Das wird nichts mit dem Neubau

Neue Planung für das Türkische Gemeindezentrum abgelehnt

Bei einem Neubau der Moschee in der Guggenmoosgasse wäre eine erhebliche Zunahme des motorisierten Verkehrs zu erwarten, was in den beengten Zufahrten zu massiven Problemen führen würde, insbesondere an den Feiertagen, wenn bis zu 250 Menschen erwartet werden.

Im September 2018 wurde ein Antrag auf Vorbescheid zum Neubau eines türkischen Gemeindezentrums mit Gebetsraum in der Guggenmoosgasse vom Städtischen Bau- und Umweltausschuss schon einmal abgelehnt (das FORUM berichtete darüber). Auch ein zweiter Anlauf des Türkisch Islamischen Kulturvereins mit geänderter Planung scheiterte.

Bei zwei Gegenstimmen versagte das Beschlussgremium das gemeindliche Einvernehmen mit der Begründung, dass einer Ablöse von drei Stellplätzen (24 Stellplätze sind erforderlich, 19 sind vorhanden, zwei bereits abgelöst; Anm.d.Red.) nicht zugestimmt werde und die beengte Zufahrtssituation für das erhöhte Verkehrsaufkommen nicht geeignet sei. Gegenüber der ursprünglichen Planung wurde die Hauptfassade der bestehenden, denkmalgeschützten Bebauung angepasst, die Höhe des Minaretts von 21 auf 18 Meter reduziert, eine Einhausung eines Teils der Stellplätze vorgenommen, um den Eindruck einer geschlossenen Bebauung zu verwirklichen und durch eine Reduzierung der Gebäudebreite die Größe der Gebetsräume verringert. Entgegen der ersten Planung ist der Gebetsraum nun für 150 Männer und 50 Frauen ausgelegt, anstatt für 170 bzw. 70. In der unveränderten Nutzungsbeschreibung wird davon ausgegangen, dass zu den täglichen Gebeten zwischen 15 und 25 Personen anwesend sind, beim Freitagsgebet die Anzahl der Besucher zwischen 150 und 200 liegen dürfte und beim Morgengebet an den Feiertagen bis zu 250 Personen erwartet werden. 

Von Seiten der Polizeiinspektion Mainburg wird das Vorhaben aus verkehrspolizeilicher Sicht kritisch gesehen. Zusammenfassend stellt sie fest, dass insbesondere zu den Gebetsstunden der Innenstadtbereich durch parkende Fahrzeuge überlastet wäre und folglich für andere Besucher der Innenstadt in dieser Zeit kaum Parkmöglichkeiten zur Verfügung stünden. Wegen des zu erwartenden Verkehrsaufkommens und dem einhergehenden Parksuchverkehr im Zuge von Gebetsstunden oder bei größeren Veranstaltungen, bestünden daher erhebliche Bedenken, die Situation konfliktfrei zu bewältigen. Auch könne im Einsatzfall die zuverlässige und unbehinderte Zu- und Abfahrt zur Moschee und Innenstadt für Polizei und Rettungskräfte nicht gewährleistet werden. Bürgermeister Josef Reiser wies ergänzend darauf hin, dass die Stadttochter BEM das Gebäude der Volksbank erworben habe und sich darin die Bank, die Verwaltungsgemeinschaft und ein Teil der eigenen Verwaltung befänden. Dadurch werde in diesem Bereich das Verkehrsaufkommen weiter ansteigen. Stadtrat Konrad Pöppel wollte die Auffassung der Verwaltung nicht teilen. 

Das Parkproblem sei seines Erachtens übertrieben dargestellt und kein taugliches Argument gegen den eingereichten Bauantrag. Dass mit Verkehrsproblemen gerechnet werden müsse, sei klar, aber dafür müsse eine Lösung wie zum Beispiel ein Parkhaus, gesucht werden. Dritter Bürgermeister Matthias Bendl schloss sich dieser Auffassung an und forderte die Ablösung der drei Stellplätze. Anders sah Stadtrat Helmut Fichtner die Sachlage. Er ging mit dem Vorschlag der Verwaltung konform. „In Mainburg sind mehrere Moscheen vorhanden, die sich in die Umgebung einfügen. Die jetzige Planung in der Altstadt passt sich aber mit ihrem Bauvolumen nicht ein.“ Auch die verkehrliche Zunahme in diesem Bereich könne nicht für gut befunden werden, da man hier mit einem Chaos rechnen müsse.

Quelle: freising-online

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