Sonderausstellung im Deutschen Hopfenmuseum nur noch bis zum Sonntag

(ma)

· Nur noch bis zum Sonntag, 30. Januar, ist während der tägichen Öffnungszeiten im Deutschen Hopfenmuseum (10 bis 17 Uhr) in Wolnzach die Doppelaustellung „200 Jahre Wolnzach - ein Rückblick“ des Historischen Cirkels (HiC) und „Heimat im Koffer, Heimat auf dem Teller, Heimat im Herzen“ von Studierenden der Universität Regensburg unter der Leitung von Esther Gajek und Carola Grüninger-Schmitz zu sehen. Heimat - was ist das eigentlich? Ein Ort, ein Gefühl? In Zeiten, in denen die Welt als „global village“ bezeichnet wird und Ungebundenheit und Mehrsprachigkeit als Basis beruflichen Erfolges gefordert werden, haben sich Heimweh, Heimatsprache und Heimatgebundenheit scheinbar überholt. Tatsächlich aber - so haben Psychologen und Philosophen herausgefunden - garantiert gerade das Kennen und Pflegen dieser „Wurzeln“ die Möglichkeit, aus der Heimat gestärkt in die Fremde zu gehen. Studierende aus verschiedenen europäischen Nationen haben nach „Heimat“ gesucht und dabei viele Menschen befragt. Herausgekommen ist eine Ausstellung, die Heimat als eine sehr sinnliche und persönliche Angelegenheit präsentiert. Ebenfalls im Veranstaltungsraum des Museums wird die HiC-Ausstellung „200 Jahre Wolnzach“ gezeigt. Der erste Ortsplan von Wolnzach feierte 2010 seinen 200. Geburtstag. Der Historische Cirkel Wolnzach e.V. nahm dies zum Anlass, die steile Entwicklung des Marktfleckens der letzten 200 Jahre in einer Ausstellung nachzuzeichnen. In Abständen von 50 Jahren spiegeln fünf Stationen mit riesigen Ortsplänen, Bildern und Gegenständen aus der jeweiligen Epoche den Werdegang von Wolnzach wieder. Der Verlust von Kloster, Schloss und Gerichtsherrschaft hatte den 900-Seelen-Ort einstmals schwer getroffen. Die Ausstellung zeigt den Aufstieg Wolnzachs aus dem kümmerlichen Dornröschenschlaf abseits aller Verkehrsadern bis zum gefragten Wirtschaftsstandort mit einem Autobahnanschluß innerorts. Der mittelalterliche Markt ist aus dem engen Tal über alle Hügel gewachsen und hat seine Einwohnerzahl in 200 Jahren versiebenfacht. Viele seltene Leihgaben von Wolnzacher Bürgern bereichern die Ausstellung. – Unsere Bilder zeigen das von Wolnzachs belgischer Partnergemeinde Poperinge zur Verfügung gestellte Modell einer Hopfenpflückmaschine (links) und die Installation „Heimatkoffer“ in der von Studenten der Uni Regensburg unter der Leitung von Esther Gajek und Carola Grüninger-Schmitz zusammengestellten Ausstellung. Fotos (2) Mader

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