Claus von Wagner

Immer wieder komisch, bisweilen auch böse

Nach Börsencrash und zahlreichen Finanzkrisen kommt jetzt das neue, böse Programm „Theorie der feinen Menschen“ von Claus von Wagner. Zu sehen im „Theater Donnerstag

Der „Theater Donnerstag“ startet mit einem echten Kracher ins neue Jahr. Am morgigen Donnerstag gastiert um 20 Uhr im LSK-Theatersaal Claus von Wagner mit seinem aktuellen Kabarett-programm „Theorie der feinen Menschen“.

Wer aus dem oberbayerischen Miesbach stammenden Kabarettisten auf einer Bühne sieht, weiß: das wird auf jeden Fall kein normaler Kabarettabend. Claus von Wagner ist so, wie sich Bertold Brecht und Loriot in einer durchzechten Nacht ihren Schwiegersohn vorgestellt hätten. Manche sagen, er sähe aus wie Roland Kaiser - hätte aber bessere Texte. Was ihn so anders macht? Die Tatsache, dass er die Intelligenz seiner Zuschauer ernst nimmt. Bei allem Spaß. Claus von Wagners Kunst ist es sich höchst amüsant zu wundern. Er schreibt nicht nur „Das Tagebuch des täglichen Wahnsinns“ auf Bayern 3, sondern beschäftigt sich mit dem täglichen Finanz-Wahnsinn. Im Gegensatz zur „verdammten Finanzkrise“ jedoch desaströs-lustig. Nachdem er sechs Monate eingängig VWL-Bücher studiert hat, erkannte er, dass Wirtschaftswissenschaftler auch nur mit Wasser kochen und Politiker das dann predigen. Wer jedoch dann den Wein trinkt, bleibt oftmals im Dunkeln. Die Erzählungen aus dem tiefen Inneren unserer feinen Gesellschaft ist eine epische Geschichte von Verrat, Familie, dem Kampf um Prestige, Finanzverbrechen und Geld. Ein bisschen so als hätte Shakespeare ein Praktikum bei der deutschen Bank absolviert und aus Verzweiflung darüber eine Komödie geschrieben. Die Frankfurter Allgemeine urteilt: „…immer  wieder komisch,  böse auch bisweilen, aber schlicht und einfach wunderbar gemacht.“ Claus von Wagner, heute gerade einmal 35-jährig erhielt 2006 den Deutschen Kabarettpreis (Förderpreis) und im darauffolgenden Jahr den Bayerischen Kabarettpreis (Senkrechtstarter). Bei Redaktionsschluss gab es noch wenige Einzelkarten, eine Nachfrage im Kulturreferat der Stadtverwaltung (08751/70423) oder an der Abendkasse, ob Karten zurückgegangen sind, lohnt allemal.

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