Mittelschulen im Landkreis Kelheim.
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MdL Petra Högl (2.v.l.) im Austausch mit den Verwaltungsangestellten der Grund- und Mittelschulen im Landkreis Kelheim. Mit auf dem Bild sind auch die Personalratsvorsitzende der Mittelschule Abensberg, Kirsten Kirmeier (l.), Verwaltungsangestellte Angelika Mandlik (2.v.r.) und der Rektor der Aventinus-Mittelschule Wolfgang Brey.

Auf Initiative von Angelika Mandlik, Verwaltungsangestellte und Personalrätin an der Aventinus-Mittelschule in Abensberg, hat sich die Kelheimer Landtagsabgeordnete Petra Högl (CSU) und Rektor Wolfgang Brey zu einem Onlineaustausch mit den Verwaltungsangestellten in den Sekretariaten der Grund- und Mittelschulen im Landkreis Kelheim getroffen.

Wie Mandlik eingangs des Gespräches betonte, habe sie sich sehr über die spontane Zusage Högls zum gemeinsamen Austausch gefreut. In den vergangenen Monaten habe sich nach den Worten Mandliks bei den Verwaltungsangestellten infolge der Corona-Pandemie einiger Unmut aufgestaut. Dies läge dabei letztlich nicht nur an der höheren Mehrarbeit, welche durch den zusätzlichen Aufwand in Folge der Pandemie in den Sekretariaten der Schulen anfällt, sondern vor allem auch an der oftmals fehlenden Wertschätzung der Arbeit der Sekretärinnen.

Genau dies an die politische Schnittstelle zu den Verantwortlichen im Kultusministerium weiterzugeben, wolle man erreichen, betonte Angelika Mandlik. MdL Petra Högl bedankte sich in ihren Ausführungen bei allen teilnehmenden Verwaltungsangestellten des Online-Meetings für die Möglichkeit des gemeinsamen Austausches. „Als Mutter von vier Kindern weiß ich um die Wichtigkeit ihrer Arbeit in den Sekretariaten an unseren Schulen. Ich schätze ihre Arbeit sehr. Oftmals sind sie die erste Anlaufstelle für alle möglichen Dinge im täglichen Schulbetrieb. Ohne sie würde an unseren Schulen vieles nicht so laufen, wie wir es gewohnt sind“, führte Högl aus. Genau diese Wertschätzung sei jedoch in den letzten Monaten vermisst worden, wie Angelika Mandlik sagte. So habe der Freistaat etwa für das große Engagement der Schulleitungen sowie vereinzelter Lehrer in der Corona-Pandemie einen finanziellen Bonus gewährt.

„Der Staat hat sich damit keinen Gefallen getan“

Doch auch nach Ansicht von Rektor Wolfgang Brey seien nicht nur für die Schulleitungen und Lehrkräfte im IT-Bereich erhebliche berufliche Mehrbelastungen aufgrund Corona entstanden. „Gerade auch die Verwaltungsangestellten müssen über ihre Belastungsgrenzen hinaus arbeiten. Nur aufgrund deren Hilfe und tagtäglicher Anwesenheit ist es möglich den Schulbetrieb aufrecht zu erhalten“, sagte Brey. Aus diesem Grund, so waren sich alle Teilnehmer des Austausches einig, sei es nur angemessen auch die Verwaltungsangestellten mit einer Leistungsprämie zu honorieren. Wie Mandlik erläuterte, habe man sich mit dem Anliegen bereits an Bayerns Kultusminister Professor Piazolo gewandt. Leider bislang ohne Erfolg. Petra Högl sicherte zu, das Thema nochmals bei den Entscheidern in München zu platzieren und eine Rückmeldung zu geben. Auch führte Högl aus, dass sich der Staat mit der Gewährung eines Bonus im Zuge der Corona-Pandemie für verschiedene Berufsgruppen letztlich keinen Gefallen getan habe. „Ich möchte keinesfalls die außerordentlichen Leistungen irgendwelcher Berufsgruppen geringschätzen. Jedoch ist es unmöglich alle Personen, welche durch die Corona-Pandemie eine deutliche berufliche Mehrbelastung erfahren haben, mit einer Prämie oder einen Bonus zu erreichen. Dies führt letztlich zur Verärgerung derer, die dann leider nicht berücksichtigt werden“, stellte Petra Högl fest.

Neben der Leistungsprämie gab es noch weitere Themen, welche bei der Landtagsabgeordneten Högl platziert wurden. So ging es etwa um die Frage, weshalb beim Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) bei einer Erhöhung der Entgeltgruppe die bereits erreichte Stufe in der Entgeltgruppe verfällt und man wieder mit Stufe 1 in der höheren Entgeltgruppe anfangen müsse. Währenddessen könne die erreichte Stufe im Tarifvertrag des Öffentlichen Dienstes (TVÖD) bei einer Höhergruppierung der Entgeltgruppe mitgenommen werden. Ebenso bemängelten die Verwaltungsangestellten die Regelung bei den zur Verfügung stehenden vergüteten Stunden für deren Arbeit an den Grund-, Mittel- bzw. Vollschulen (Grund- und Mittelschule zusammen). So hätten Beschäftigte an Vollschulen für die zu erledigende Arbeit weniger Stunden in Summe zur Verfügung, als wenn die Arbeit einzeln an einer Grund- bzw. Mittelschule erledigt werde. Petra Högl sagte auch hier zu, die Themen im zuständigen Ministerium vorzubringen.

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