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"Einmalig im gesamten Landkreis"

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Es geht voran! Handwerker einer Spezialfirma setzen in der Zweifach-Turnhalle die Bodenhülsen für die spätere Vorrichtung der verschiedenen Sportgeräte. Interessiert schaut ihnen Landrat Dr. Hubert Faltermeier (links) dabei über die Schulter

Auf der Baustelle an der Ebrantshauser Straße 70 in Mainburg wird derzeit noch unter Hochdruck gearbeitet, denn schon im Herbst dieses Jahres soll sie für rund 330 Schüler bezugsfertig sein: Die Mainburger Realschule, die in direkter Nachbarschaft zum Gabelsberger Gymnasium und der Mittelschule Hallertau entsteht. In der vergangenen Woche besichtigte Landrat Dr. Hubert Faltmeier gemeinsam mit Mainburgs Bürgermeister Josef Reiser, Schulleiter Markus Bayerl, Christian Sendlinger vom Kreisbauamt, sowie Architekt Wolfgang Wild vom Büro kplan die Baustelle.

Noch gibt es viel zu tun, an allen Ecken und Enden sind Mitarbeiter der beauftragten Firma zugange. „Wir sind sehr zuversichtlich, dass alles bis Schulbeginn fertig ist“, zeigte sich der Schulleiter Markus Bayerl optimistisch. Bisher waren rund 200 Schüler aus vier Klassen und zwei Jahrgangsstufen in Containern auf dem Parkplatz der Mittelschule untergebracht. Umso größer ist jetzt die Vorfreude auf eine „richtige“ Schule.

Die Realschule an der Ebrantshauser Straße in Mainburg nimmt immer mehr Gestalt an. Vor dem Gebäude wird eine Zweifach-Turnhalle gebaut, die Schule selbst wird aus fünf Ebenen bestehen. Ganz unten im Erdgeschoss finden sich die Physik- und Informatikräume, im ersten Stock die Verwaltung, Klassenzimmer sind im zweiten und dritten Stock untergebracht, die Fachräume im vierten. „Das hier wird der Chemiesaal“, weiß Wolfgang Wild vom Architektenbüro kplan Abensberg und zeigt auf die Gasanschlüsse in dem sonst noch kahlen Raum im vierten Stock, von dem aus die Schüler einen Blick über ganz Mainburg haben werden. „Sie sollten aber nicht aus dem Fenster schauen, sondern etwas lernen“, meinte Bürgermeister Josef Reiser augenzwinkernd. Auch wenn überall noch gemalert, geschliffen und geschraubt wird, laufe alles nach Plan, wie Wild versicherte: „Wir liegen voll im Zeitrahmen“. So sei der Trockenbau so gut wie abgeschlossen, sämtliche Fliesen bereits verlegt und die Elektriker fast fertig. In der Zweifach-Turnhalle sind aktuell Handwerker mit dem Setzen der Bodenhülsen für die Vorrichtung der verschiedenen Sportgeräte beschäftigt und bald können auch die Maler loslegen, denn jedes Stockwerk bekommt einen anderen Farbanstrich. Bis Ende März sollen die Dachdecker auf der Turnhalle ihre Arbeiten abgeschlossen haben, ehe es drinnen ab Ende Mai mit dem Verlegen der Böden weitergeht. Doch nicht nur zeitlich läuft alles nach Plan. Auch der Kostenrahmen konnte eingehalten werden, so dass der Bau am Ende wie geplant mit 12,25 Millionen Euro zu Buche schlagen wird. Mit dem benachbarten Gymnasium und der Mittelschule Hallertau entsteht an der Ebrantshauser Straße somit ein Schulzentrum, das in seiner Art einzigartig ist und „nirgendwo sonst im Landkreis zu finden ist“, betonte Faltermeier. Dass sich in Zukunft so viele Schüler „auf einem Fleck“ befinden, sieht der Landrat als Herausforderung und Chance gleichermaßen. Seiner Ansicht nach würde sich dadurch der Zusammenhalt unter den Schülern sogar verstärken. Vor dem offiziellen Schulstart im September können sich Schüler und Lehrer bereits im August während des Probebeunterrichts an die neuen Räumlichkeiten gewöhnen. Was jetzt noch fehlt, ist ein passender Name. Vorschläge können gerne beim zuständigen Kultusministerium eingereicht werden. Um einen Bezug zur Hallertauer Mittelschule herzustellen, könnte „Hallertauer Realschule“ oder „Realschule Hallertau“ als Favorit hervorgehen, zumindest wenn es nach Schulleiter Markus Bayerl ginge: „Das würde mir am besten gefallen!“

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