Zeit für Utopien

Kinofilm im LSK-Theater Mainburg

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Nachhaltigkeit ist das Schlagwort unserer Zeit. Wenn man das Wort ernst nimmt, steht es für Umdenken und Handeln – weg von der Wegwerfgesellschaft und der Profitmaximierung. Zwar sind Veränderungen auch im Kleinen möglich, doch oft scheitert es daran, Nachhaltigkeit im Alltag umzusetzen.

Der von Kurt Langbein produzierte Film ZEIT DER UTOPIEN zeigt lebensbejahende, positive Beispiele, wie man mit Ideen und Gemeinschaftssinn viel erreichen kann – von der Fairtrade-Goldmine über die selbstverwaltete Teefabrik bis zu energiesparendem urbanen Wohnen. Für den Film besuchte das Team von „Zeit für Utopien“ vier verschiedene Projekte, in denen der Einstieg in eine nachhaltigere Alltagsgestaltung bereits gelungen ist. Mehr Solidarität untereinander und Rücksicht auf die Umwelt sind hier die treibenden Kräfte – und der Lohn dafür ist nicht zu unterschätzen: Ein gerechteres Leben für mehr Menschen und ein gesunder, weniger bedrohter Planet für uns alle.

Auch das Smartphone „Fairphone“ wird als eines der vier Projekte vorgestellt. Der gleichnamige Hersteller hinter dem Fairphone verbaut als erstes Elektronik-Unternehmen Gold aus Fairtrade-Minen in seinem modular aufgebauten Smartphone. Im Rahmen der Dreharbeiten besuchte das Filmteam die Gold-Kooperative SAMA in Uganda. In der Mine arbeiteten früher zahlreiche Minderjährige, die durch schlechte Sicherung und harte Arbeit vielen Gefahren ausgesetzt waren.

Die Kooperation mit der Fairtrade Organisation gewährleistet nun einen sicheren Abbau des Golds, die Finanzierung eigener Projekte durch die Fairtrade-Prämie sowie eine gerechtere Bezahlung der Minenarbeiter. Statt der üblichen 30 bis 50 Prozent des Weltmarktpreises für Gold erhielten die Minenarbeiter durch die Zusammenarbeit mit Fairtrade nun ca. 95 Prozent – denn durch die Investition der Prämie in Arbeitsgeräte sind sie weniger abhängig von sogenannten Mittelsmännern, die das benötigte Equipment früher vorfinanzierten, erklärt Laura Gerritsen von Fairphone. Daneben zeigt der Film weitere Beispiele, die demonstrieren, dass es auch anders geht, als sich dem omnipräsenten Kapitalismus und Kommerz zu unterwerfen: Weg von der Wegwerfgesellschaft und der Profitmaximierung und hin zu einer nachhaltigen und solidarischen Gesellschaft.

Die Vorführung des Filmes beginnt um 19 Uhr bei freiem Eintritt. Einlass ins LSK-Theater ist ab 19 Uhr. Für Getränke und faire Snacks ist gesorgt. Anschließend an dem Film stehen die Mitglieder der Fairtrade Gruppe zu einem informellen Austausch bereit.

Quelle: freising-online

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