Realschuile Au/Hallertau

Schon jetzt zu klein!

Beim Richtfest 2016 für die Realschule wusste auch er noch nicht, dass der Kreis vielleicht zu klein geplant hatte: Landrat Hauner bei seiner Rede.

Es war eigentlich der falsche Anlass, aber der stellvertretende Landrat Robert Scholz konnte bei seinem Grußwort zum Neujahrsempfang des Marktes Au das Thema „Realschule“ natürlich nicht auslassen. Was er da aber sagte lässt aufhorchen: Die Realschule Au wird, glaubt man den Worten des Kreisvizes, zum Opfer ihres eigenen Erfolges und war von Anfang an zu klein geplant. Konrad Schickaneder, der die Zahlen für die vier Hallertau-Bürgermeister seinerzeit aufbereitet und von einer dreizügigen Schule gesprochen hatte, wurde zwar kräftig ausgelacht, behielt aber letztlich auf ganzer Linie Recht. Deutlich machte Scholz das vor den versammelten Ehrenamtlichen daran, dass der Kreis jetzt die Grenzen für den Einzugsbereich der neuen Schule geändert habe, um zu verhindern, dass die Schule zu voll wird. Das passiere an den Außengrenzen des Einzugsbereichs, so dass wieder mehr Realschüler aus der Hallertau doch wieder nach Moosburg fahren. So war das eigentlich nicht gedacht, als Karl Ecker „mit einigem Nachdruck“ die Gründung der Realschule voran getrieben hatte.

Schon jetzt ist die Realschule in Au/Hallertau zu klein! Das sagte der Stellvertretende Landrat Robert Scholz im Rahmen des Neujahrsempfangs in der Hopfengemeinde. Scholz konnte sich ein gewisses Lächeln nicht verkneifen, als er das Engagement gerade von Karl Ecker in dieser Sache ansprach. Schulleiterin Kerstin Liese nannte gegenüber dem FORUM konkrete aktuelle Zahlen: 185 Schüler seien es aktuell, und in der siebten Klasse sei als Ausnahmeregelung eine dritte Klasse genehmigt worden, so dass es jetzt „etwas Luft“ gebe.

 „Moosburg hat den Platz und Freising hat auch“, stellte die Schulleiterin klar, wusste aber natürlich auch: „Natürlich hat das Ärger heraufbeschworen.“ An der Schulgröße, so Kerstin Liese, werde sich wohl erst mal nichts ändern. „Wir werden sicher nicht dauerhaft dreizügig, wir sind als zweizügige Realschule genehmigt worden.“ Die jetzige Sprengeländerung, mit der in einigen Bereichen „nachkorrigiert“ worden sei, nannte sie „ganz vernünftig“ und fügte hinzu: „Es ist ein Irrglaube zu sagen, mein Kind müsse jetzt unbedingt nach Au.“ Im Kern aber bestätigte sie damit die Aussage von Robert Scholz, letztlich auch Vertreter des Schulträgers. Bürgermeister Karl Ecker, vom FORUM auf die Rede von Robert Scholz noch einmal angesprochen, rieb sich gewissermaßen die Hände. „Da muss man jetzt mal die Kreisräte, die so sehr dagegen waren, drauf ansprechen“, triumphierte er. „Mir ist damals gesagt worden: „Du wirst sehen, dass du keine Schüler kriegst.“

Und was ist jetzt? Jetzt haben wir mit Mainburg zusammen vier Züge, und es reicht immer noch nicht.“ Ecker erinnerte daran, dass es erst geheißen hatte, dass es nur eine Realschule geben solle für den Bereich Hallertau, und dass diese nur zweizügig angedacht worden sei. Jetzt seien alle von der Entwicklung ein gute Stück weit überrollt worden. „Die Realschule Au ist der Renner! Wir haben eine schöne moderne Schule, engagierte Lehrer. Ist doch klar, dass die Kinder da gern hin gehen.“ Dazu komme, dass die Schulwege und Fahrtzeiten viele Kinder dazu gebracht hätten, ins Mainburger Gymnasium zu gehen. 

Er habe mit Pädagogen gerade dieses Gymnasiums gesprochen und gehört, dass einige tatsächlich auf der Realschule besser aufgehoben seien. Die haben nach den Worten Eckers jetzt am Heimatort beste Voraussetzungen. Eins allerdings musste auch Ecker klar stellen: Eine Erweiterung, dass die Realschule Au vielleicht doch später mal dreizügig wird, ist vom Platz her nicht drin. „Das kriegen wir auf dem Gelände nicht hin, darum wird die Realschule Au auf Dauer zweizügig bleiben.“

Quelle: freising-online

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