Theater-Donnerstag mit Stephan Zinner

Das ganze Leben ist ein Hürdenlauf

Wenn es nur nicht die vielen Hürden und Fallstricke gäbe, wäre das Leben „relativ simpel“ - Schauspieler, Kabarettist und Musiker Stephan Zinner weiß davon ein Lied zu singen.

Locker plaudernd und an der Gitarre spielend erzählt der gebürtige Trostberger, auch bekannt aus Filmen wie „Dampfnudelblues“, Geschichten vom Leben und seinen Fallstricken. Der Wahlmünchner Stephan Zinner hat einen guten Blick für die schrägen Momente im Leben. Er überspitzt sie zu irrwitzigen Szenen. Lügen muss er dabei kaum – jeder kennt diese Situationen im Alltag, bei denen man nicht weiß, ob man nun lachen oder weinen soll.

Musikalisch unterstützt wird Zinner auf der Bühne von Andy Kaufmann. Die beiden wollen – relativ simpel – einen humorvollen und auch optisch ordentlichen Abend bieten. Eigentlich wäre das Leben doch auch ganz einfach: Geburt, Pubertät, Fortpflanzungspartner finden, wenn es klappt Kinder, gutes Bier trinken, in Würde alt werden, dann Sterben. Und bei all dem möglichst keinen Scherbenhaufen hinterlassen ... relativ simpel eben! Aber immer, wenn das einer sagt, mit diesem „relativ simpel“, zum Beispiel beim Regal-Aufbau, bei der Wegbeschreibung oder bei der Samenspende, immer dann gibt es irgendwo einen Haken – und es ist Vorsicht geboten. Denn das Leben ist ein Hürdenlauf: Seien es nun die kurzen Elternabende, die nur drei Stündchen Lebenszeit kosten, oder der Weg zur Biorestmülltonne, der vom Kampfhund des Nazi-Nachbarn versperrt ist („des is a ganz a Braver“). Aber das ist längst nicht alles: Dann sind da noch vegane Shrimps, das Dschungelcamp, der FC Bayern mit seinem depperten Katar-Deal, Schöfferhofer-Alkoholfrei, die Steuer, Lebkuchen im Oktober, die Musik aus dem Radio, Lemmy ist tot, Bowie ist tot, alle sind tot. Tja, ein paar Stolpersteine hält das Leben immer parat ... trotzdem: Attacke!! Weg finden. Zinner hat einen guten Blick für die schrägen Momente im Leben. Er überspitzt sie zu irrwitzigen Szenen. Lügen muss er dabei kaum – jeder kennt diese Situationen im Alltag, bei denen man nicht weiß, ob man nun lachen oder weinen soll. Am 22. Februar, präsentiert Stephan Zinner sein neues Programm im Rahmen des Mainburger Theater Donnerstags. Musikalisch unterstützt wird der dreifache Familienvater Stephan Zinner auf der Bühne von Andy Kaufman, der für sich ein ganz anderes Daseinskonzept gewählt hat und in wilder Ehe lebt. Die beiden wollen – relativ simpel – einen humorvollen und auch optisch ordentlichen Abend bieten. Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr. Zwar gab es bei Redaktionsschluss für die Vorstellung keine Karten mehr, aber eine Nachfrage an der Abendkasse, ob Karten zurückgegangen sind, lohnt allemal.

Quelle: freising-online

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