Abschied

Raiba-Chef Peter Wolf in den Ruhestand verabschiedet

Großer Bahnhof“ für Peter Wolf:  Zur festlichen Verabschiedung des Vorstandsvorsitzenden der Raiffeisenbank Hallertau war in der Mainburger Stadthalle kein Platz mehr frei.

Die zahlreichen Ehrengäste genossen nicht nur ein Drei-Gänge-Menü und einen Auftritt des Kabarettisten Werner Gerl, sondern spendeten dem beliebten Bankier am Ende des Abends „Standing Ovations“. Nur ein Zeichen der großen Wertschätzung, das dem 63-Jährigen zum Eintritt in den Ruhestand von seinen Mitarbeitern, Vorgesetzten, Angehörigen und Freunden zuteil wurde. Unter anderem zeichnete Wolfram Decker (im Bild rechts), der stellvertretende Prüfungsleiter für den Marktbereich Süd im Genossenschaftsverband Bayern, den langjährigen Bankchef mit der Goldenen Ehrennadel aus - die höchste Auszeichnung überhaupt, die der Deutsche Raiffeisenverband zu vergeben hat.

Dem genossenschaftlichen Bankwesen hat sich Wolf, ein waschechter „Ruhrpott-Jong“, seit Beginn seines Berufslebens verschrieben. Nach der Ausbildung zum Großhandelskaufmann verließ der gebürtige Gelsenkirchener schon frühzeitig sein „Schalker Revier“ und wurde mit nicht einmal 21 Jahren Prüfungsassistent im Raiffeisenverband Kurhessen. Bereits 1974 zog es den damals knapp 25-Jährigen erstmals in den Süden der Republik und in den Landkreis Kelheim, wo er Dozent an der Raiffeisen-Bildungseinrichtung in Neustadt a.d. Donau wurde. Hier lernte er auch seine jetzige Ehefrau Maria kennen,  gründete mit ihr eine Familie (zwei Söhne) und wurde schließllich in Bayern respektive der Hallertau heimisch: Nach erfolgreichem Abschluss des genossenschaftlichen Bankführungsseminars im hessischen Montabaur und neun Jahren als Vorstand der Raiffeisenbank Maintal folgte der staatlich geprüfte Betriebswirt dem Ruf in den Vorstand der Raiffeisenbank Hallertau. Zum denkbar schwierigsten Zeitunkt, nämlich dem Jahr der Finanzkrise 2009, übernahm Peter Wolf als Vorstandssprecher die Verantwortung im genossenschaftlichen Bankinstitut. Die Zahlen sprachen dann für sich: In den vergangenen fünf Jahren an der Spitze der Bank gelang es Wolf, die Bilanzsumme der Raiffeisenbank Hallertau um 75 auf jetzt 313 Millionen Euro zu erhöhen. „Aber nicht nur durch wirtschaftliche Erfolge hast Du Marksteine gesetzt, sondern Du hast auch das Image und das äußere Erscheinungsbild nachhaltig geprägt und die Marke Raiffeisenbank Hallertau vorangebracht“, würdigte Aufsichtsrat Stefan Hagl in seiner Laudatio. Weiteres Lob und viele Geschenke für den Scheidenden folgten, die den eloquenten und nie um ein Bonmot verlegenen Peter Wolf sichtlich rührten: „Es war eine spannende und interessante Zeit, in der ich die Entwicklung dieser Bank über ein Vierteljahrhundert ihrer hundertjährigen Geschichte mitgestalten durfte“, so Wolf. Und nicht ganz zufällig fiel das Datum der Abschiedsfeier genau auf den Tag des 100. Gründungsjubiläums der Bank. 

Am meisten freute sich der Pensionär in spe über den Gutschein für eine kulinarische Reise in die Toskana, mit dem Wolf mit seiner Gattin seine drei Lieblingshobbys „unter einen Hut“ bringen kann: Oldtimerfahren, Reisen und gut Essen. „Ehrende Worte sind gut und schön, aber von  Geschenken hab’ ich wenigstens was“, meinte der sympathische  Ex-Bankchef augenzwinkernd  in seiner typischen, direkten Art. 

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