Stromnetz Mainburg

Ein unvergesslicher Tag für Mainburgs Chef

Aufbruch in eine neue Zukunft: Die Abens-Donau  Energie GmbH hatte einen Elektro-BMW mitgebracht, den v.l. Mainburgs Erster Bürgermeister Josef Reiser, die beiden Geschäftsführer Christian Kutschker und Jürgen Hitz mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Horst Hartmann (3.v.l.) und den Rathausmitarbeitern Günter Wittmann und Sebastian Ecker eingehend begutachteten.

„Dieses Datum werde ich sicher nie vergessen!“ Mainburgs Bürgermeister Josef Reiser maß dem gestrigen 14. April die gebotene Bedeutung bei, als er im Großen Sitzungssaal des Rathauses den Konzessionsvertrag für seine Stadt mit der Abens Donau Energie GmbH unterzeichnete.

Für die nächsten 20 Jahre wird die das Stromnetz Mainburgs und der angrenzenden Ortsteile betreiben. Gewiss eine ebenso zukunftsträchtige wie wichtige Entscheidung für seine Stadt, doch der eigentliche Anlass für Reisers geschichtsträchtigen Tag war, dass er sehr zeitig aus den Federn musste. In den frühen Morgenstunden war nämlich sein sechster Enkel zur Welt gekommen. Das passt, denn die Vereinbarung, die Reiser mit dem noch jungen Stromversorgungsunternehmen traf, ist richtungsweisend für die zukünftigen Jahre. Ein Schritt hin zur dezentralen Stromversorgung, denn die Abens-Donau Energie hat sich zum Ziel gesetzt, den Bürgern im Landkreis Kelheim eine effiziente und zeitgemäße Versorgung mit Ökostrom aus regionaler Hand zu gewährleisten. Der frisch unterzeichnete Vertrag tritt am Dienstag, 1. Dezember, in Kraft. Dezentral - es ist auch der Service vor Ort, den Reiser für seine Kommune so schätzt, denn die Abens-Donau Energie hat ihr Kundencenter gleich auf der anderen Straßenseite des Rathauses in den Räumen der Sparkasse. „Wenn jetzt irgendwas ist, gehen wir einfach schnell rüber“, lobte Reiser die neue Nähe und auch die Entscheidungsfreude seines Stadtrats, der die Zusammenarbeit mit dem neuen Netzbetreiber einstimmig beschlossen hatte. Kurzfristig will die Abens Donau Energie natürlich auch an die Verbraucher ran, denn der Bezug für den Stromkunden ist natürlich nach wie vor frei wählbar. In den nächsten Jahren wird dann die dezentrale Stromerzeugung ein großes Thema sein. Nachhaltigkeit sei ein wichtiges Anliegen, bestätigt Jürgen Hitz, einer der beiden bei der Vertragsunterzeichnung anwesenden Geschäftsführer: „Sei es dezentrale Kraft-Wärme-Kopplung oder Wasserkraft - die Nachfrage ist da, und sie bestätigt uns in unserem Konzept.“ Dass die Stadt das Angebot des Unternehmens für die nächsten 20 Jahre nach einer offenen Ausschreibung, in der der bisherige Netzbetreiber Bayernwerke den kürzeren zog, nun festgezurrt hat, wertet Hitzs Kollege Christian Kutschker als „Bekenntnis der Stadt zur Rekommunalisierung und großen Erfolg für unser noch junges Unternehmen.“ Positive Auswirkungen erwartet Horst Hartmann, Erster Bürgermeister der Stadt Kelheim und Aufsichtsratsvorsitzender der GmbH, für die Schaffung und Sicherung lokaler Arbeitsplätze sowie für die Wertschöpfung: „Von jedem Euro, den die Abens-Donau Energie einnimmt, fließt ein großer Teil zurück in die Region.“ Deshalb zeuge es auch von Weitsicht, sich von den „Mega-Konzernen“ weg zu entwickeln. Nun liegt es am künftigen Netzbetreiber, sich zu bewähren. Zweifel bestehen indes von keiner Seite, so dass schon jetzt die Neuausschreibung thematisiert wurde: „Dann, wenn Ihr Enkel seinen 20. Geburtstag feiert“, scherzte Kutschker mit dem frisch gebackenen Sechsfach-Opa Josef Reiser.

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